Stefan Sander

1/4 des Sprecher*innenteams bei Sozis für Tiere
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RE: Mehr als ein Placebo | 06.08.2012 | 13:39

Nicht-menschliche Tiere können natürlich auch Personen sein. Die Tiere, die wir am meisten ausbeuten, Rinder, Schweine, Hühner, kann ein Personenstatus ohne merkwürdige Verrenkungen nicht aberkannt werden.

Wenn nicht-menschliche Tiere ein glückliches/gelingendes Leben haben können, dürfen wir ihnen a) dieses nicht verwehren b) dieses Leben nicht vorzeitig beenden.

Und da ist es tatsächlich ziemlich schwierig, alles andere als eine vegane Ernährung zu fordern und zu wünschen.

Das wussten auch schon die Philosophen & Sozialisten vor dem zweiten Weltkrieg, allen voran Leonard Nelson, welcher den IJB aufgebaut hat, einen Vorläufer des "Internationalistischen Sozialistischen Kampbundes", ISK, einer wichtigen Widerstandsgruppe gegen Nazideutschland, die ihren Widerstand u.a. über vegetarische Gaststätten finanziert hat.

"Ein Arbeiter, der nicht nur ein ,verhinderter Kapitalist’ sein will und dem es also ernst ist mit dem Kampf gegen jede Ausbeutung, der beugt sich nicht der verächtlichen Gewohnheit, harmlose Tiere auszubeuten, der beteiligt sich nicht an dem täglichen millionenfachen Mord, der an Grausamkeit, Rohheit und Feigheit alle Schrecknisse des Weltkrieges in den Schatten stellt [...]. Entweder man will gegen die Ausbeutung kämpfen, oder man lässt es bleiben. Aber wer als Sozialist über diese Forderung lacht, der weiß nicht, was er tut. Der beweist, dass er nie im Ernst bedacht hat, was das Wort Sozialismus bedeutet.” Leonard Nelson

Es bleibt dabei: Tiere haben Rechte.

Vielen Dank für den Artikel.