Vielleicht hat Wagenknecht doch recht

Aufstehen & Co. Und vielleicht ist die Mehrzahl der Menschen doch nicht ganz so blöd, so neurechts etc. wie gern unterstellt.
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Ja, frei nach Frank Schirrmacher dieser Titel. Und vielleicht ist die Mehrzahl der Menschen doch nicht so blöd, so neurechts, so fremdenfeindlich, so antisemitisch; und ist nicht so zu instrumentalisieren, wie das von der großen Politik und den formierten Medien dargestellt, in Form einer Art Publikumsbeschimpfung als Endlosschleife wiederholt wird.


Die jüngsten Zahlen des sog. "Deutschlandtrend" kann man zumindest dahingehend interpretieren.

Kriminalität, Sozialpolitik, Renten und Pflege sowie ein bezahlbarer Wohnraum.


Diese Themen stehen weit über dem Hype um die richtige Flüchtlingspolitik. Klar, die mit Sicherheit nicht wenig suggestiven Fragen nebst der Auswertlogiken werden Schlimmeres verhindert haben und das bekannte Diktum des "traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hat", das dürfte auch auf diese Umfrage zutreffen.

Dennoch, mehr als nur in Ansätzen erkennbar und über andere Kanäle verifizierbar ist es für alle diejenigen, welche außerhalb der guten politisch-großmedialen Blase mitten in der tagtäglichen Realität stehen - und offenen Auges, am eigenen Leibe erleben dürfen, wie alle bislang gewohnte Infrastruktur den sprichwörtlichen Bach runter geht.

Für mich ist klar, dass die böse, böse AfD doch Fleisch vom Fleische der neoliberalen, neoimperialen Unkultur ist; wenngleich (Achtung: Verschwörungstheorie) wohl nicht ebenso bewußt geschaffen wurde wie die guten Weißhelme. Das Thema der Flüchtlinge und der Migration überhaupt wird nicht nur hierzulande und nicht nur von der AfD in den bekannten, propagandistisch aufbereiteten pontemkinschen Dörfern abgehandelt, oft lediglich gespielt und manchmal richtiggehend zelebriert bis runter in den Familien- und Freundeskreis; im Sinne von:

The Good, The Bad and The Ugly ...


Zugestehen muß man den systemfrommen Guten, dass sie es via der Flüchtlingsthematik geschafft haben auch die Linke weitgehend einzugemeinden. Wohlgemerkt: die institutionelle Linke, deren Wähler eher weniger ...

Nicht zuletzt ist ebenso klar: Solange der gute, abendländische Westen unter Führung der USA und mit aktiver Beteiligung der NATO-Länder nebst der anderen, treuen Vasallen nicht damit aufhört, diverse sog. Schurkenstaaten mit "Regime-Change" zu überziehen, weite Teile des Nahen- und Mittleren Ostens in die Steinzeit zu bomben und große Teile Afrikas weiterhin neokolonial auszubeuten,

solange ist die genau daraus resultierende Flüchtlingsthematik ein primär pontemkinsches Dorf.

Menschen in Not -keine Frage- muss geholfen werden. Sich lediglich an den Symptomen abzuarbeiten, das ist zuwenig!

Nicht nur "zu wenig", sondern oft gar kontraproduktiv, ganz bewußt und in erkennbar sehr partikularem Interesse die Ursachen zu verschweigen oder wenigstens zu relativieren. Wenn nun also die AfD sich anschickt, bundesweit die zweitstärkste politisch-demokratisch legitimierte Kraft zu werden, die bellizistisch-transatlantisch aufgestellten Grünen breits überholt hat und die erkennbar neoliberal gewendete SPD wohl in Bälde überholen wird,

dann wird es hohe Zeit für eine wirkliche Ursachenforschung.


Genau diese Verweigerung einer realistischen Ursachenforschung nach innen und nach außen zieht sich wie ein roter Faden durch den politisch-medialen Mainstream nebst derer an der Bande hampelnden Unterstützer.

Aber die Tür einfach zuzumachen, die Frau in der Küche mit dem Abwasch allein zu lassen, das hilft nicht mehr ...

18:10 03.08.2018
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Geschrieben von

sutrebe

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