Said Rezek

Said Rezek beschäftigt sich inhaltlich mit Fragen der Einwanderungsgesellschaft, insbesondere mit der Medienberichterstattung über Muslime.
Said Rezek
RE: Fakten und Fakenews sind relativ | 27.08.2017 | 17:55

Danke für die Links. Aber da scheint es wohl ein Missverständnis zu geben. Ich habe nicht behauptet, dass die Studienergebnisse "nur" in Internetforen angezweifelt wurde.

RE: Fakten und Fakenews sind relativ | 27.08.2017 | 17:46

In dem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung gehen die Forscher davon aus, dass sich der Integrationsverlauf, der eingewanderten muslimischen Flüchtlinge nach 2015, an den zuvor eingewanderten Muslimen angleicht. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass der Integrationserfolg der neuen Kohorte besser verläuft. Dies sei auf die Lernprozesse der deutschen Integrationspolitik zurückzuführen. Kann Ihnen die Lektüre empfehlen.

Als Politikwissenschaftler betrachte ich gesellschaftlich relevante Sachverhalte selbstverständlich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Das schließt auch die Beschäftigung mit den Kommentaren in sozialen Netzwerken ein. Das kann ich Ihnen nur sehr empfehlen. Von Kollege zu Kollege.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 15:19

Erstaunlich, wie viel Zünd"stoff" im Kopftuch steckt. Was die Kommentatoren dieses Beitrags, nicht alles darin hinein intepretieren: Muslimische Männer würden ihre Frauen pauschal zwingen ein Kopftuch zu tragen, von mir persönlich wird erwartet, ich solle klar machen, dass ich meine Frau nicht zum Kopftuchtragen zwingen oder dazu drängen, Frauen wiederum wird ihre Mündigkeit abgesprochen, wenn sie sich frei für ein Kopftuch entscheiden u.v.m.... Wenn damit Aufklärung gemeint sein sollte, dann kann ich nur sagen. Gute Nacht Abendland. Aber gut, dass die Kommentare nicht die gesamte Freitag Community und erst recht nicht die BRD widerspiegeln. Es gibt also noch Hoffnung.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 15:19

Erstaunlich, wie viel Zünd"stoff" im Kopftuch steckt. Was die Kommentatoren dieses Beitrags, nicht alles darin hinein intepretieren: Muslimische Männer würden ihre Frauen pauschal zwingen ein Kopftuch zu tragen, von mir persönlich wird erwartet, ich solle klar machen, dass ich meine Frau nicht zum Kopftuchtragen zwingen oder dazu drängen, Frauen wiederum wird ihre Mündigkeit abgesprochen, wenn sie sich frei für ein Kopftuch entscheiden u.v.m.... Wenn damit Aufklärung gemeint sein sollte, dann kann ich nur sagen. Gute Nacht Abendland. Aber gut, dass die Kommentare nicht die gesamte Freitag Community und erst recht nicht die BRD widerspiegeln. Es gibt also noch Hoffnung.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 09:55

Sie gehen von Annahmen aus, die nicht zutreffend sind. Zunächst trägt die Mehrheit der muslimischen Frauen in Deutschland, überhaupt kein Kopftuch (siehe die Studie: Muslimischen Leben in Deutschland aus dem Jahr 2009) .Und wie kommen Sie darauf, dass "viele" muslimische Frauen gezwungen werden ein Kopftuch zu tragen (Gibt es repräsenattive Studien, die ihre Aussage rechtfertigen)? Wenn Sie meine Erzählung aufmerksam gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass meine Frau, der alten Dame gesagt hat, dass Sie das Kopftuch freiwillig trägt. Geglaubt hat Sie ihr dennoch nicht. Entmündigung und Misstrauen pur.

Noch eins: Beobachtung ist das eine. Daraus falsche Schlüsse ziehen, ist das andere. Der öffentliche Diskurs ist leider geprägt von der Islamisierung sozialer Probleme. Viele Phönomene von den Muslime betroffen sind, werden mit dem Islam erklärt und/oder verallgemeinert. Eine ähnliche Vorgehensweise ist bei Anhängern des Judentums in Deutschland aus guten Gründen undenkbar. Die Tabuisierung antimuslimischen Rassismus ist längst überfällig. Leider ist er aktuell salonfähig, zum Teil leider auch in der linken Community.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 09:39

Verglichen mit dem, was in Deutschland tagtäglich geschieht, ist dieses Ereignis eher eins der harmloseren Art. Aus meiner Sicht ist es dennoch der Rede wert, denn es zeigt, wie sich Vorurteile in Worten und Taten widerspiegeln. Die Handlungen können sogar so weit gehen, dass Menschen aufgrund ihres Andersseins, Opfer körperlicher Gewalt werden. Insofern sollten Vorurteile nicht unterschätzt werden und niemand sollte meinen, dass er dagegen immun ist. Im Gegenteil.

Außerdem beobachte ich leider immer wieder, dass es vielen in Deutschland schwer fällt, Rassismus beim Namen zu nennen. Das hat vor allem die Sarrazin Debatte sehr offen gezeigt. Nicht selten wird der Überbringen einer negativen Botschaft an der Pranger gestellt. Erinnert mich ein wenig an die Antike.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 00:28

Bei bisher einem Blogeintrag in der Freitag Community Ihrerseits und einer Mitgliedschaft von ca. zwei Wochen, urteilen Sie ein wenig vorschnell. Vielleicht fehlen Ihnen ja schlicht die Erfahrungswerte. Naja, aber es spiegelt im Prinzip Ihre Voreingenommenheit in unserem Austausch wider. Im übrigen wurden bei meinen 19 vorherigen Beiträgen, die Überschriften nicht geändert. An der Stelle muss ich eine Lanze für die Redaktion brechen. Ist für gewöhnlich nämlich unüblich.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 00:18

Entlang der Religion oder Herkunft, kann ich nicht beurteilen, mit welchen Menschen ich besser zurecht komme. Es hat oft mit ähnlichen Lebenslagen zu tun. Bildungsgrad ist auch nicht zu unterschätzen, sowie die Einstellung zum Leben überhaupt, bspw. ob jemand eher hedonistisch oder traditionell veranlagt ist.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 00:11

Das Problem besteht darin, dass Sie das Kopftuch, mit der Unterdrückung von Frauen gleichsetzen. Und über das Stöckchen werde ich bestimmt nicht springen. Meine Frau trägt es freiwillig, so wie es die überwiegende Mehrheit, der in Deutschland lebendes Muslimas auch tut. Von Muslimen hierzulande zu erwarten, sich für Misstände, in muslimisch geprägten Gesellschaften zu rechtfertigen geht zu weit. Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten sich für das Fehlverahlten aller Christen auf der Welt rechtfertigen... Im übrigen ist meine Ehefrau gebürtige deutsche. Der Irrsinn ihrer Aussage, wird dadurch nur umso deutlicher.