Das große Pissoir, Wurzelgemüse und ein Tor für Österreich

Weltstadtflair Wie Wien an seiner Peripherie lebt
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Was die Stadt zusammenhält, ist ihr Rand. Das war schon so, als die Türken Wien belagerten, irgendwann in fernen Vergissmeinnicht-Zeiten. Da durfte nichts hineinkommen hinter die Stadtmauern als der Kaffee, für dessen Ausschank-Tempel man heute berühmt ist. Das Haus Habsburg verteidigte quasi das ganze Abendland gegen Allah. Doch welcher Besucher schaut schon über den Tellerrand des Ersten (Stephansdom) und des Zweiten (Prater) Gemeindebezirks hinaus? Ein Ausflug an den Rand.

Die Insel

Vergangenen Sommer zeigte sie, was sie kann. Prag und Dresden hatten nicht den rettenden Beton der Donauinsel, der den Hauptstadtfluss im Nordosten in zwei Hälften zerschneidet. Als während der »Jahrhundertflut« auf dem »größten Pissoir der Stadt«