Nancy Faeser: SPD-Innenministerin macht CSU-Politik

Porträt Ungutes Déjà-vu: Nancy Faeser will die Zahl der Geflüchteten in der EU klar begrenzen. Sie setzt damit die rigide Politik ihres Vorgängers Horst Seehofer fort – und verlässt die Linie ihrer eigenen Partei in Fragen der Asylpolitik
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 42/2022
Nancy Faeser kennt keine Kompromisse bei der Bekämpfung rechter Gewalt. In der Asylpolitik leider schon
Nancy Faeser kennt keine Kompromisse bei der Bekämpfung rechter Gewalt. In der Asylpolitik leider schon

Foto: Stefan Boness/Ipon/Imago Images

Da staunten selbst Jungsozialisten: „Sprachlos“ machten ihn die Äußerungen seiner SPD-Genossin Nancy Faeser, sagte der stellvertretende Juso-Chef Birkan Görer in der vergangenen Woche. Und ergänzte, dann doch nicht ganz sprachlos, der Zusammenhalt der Gesellschaft dürfe „niemals auf Kosten der Hilfsbedürftigsten aufs Spiel gesetzt werden“.

Was war geschehen? Die Ministerin hatte auf Twitter erst die großzügige Aufnahme ukrainischer Kriegsflüchtlinge gelobt und dann hinzugefügt: „Derzeit kommen auch über das Mittelmeer und die Balkanroute wieder erheblich mehr Menschen nach Europa. Das macht mir Sorge. Wir müssen klar für eine Begrenzung sorgen.“ Nicht nur beim Juso-Vize, sondern auch bei den

%sparen