RE: Kann ich da noch einkaufen? | 21.02.2013 | 11:51

"Aber was soll ich denn machen? Ich kann dort einfach nicht mehr einkaufen. Soll ich jetzt meine Empathie überwinden..."

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Auf keinen Fall die Emphatie überwinden, bitte! Genau darum geht es ja in dem Kommentar: Was kann man tun, wenn man merkt, dass der Boykott-Reflex die Empathie nicht befriedigt, wenn einem klar wird: das ist nicht das wirksamste Mittel.

Gegen einem Konsumverzicht aus Gewissensgründen ist ja nichts zu sagen. Es ist dann aber ein moralische Akt, nicht automatisch ein politisch wirksamer.

RE: Kann ich da noch einkaufen? | 21.02.2013 | 11:43

Ich stimme mit Ihnen überein, dass es Aufgabe und Sinn der Politik ist, hier einzugreifen (und überdies noch effektiv). Aber das heißt ja nicht, dass man als Konsument die Hände in den Schoß legt, oder? Proteste gegen die Realität der Zeitarbeit scheinen mir durchaus sinnvoll.

RE: Kann ich da noch einkaufen? | 21.02.2013 | 11:39

"nach der zweiten Generation Arbeitslager" bezieht sich eindeutig auf die NS-Arbeitslager. Also bitte den Ton wechseln.

RE: Kann ich da noch einkaufen? | 20.02.2013 | 16:20

Aber "Arbeitslager" - ehrlich? Ein Nazivergleich? Too much, I think

RE: Kann ich da noch einkaufen? | 20.02.2013 | 16:18

Dagegen ist nichts einzuwenden.

Ich denke eben, man kann auch etwas für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen tun.

RE: Kann ich da noch einkaufen? | 20.02.2013 | 15:59

Zumindest diejenigen, die sich für die Interessen der betroffenen Arbeitnehmer einsetzen, halten von einem Boykott nichts, bezeichnen ihn als ultima ratio. Das scheint Ihnen offensichtlich nicht zu denken zu geben. Natürlich kann man diese Leute schwächen, ihre Argumente abtun. Dann darf man sich aber nicht auf der Seite jener wähnen, die in dem Beitrag über Amazon erwähnt werden.

Gewerkschaften sind vieles, auch vieles, was man mit guten Gründen blöd finden kann. Aber eines sind Gewerkschaften sicher nicht: Charity-Organisationen, mit denen man sein Gewissen beruhigen könnte. Insofern führt ihr Vergleich in die Irre.

Sie haben aber in einem anderen Punkt Recht: Wenn Milliarden Menschen so handeln würden, dann wäre ein Boykott eventuell hilfreich. Nur ist das realistisch?

Ich bleibe dabei: In der für Amazon ohnehin umsatzschwächsten Zeit wäre selbst der denkbar erfolgreichste Massen-Boykott kontraproduktiv, weil er gar nicht zum gewünschten Erfolg führen kann. Der Fehlumsatz für Amazon wäre immer noch viel zu gering, um nachhaltige Änderungen zu bewirken.

Ein Milliarden-Konzern wie Amazon lässt sich nur schwer an den Umsätzen, dafür aber leicht an seiner Kundenorientierung packen. Ich wette: Ein durch Protestmails blockiertes Kundencenter würde garantiert mehr Reaktionen auslösen, als die Summe verweigerter Einkäufe.

RE: Kann ich da noch einkaufen? | 20.02.2013 | 12:26

Der Geldbeutel ist wirklich das stärkste Mittel, dass dem Verbraucher zur Verfügung steht - nur hilft das Geld darin den Arbeitnehmern am meisten, wenn es nicht in Konsum, sondern einer Gewerkschaft zufließt.

RE: Kann ich da noch einkaufen? | 20.02.2013 | 12:16

Was die spanische Protagonistin angeht, hat zwar nicht Amazon, aber offenbar die Betreiber der Unterkünfte schon reagiert: Falsch berichtet: Ex-Amazon-Zeitarbeiterin wirft ARD-Reportern Verfälschung vor

RE: Spätzle oder Moral? | 15.01.2013 | 15:21

Okay, aber dann ist von jetzt an Kehrwoche.

http://www.youtube.com/watch?v=fTYMqVe-MMM