Svety

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RE: Bitte kein Genderama! | 20.04.2009 | 16:46

"4. Gerade linke Männer halten ihre Einstellung, die Jubelperser des bürgerlichen Feminismus zu sein für fortschrittlich. Ich aber sage euch: Ihr habt lediglich auf eine echte Reflexion der eigenen Rolle verzichtet und eine Fremdzuschreibung adaptiert.
Das aber ist bequem, denkfaul und das Gegenteil fortschrittlich"

Bravo, vielen Dank!

RE: Bitte kein Genderama! | 17.04.2009 | 13:54

@attac.peter II:

"warum kritisierst du nicht, dass Hoffmann vorschlägt mit Jungen Identifikationen zu machen, wo sie Krieger , Magier usw. sein können. Ich sagte es schon, viele Jungen finden solche mittelaterlichen Spiele heute langweilig. Ich halte Busido zumindest für wesentlich ungefährlicher als nen Krieger!"

-> Sie finden es gefährlich, dass ein Kind "Krieger" oder "Magier" spielt? Meine Güte. Ich würde drauf wetten, dass Sie selbst als Junge Cowboy oder Räuber und Gendarme gespielt haben. Und? Sind Sie heute deshalb zum Gewalttäter geworden? Beim "Krieger" geht es doch nicht darum zu töten - sondern Mut, Verantwortung (auch für andere), Geschick und Strategie zu erlernen! Und diese Tugenden sind heute sogar wichtiger (für Jungen und Mädchen gleichermaßen) als je zuvor!

Sie halten Vorbilder wie "Bushido", "Sido", "King Orgasmus One" und wie sie alle heißen für "weniger gefährlich"? Haben Sie sich jemals mit deren Texten auseinander gesetzt? Haben Sie sich je mit dem archaischen Anachronismus diese Schlages auseinander gesetzt?

Man kann von Alice Schwarzer - ebenso wie von Herrn Hoffmann - halten, was man will, im folgenden, von mir verlinkten Beitrag auf Youtube, in dem Sie den frauenfeindlichen "Rapper" "King Orgasmus One" interviewt, bin ich zu weiten Teilen schlicht der Meinung Frau Schwarzers. Das sollten keine Vorbilder sein: www.youtube.com/watch?v=5uJ56utizCo

Einer der wenigen nennenswerten Rapper, der meiner Meinung nach für postive Werte steht , ist "Curse". Ein Beispiel: www.youtube.com/watch?v=3GDIPa41ERk

Sie nennen Hoffmann einen "Eva Hermann -Verteidiger". Haben Sie das Buch überhaupt gelesen?

Ich persönlich halte von Eva Herman gar nichts. Ich habe z.B. ihr "Eva-Prinzip" gelesen (weil ich der Meinung bin, dass ich Dinge kennen muss, bevor ich darüber urteile). Das Buch ist eine Katastrophe, teils sehr "backlashig". Ich kann das aber auch nur äußern, WEIL ich es, mit spitzen Fingern wohlbemerkt, gelesen habe.

Das Buch von Hoffmann aber, die Kritik an der "Hexenjagd" auf Herman, ist brillant; einfach weil es die Funktionsweise des Großteils der Medien als verlogen und einseitig entlarvt. Meinungen werden nach Bedarf gestutzt und zensiert, genehm ist, was genehm sein darf. Das macht mir Angst, denn genau das erinnert mich an die schlimmste Zeit Deutschands.

RE: Bitte kein Genderama! | 17.04.2009 | 13:50

@attac.peter I:

Nochmals zum Mitschreiben: Es geht eben GENAU darum, "den Jungs" alle möglichen Rollen anzubieten und nicht, wie Sie schreiben "nicht individuell" auf sie einzugehen. Ist das so schwer zu verstehen? Insofern - wie gesagt, SIND wir wohl eher einer Meinung. Im Übrigen: die Svety und nicht der Svety.

Sie schreiben: "In der heutigen Arbeit mit Jungen muss es darum gehen, sich auf die Bedürfnisse und Wünsche, Probleme und individuellen Lebensumstände ( mit/ohne Vater, mit/ohen Freunde, dick/dünn, an Musik/Sport interessiert, zurückhaltend, raufend, migrantisch, gewaltbereit, Opfer von Gewalt, arm, reich.... behindert, nicht-behindert..., Klasse, Religion,...)."

-> Nochmals: 100% Zustimmung, genau darum geht es, genau das sollte erreicht werden. Sie haben sich doch nie im Leben tatsächlich mit der neuen Männerrechtsbewegung auseinander gesetzt?

Sie schreiben: "All das wir von Svety und Hoffmann und der sich selbst als Männerbewegung bezeichnenden Kleingruppe um genderama nicht im geringsten berücksichtigt."

-> Sie kennen sich aber aus, mein lieber Mann. Was veranlasst Sie zu dieser Unterstellung?

"Svety wirft mir vor, dass ich u.a. (!) Bushido als jemanden bezeichnet habe, den Jungen für sich als Identifikationsfigur nehmen. Lieber Svety: so isses aber! Mir die Frage zu stellen, ob ich ihn als ein gutes Vorbild sehe ist ne andre."

-> Ich habe nicht "vorgeworfen", sondern gefragt. Und Bushido, dessen Name im Übrigen übersetzt "Weg des Kriegers" bedeutet, halte ich nicht für ein gelungendes Vorbild: gewaltverherrlichend, frauenfeindlich, beleidigend - das ist doch wohl wirklich, lieber attac.peter, kein Vorbild, oder sehen Sie das etwa anders?

"Da Du aber nur Bushido kritisierst und nicht das was Hoffmann vorschlägt, nähmlich sich als Junge mal als Krieger auszuprobieren, halte ich in der heutigen Welt für ausgesprochen rückwärtsgewandt."

-> Dass ich Hoffmann auch kritisiere ("Junge Freiheit") dürfte klar sein. Versuchen Sie also bitte nicht, mir suggestiv meine Selbstbestimmung abzuerkennen.

RE: Bitte kein Genderama! | 16.04.2009 | 12:57

@THX1138:

"Diesen Frauen sollten die Medien wesentlich mehr Gehör schenken (...)"

->Wieso fordern Sie das nicht auch für die neue (nicht-pro-feministische) Männerrechtsbewegung, die derzeit von den Medien weiterst gehend ignoriert wird?

"Ich kann nur jedem interessierten Mann (und natürlich auch jeder interessierten Frau) empfehlen, bei den Alphamädchen einmal vorbei zu schauen- es lohnt sich!"

->In jedem Fall. Man (frau) wird neben einigen nicht unwichtigen Dingen z.B. erkennen, wie ambivalent die "Alphamädchen" oft argumentieren und auch zum Teil männerfeindlich und respektlos. Ich ärgere mich darüber sehr! Sie hatten eine wirkliche Chance etwas zu verändern - und hauen wieder in die selbe alte Lila-Latzhosen-Kerbe.

"Und noch etwas: In einer durch und durch wiedersprüchlichen Zeit gehören Wiedersprüche zum guten Ton- auch bei den Alphamädchen- so what? Diese Frauen haben wirklich etwas zu sagen- wenn auch nicht immer das richtige- aber zuhören sollte man ihnen wenigstens!"

-> Weshalb, glauben Sie dann, hat Rönicke dann diesen Artikel überhaupt verfasst? Steht Hoffmann nicht zu, was Sie den "Alphamädchen" einräumen?

RE: Bitte kein Genderama! | 16.04.2009 | 12:49

@attac.peter:

". Wenn schon Identifikationsspiele vorgeschlagen werden, dann bitte individuell auf die Jungen zuschneiden!"

Nein, das genau eben nicht. Darum geht es doch: Nichts auf jemanden zuschneiden, sondern ihm die Möglichkeit geben neue Dinge, unbekannte Dinge zu erfahren und wissentlich bei Bedraf aus diesen ihm eröffneten Rollen zu schöpfen.

Und: Sie halten "Bushido" doch wohl nicht ernsthaft für ein Vorbild?

RE: Bitte kein Genderama! | 15.04.2009 | 19:48

@ Katrin III:

Und genau das ist das Problem am zeitgenössischen Feminismus - er misst ununterbrochen mit zweierlei Maß.

Ich sage nicht, dass Sie eine Männerfeindin sind - ob das so ist, kann ich nicht wissen. Ich weiß aber - jede(r) kann es nachlesen - dass es Artikel gibt, in dem Blog, für welches Sie schreiben, die sehr wohl respeklos und männerfeindlich sind.

Sie schreiben: "Weswegen ich ganz selbstbewusst diesen meinen Antwortskommentar beende und verbleibe mit: Stellen Sie ihre dreckigen Schuhe jemand anderem hin - ich werde sie mir nicht anziehen."

Ich schreibe: Bravo - so kommen wir weiter. Sie fordern von Herrn Hoffmann, er müsse sich auch "den Töchtern" annehmen - Frau Rönicke, liebe "Alphamädchen" fangt bitte an, statt zu kritisieren.

RE: Bitte kein Genderama! | 15.04.2009 | 19:39

@ Katrin II:

Und es ist ja nicht so, dass ich Ihre "Mädchenmannschaft" nicht schon mal besucht hätte. Ich bin - nachdem ich sogar "Ihr" Buch gelesen habe und es zu fast 80% für gut befunden habe - immer wieder erstaunt, wie in dem Blog mit zweierlei Maß gemessen, und sehr wohl männerfeindlich und respektlos geschrieben wird.

Männer werden bei Ihnen schon mal als "Hunde" bezeichnet, oder Geschlechtsteile als "Eier" - von Frauen wohlbemerkt. Ich empfinde das in einem Blog, das sich um vermeintliche "Gerechtigkeit" bemüht einfach als respektlos.

Aktuelles Beispiel ambivalenter Beurteilungen von Geschlechterthemen auf "Mädchenmannschaft": Die Schreiberinnen der Mädchenmannschaft setzen sich in Worten gern und ausdrücklich gegen frauenfeindliche und/oder sexistische Werbung ein. Dem kann ich zustimmen - aber das ist nur meine persönliche Meinung und kein Meinungsdiktat.

Ihre Kollegin Meredith schreibt aktuell selbst über einen Werbespot, der über "sexy Männerkörper" ein Getränk verkaufen soll: "Achtung, Sensation: Männerkörper werden jetzt auch zum Konsumgut-verkloppen genutzt!" Und weiter: "(...)Das jedenfalls müssen wir schließen aus dem Werbeclip zu dem Getränk. Darin springen vier hervorragend gebaute, verführerische, strahlende Modells durch einen Apfelhein, schälen sich aus ihren Klamotten, baden in einem Wasserfall und rocken anschließend eine Party. Die Modells sind Männer (und leider wird ihr erotischer Effekt durch die Tatsache, dass sie Playback singen relativ drastisch abgemildert)."

Liebe selbsterdachte "Alphamädchen" - was denn nun? Sexistische Werbung pro oder contra? Ich kann mich nicht auf der einen Seite über nackte Frauen aufregen und auf der anderen Seite bei nackten Männern laut jauchzen. Das ist einfach nicht authentisch.

RE: Bitte kein Genderama! | 15.04.2009 | 19:38

@Katrin I:

Liebe Katrin,

über meine dreckigen Schuhe brauchen Sie sich wirklich nicht den Kopf zu zerbrechen. Für ehrliche Gleichbrechtigung zwischen Männern und Frauen und gegen ideologische feministische durchgegenderte Grabenkämpfe gehe ich nämlich barfuß über Scherben, wenn es sein muss.

Im übrigen habe ich Sie überhaupt mit keinem Wort "persönlich" angesprochen oder gar bewertet - bei aller etwaiger Egozentrik. Und Herrn Hoffmann finde ich nicht "cool" - sondern ich halte seinen Blick und seine Publikationen in der gesamten Diskussion für ausgesprochen wichtig. Für Herrn Hollstein gilt das im Übrigen auch.

Ehrliche und - ganz wichtig - unverblümte Meinungen von Männern zu Geschlechterthemen findet man heute in einer breiten Öffentlichkeit nämlich fast ausschließlich mit pro-feministischem Anstrich. Und diese Meinungen kann man (frau) sich auch gleich schenken; ich für meinen Teil will nämlich wissen, was ein Mann tatsächlich über eine Sache denkt - und nicht dass er mir nach dem Mund redet.

RE: Bitte kein Genderama! | 15.04.2009 | 14:25

Es ist interessant, zu lesen, wie "Feministinnen" ständig mit zweierlei Maß messen. Ich als Frau (und Spaß dabei!) bekomme ernsthafte Beklemmungen, wenn ich mir vor Augen führe, wie extrem ideologisch Feminsmus und Gender Mainstreaming mittleiweile omnipräsent sind.

Es schüttelt mich gerade zu. Keine Spur von Verständnis für das Gegenüber, das andere Geschlecht; man liest und hört oft genug von der "Beanchteiligung" und "Unterdrückung" der Frauen. Und wenn es im eigenen Land keine Argumente anzuführen gibt, so werden die Männer eben allesamt mit verantwortlich gemacht für die (tatsächliche!) Unterdrückung der Frauen z.B. in Dritte-Welt-Ländern.

Deutsche Frauen, so gewinnt man den Eindruck, bekommen immer weniger den "Hals voll genug", wie man so schön sagt. Wobei "deutsche Frauen" einige wenige sind - vdL vorne weg - , die lauthals nach immer mehr Förderung der "benachteiligten" Mädchen und Frauen schreien.

Für Jungs und Männer gibt es von staatlicher Seite schlicht gar nichts - keine "Starthilfe", keine "Förderung" - gar nichts. Männer haben ja nicht einmal ein für sie explizit zuständiges Ministerium.

Der Autor Arne Hoffmann - im Übrigen im Jahr 2004 mit dem Belfort-Bax-Preis ausgezeichnet, "(...)in Würdigung seiner bahnbrechenden sozialwissenschaftlichen, ökonomischen und juristischen Analysen auf dem Gebiet der Gleichberechtigung der Geschlechter (...)" - macht den FeministInnen und selbst ernannten Alphamädchen schilcht und einfach Angst. Genau, wie z.B. MANNdat.

Plötzlich nämlich merken Sie, dass es Widerstand gibt - und der wächst. Nicht nur von Männern - auch von Frauen, die endlich in Frieden miteinander leben möchten.