Said Rezek

Said Rezek beschäftigt sich inhaltlich mit Fragen der Einwanderungsgesellschaft, insbesondere mit der Medienberichterstattung über Muslime.
Said Rezek
RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 06.11.2016 | 00:01

Die Überschrift finde ich um ehrlich zu sein auch ziemlich unappetitlich. Ursprünglich lautete sie: "Wenn Muslime Vorurteilen begegnen." Wurde leider von der Freitag Redaktion verändert. In der Huffington Post, wo der Beitrag auch erschienen ist, wurden keine Änderungen vorgenommen.

http://www.huffingtonpost.de/said-rezek/muslime-voruteile-kopftuch_b_12775946.html

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 05.11.2016 | 23:36

Wie gut, dass Sie wissen, wie ich es gemeint habe, obwoh ich das Gegenteil behaupte. Unter diesen Umständen macht eine Diskussion keinen Sinn.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 05.11.2016 | 23:33

Ich habe als Muslim einen sehr guten agnostischen Freund. Und es ist zwischen uns beiden super friedlich.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 05.11.2016 | 23:11

Ob nun ein Mann vor einer Frau, eine Frau vor einem Mann oder beide im Gleichschritt laufen ist mir um ehrlich zu sein völlig egal. Das Sie in meinen letzten Satz das Gegenteil hineininterpretieren, ist Ihre Sache. Es ist meinerseits eine ironische Bemerkung in Richtung der Seniorin. Wenn ich es ihr gleichtun würde, könnte ich in der Tat annehmen, dass die Dame ihren Mann unterdrückt. Und das nur aufgrund der Tatsache, dass sie vor ihm lief. Es kann jedoch, je nach Situation diverse Gründe für ein voranschreiten geben. Wenn die Dame, dass doch nur auch so gesehen hätte, wäre alles nicht der Rede wert gewesen.

Das Sie wiederum Spekulationen über meinen vermeintlichen Kulturkreis anstellen und dadurch vermuten, die Ursache meiner Wortwahl gefunden zu haben, ist schlicht und ergreifend Kulturrassimus in Reinform.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 05.11.2016 | 20:09

"Hier trieft Ihre Verachtung gegenüber anders als in Ihrer Kultur bestehenden Paarbveziehungen bis unten hin zum Bildschirmrand? Ich glaube Ihnen gern, dass Sie das nicht aus Ihrer Religion herleiten.

Aber woher kommt dann dieser Spott in Richtung "unterdrückter Mann"? Könnte das was mit - durch religiös unterfütterte - patriarchaisch geprägter Kultur zu tun haben?"

Interessant, was Sie nicht alles in meine Worte hinein intepretieren und wie sehr die Deutungen dieses Beitrags auseinander gehen. Erinnert mich ein wenig an den "Hostile media effect."

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dassPersonengruppen mit konträren Positionen ein und selben Text lesen können und ihn jeweils für die Rechtfertigung ihrer eigenen Ansicht deuten.

Im übrigen ist es mir ein Rätsel, woher Sie zu wissen glauben, welchem Kulturkreis ich angehöre und woher mein Verhalten resultiert. Monokausale Zusammanhänge führen fast immer zu Irrwegen.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 05.11.2016 | 08:45

Ich verschweige Probleme nicht. Ich bin jedoch dagegen, diese Probleme mit einer Religion zu erklären. Sie finden Frauen, die von ihren christlichen Männern, Andersgläubigen oder auch nicht religiösen Männern unterdrückt werden. Die Thematisierung, unterdrückender muslimischer Männer ist jedoch omnipräsent und spiegelt sich in den Einstellungen und letztlich auch im Vehalten der alten Dame wider, obwohl es ein Problem ist, welches nicht nur auf eine Religionszugehörigkeit reduziert werden sollte.

RE: Die unheimliche Begegnung der deutschen Art | 05.11.2016 | 08:41

Danke für ihr Feedback. Es handelt sich nicht "nur" um die Beobachtung, sondern damit einhergehend, um die Zuschreibung von vermeintlichen Charaktereigenschften.

Die Dame erwidert: „Ja, die Frauen werden bei ihnen doch unterdrückt und gezwungen das Kopftuch zu tragen. Eine Freundin erzählte mir bereits vor 30 Jahren, von so einer armen muslimischen Frau.“

Und darüber hinaus die Entmündigung meiner Frau: "Das müssen sie jetzt natürlich sagen, sonst gibt es zu Hause gleich Ärger."

Es folgt eine Definition des Begriffs Alltagsrassismus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alltagsrassismus

RE: Wie Muslime auf den Terror reagieren | 31.03.2016 | 10:44

Die Verbindung mancher Verbände ins Ausland sehe ich auch kritisch. Eine Erwähnung im Verfassungsschutzbericht ist jedoch keine Verurteilung. Schließlich wurde die LINKE auch mal "beobachtet" und war weiter parlamentarisch aktiv. Unabhängig davon steht die IGMG jedoch nicht mehr im Verfassungsschutzbericht. Diese Fakten sollten auch zur Kenntnis genommen werden. Auch wenn sie die Ansätze und Inhalte der IGMG nicht teilen, ist es nicht hilfreich, wenn bestimmte Gruppen, aus dem "wir" ausgeschlossen werden. Natürlich sollte es einen Grundkonsens geben. Dieser besteht vor allem im Bekenntnis zum Grundgesetz/Verfassung. Darüber hinaus sollte sich die deutsche Gesellschaft über ein Leitbild Gedanken machen: Mein Vorschlag: Einheit in der Vielfalt. Natürlich auf Grundlage des Grundgesetz.

RE: Wie Muslime auf den Terror reagieren | 31.03.2016 | 07:38

"Wir müssen noch enger zusammenrücken" Genau darum geht es.

RE: Wie Muslime auf den Terror reagieren | 30.03.2016 | 09:42

Guten Morgen Herr Achtermann, nehmen Sie es nicht persönlich, dass ich noch nicht auf ihre Fragen geantwortet habe. Ich dachte eher, dass Sie diese in den Raum gestellt haben. Was die Innenpolitik in der Türkei betrifft, kann ich ihnen leider wenig, bis nichts sagen. Da fehlt mir schlicht das Fachwissen. Was die islamischen Verbände in Deutschland betrifft, so haben sie die Terroranschläge scharf verurteilt. Wohlgemerkt verurteilt. Sie haben sich nicht davon distanziert.