Konzert in Palmyras Ruinen

Ergreifend St. Petersburger Mariinski-Orchester und Valery Gergiev vor großem Publikum
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Eingebetteter MedieninhaltDer Stardirigent Valery Gergiev sagte vor Beginn des Konzerts, er habe nie geglaubt, dass er in diesem prachtvollen Amphitheater auftreten werde.

Auf dem Programm standen die Chaconne aus der 2. Partita d-moll für Violine allein von Johann Sebastian Bach (Interpret Pawel Miljukow), Rodion Schtschedrins Kadril für Cello und Orchester (Solist Sergej Roldugin) und Sergej Prokofjews Klassische Symphonie D-Dur, op. 25. Das Publikum genoss die Aufführung sichtlich.

Putin per Video zugeschaltet, sieht das Konzert als Symbol der Wiedergeburt von Palmyra und Zeichen der Dankbarkeit an alle, die gegen den Terror kämpfen, ohne ihr Leben zu schonen.

Sieht man allein die Arbeit der Minenräumer und Sprengstofftechniker, die ihre Arbeit nun in den Wohnvierteln fortsetzen. Die Pioniere in Palmyra haben bereits insgesamt 825 Hektar Fläche und 8.500 Gebäude von Sprengkörpern gesäubert und rund 18.000 brisante Gegenstände aufgespürt und entschärft.

Sie haben mit neuen, komplizierten Methoden zu tun, welche die Terroristen bei der Sprengsatzlegung angewendet hatten. Die Sprengladungen waren Funk- und drahtgesteuert und es gab sogar viele verschiedenartige Sprengfallen. Die Russen hatten andere Länder eingeladen, beim Minenräumen zu helfen, aber die Bitte blieb leider ohne Resonanz.

Die Mitglieder einer russischen Delegation unter Leitung des russischen Kulturminister Wladimir Medinski sowie UNESCO-Experten hatten heute in Palmyra Fragen der Wiederherstellung der vom IS zerstörten bzw. beschädigten Objekte des Weltkulturerbes erörtert. Russland ist bereit, eine Expertengruppe für einen Wiederaufbauplan nach Palmyra zu schicken, denn er sieht dieses Projekt als Sache der Völkergemeinschaft.

23:46 05.05.2016
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Geschrieben von

Stine

Europa hatte zweimal Krieg der dritte wird der letzte sein gib bloß nicht auf, gib nicht klein bei das weiche Wasser bricht den Stein.
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