suppensalz

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: WUMS – peng – daneben | 29.05.2009 | 00:48

tja, die grünen...

einst aus der 68er-bewegung hervorgegangen...

anti-atomkraft auf den fahnen...

ökologisierung sollte als begleiter der ökonomisierung/rationalisierung/technisierung etabliert werden...

INTERESSEN, ZIELE, IDEOLOGIE, im kleinen kreis entstanden und über die 80er und 90er mit zunehmender anhängerschar; gleichziehen mit der fdp hinter den beiden grossen volksparteien und 98 sogar erklimmung des bundestags-olymps!!!

doch macht will, wer einmal ihren süßen geschmack gekostet hat, bekanntlich jeder nur noch äußerst ungern abgeben. doch machterhalt ging nur durch (teil-)verrat der eigenen (ursprünglichen) ideen. risse im eigenen lager... der anfang vom niedergang!!!

betrachten wir doch nur mal joschka fischer, der quasi symbolisch für entwicklung/veränderung der grünen steht:

1. legendäre vereidigung in turnschuhen, ein unikum der (hessischen) politszene, ein mann mit ecken und kanten, der aneckte (und anecken wollte)!!! ungeschliffen, getrieben von einer idee! FEUER(-TEUFEL) IN GRÜN

2. ausgezehrt, hängende wangen, leer! im berliner grossen polit-kampf geschlaucht, abgenommen einen teil von sich selbst verloren/verraten/aufgegeben! REGEN (begossener pudel in grau-grün)

3. wohl(stands-)genährt, machtgeschwängert, mittelwegskompromissler, präsentieraugust, (para-)phrasenschweisen! GRAU(-rot), grünschimmer am horizont... GEWITTER

4. verschwunden von der bildfläche... NEBEL

quo vadis, grüne???

RE: WUMS – peng – daneben | 28.05.2009 | 02:52

naja, bei guten fußballern sagt man, dass ein ordentlicher WUMS (BUMS) hinter dem schuss steckt...

bei europa fehlt es oftmals noch an dieser (politischen entscheidungs-) kraft!!! ein mangel an WUMS dahinter eben...

RE: WUMS – peng – daneben | 27.05.2009 | 02:23

das problem an der ganzen sache ist nur: für die europawahl interessiert sich kein schwein...

und hinterher ist auch schnell wieder gras über die ganze sache gewachsen!

damit sich daran was ändert, muss es in europa erst noch kräftig WUMSen...

die eu kommt allzu oft noch als zahnloser tiger daher, der im bürokratenkäfig sitzt!

sind zahnlose tiger eigentlich vegetarier und somit grün...

zumindest claudia kommt des öfteren doch auch recht bissig rüber.

doch nicht vergessen: grün ist die hoffnung!!!!!

RE: Bundesweit Abiturprüfungen in der Dunkelkammer? | 12.05.2009 | 20:03

die abiturprüfungen sind doch nur die spitze des eisberges.

dass viele lehrer ihre klausuren gerne immer wieder schreiben, damit sie nichts neues konzipieren müssen, ist schliesslich ein alter hut. wer hat nicht selbst von älteren geschwistern oder mitschülern höherer klassen bekommen bzw. an jüngere geschwister oder mitschüler niedrigerer klassen weitergegeben...

und auch sonst ist doch schon so manche note aus der tiefe des raums gekommen...

RE: Bildungspolitik – ab im Gänsemarsch | 12.05.2009 | 02:26

so wie es aussieht, lerne ich in der blogosphäre mehr als am studienseminar. auf ihrer bildungswirt-seite habe ich jetzt jedenfalls schon einige interessante anregungen entdecken können. dafür vorerst danke!

bin gespannt auf den extra-blogbeitrag...

RE: Bildungspolitik – ab im Gänsemarsch | 11.05.2009 | 02:46

theorie in köpfe ballern beispielhaft ausgeführt:

gegenstand einer modulsitzung sind hilbert meyers "zehn merkmale guten unterrichts":
1. klare strukturierung des lehr-lernprozesses
2. intensive nutzung der lernzeit
3. stimmigkeit der ziel-, inhalts- und methodenentscheidungen
4. methodenvielfalt
5. intelligentes üben
6. individuelles fördern
7. lernförderliches unterrichtsklima
8. sinnstiftende unterrichtsgespräche
9. regelmäßige nutzung von schüler-feedback
10. klare leistungserwartungen und - kontrollen

es werden gruppen zu jedem der merkmale gebildet, deren aufgabe es anschliessend ist, das merkmal im plenum zu präsentieren. reine inhaltliche wiedergabe (in anderen worten, nett aufbereitet für die gruppe, bunte kärtchen, etc.)!!!
das ist für mich theorie in köpfe ballern!!! wertvolle seminarzeit verschwendet... den artikel hätte auch jeder zuhause lesen können.

keine kritische auseinandersetzung damit, ob die merkmalliste vollständig oder gut ist, kein erarbeiten einer eigenen liste, gänsemarsch auch in der lehrerausbildung!!!

traurig, aber wahr...

RE: Einigkeit mit Altbundeskanzler Helmut Kohl | 10.05.2009 | 19:00

zum thema denkmal:

besser als viele der vorgestellten vorschläge wäre ein kohl-buddha allemal. was beispielsweise eine riesengiraffe mit der deutschen einheit zu tun haben soll, wird mir nicht wirklich klar... im besten sinne könnte man vielleicht noch sagen, dass sie mit ihrem langen hals über die mauer schauen konnte...

zumal der kohl-buddha, so er denn selbst zustimmen würde, gerade in einer touristenmetropole wie berlin auch mit dem vorurtei aufräumen würde, wir deutschen wären nicht weltoffen und könnten nicht auch über uns selbst lachen...

allerdings steckt hier durchaus auch einige brisanz drin, denn ein missverständnis in richtung kohl- oder buddha-verarsche ist sicherlich nicht undenkbar...

vielleicht hat kohl aber ohnehin sein denkmalrecht durch die schwarzgeldaffäre verwirkt...

RE: Einigkeit mit Altbundeskanzler Helmut Kohl | 09.05.2009 | 22:52

es gibt allerdings auch andere nette zitate zur kmk:

gerhard schröder: "wir müssen die deutsche schule retten und nicht die kultusminister"

christian wulff: (niedersachsen zahle jährlich rund 2,5 Millionen Euro an die kmk. dieses Geld solle nun für eine qualitätsverbesserung an Schulen eingesetzt werden) "statt für die bürokratie von 250 leuten, die zum teil nichts anderes tun, als vom grünen tisch aus konzepte theoretisch zu entwerfen und dann gegen gewichtige einwände rechthaberisch zu verteidigen"

reaktion aus dem kmk-präsidium (wolf/zöllner) nach wulffs aussagen: "die verantwortung für die bildung liege im föderalen system bei den ländern. um die vergleichbarkeit von schul- und hochschulabschlüssen sowie mobilität zu gewährleisten, sei aber die länderübergreifende zusammenarbeit notwendig. dies stelle die kmk sicher."

letztlich ist niedersachsen dann (doch) nicht ausgetreten...

ob wulff nicht aber doch recht hatte, wurde zumindestens öffentlich nicht mehr ausdiskutiert!

die ganze bildungsmisere zeigt sich dann jedoch wieder in der antwort aus dem kmk-präsidium. hier wird von mobilität gesprochen, die durch die arbeit der kmk gewährleistet werde. traurig ist aber, dass es dabei nicht um mobilität im geiste (der schülerinnen und schüler) geht, sondern vielmehr quasi um eine mobilität des papiers. es ist schön und gut, dass ein in bundesland a begonnener schulbesuch in bundesland b fortgesetzt, abgeschlossen und zertifiziert werden kann, aber die entscheidenden fragen (lehrerausbildung, gänsemarschunterricht www.freitag.de/community/blogs/bildungswirt/bildungspolitik--ab-im-gaensemarsch)bleiben weiter unangegangen. (ich weiss, dass die wulff-äußerungen aus dem herbst 2004 stammen, das macht es aber umso schlimmer...)

wieso sollte eigentlich nicht ein bundesland aus der kmk austreten und ein landeseigenes, auf die mobilität des geistes ausgerichtetes abitur entwickeln und umsetzen. mobil im geiste wird man sich dann sicherlich auch in anderen bundesländern behaupten können! wie das genau aussehen soll, dieses geistmobile abitur, weiss ich selbst auch nicht im detail, aber eine ansammlung schlauer köpfe (die man in der kmk vermuten sollte) könnte hier doch sicherlich hirnschmalz reinstecken.

da ruft helmut kohl aus dem off: die doch net, die sind doch reaktionär...

in diesem sinne einen schönen samstag abend!

RE: Bildungspolitik – ab im Gänsemarsch | 09.05.2009 | 13:52

"bildung wird zur ware gemacht"

geld wird immer dort verdient, wo es die möglichkeit dazu gibt! das staatliche schulwesen geht am stock, probleme hinten und vorne, oben und unten, gänsemarsch ins unglück!!! privatschulen schießen aus dem boden, der nachhilfemarkt boomt, auch aus dem abitur lässt sich ordentlich kohle machen (alte aufgaben, vorbereitungskurse, etc.).

nun gilt es ja nicht die privatschulen zu verteufeln, wer kann es den besorgten eltern verübeln, wenn sie richtig geld in die hand nehmen, damit aus ihrem kind/ ihren kindern mal was wird. schliesslich scheint es ja auch nur an der (eigenen) privatschule möglich zu sein neue wege zu gehen, die bürokratiemühle zu umgehen, entscheidungen taten folgen zu lassen! die entscheidende frage ist aber ohnehin nicht, ob privatschulen in den himmel zu loben oder zu verteufeln sind, sondern welches zeugnis der steigende zuspruch für privatschulen dem öffentlichen schulwesen ausstellt!?

in deutschland rühmt(e) man sich (in der politik) nur allzu gerne damit: "bildung für alle - umsonst!". doch die dahinter verborgene kostenfreiheit und die gleichen chancen für alle, scheinen sich zu verflüchtigen... das abitur auf dem papier zertifiziert (in deutschland ist papier immer sehr wichtig), aber im kopf die große leere! alles umsonst!!!???

wer hat nicht schon selbst den alten ratschlag gehört:

was nichts kostet, ist auch nichts!!!

zeit für unsere bildungspolitiker diesen satz zu entkräften...

RE: Bildungspolitik – ab im Gänsemarsch | 09.05.2009 | 03:22

für mich stellt sich dennoch die frage, was die alternative zum gänsemarsch ist? oder besser, wieviel gänsemarsch ist dennoch notwendig?

auch ein länger eingliedriges schulsystem bietet beispielsweise an sich keine antworten auf die frage des "wie" des lernens. hier wird jetzt der montessori-ansatz angepriesen, aber es fehlen doch noch an allen ecken und enden die rahmenbedingungen, um eine solche didaktik umzusetzen. an erster stelle sind da die lehrer zu nennen, die dazu doch gar nicht in der lage sind, weil sie im refrendariat überhaupt nicht diesbezüglich ausgebildet werden. an den studienseminaren ist nämlich ebenso gänsemarsch angesagt und es wird theorie in die köpfe geballert. unterrichtsbesuche verkommen zu zirkusshows die nichts bis wenig mit der realität in deutschen schulzimmern zu tun haben und die modularisierung der ausbildung tut ihr übriges dazu eine nachhaltige lehrerausbildung zu torpedieren.

steckt das problem vielleicht nicht schon allein darin, dass individuell verschieden lernende gemeinsam unterrichtet werden? nein, werden alle befürworter sogenannten binnendifferenzierten unterrichts sofort entgegenhalten, aber praktisch sucht man ihn dann doch vergeblich. es ist allerdings auch unzumutbar von lehrern zu erwarten, dass sie - auf die spitze getrieben - für jeden einzelnen lernenden ein individuelles lernkonzept (z.b. individuelle arbeitsmaterialien jede unterrichtsstunde) vorbereiten.