Man kann in niemanden hineinschauen

Wegschauen ‘Man kann in die Menschen nicht hineinschauen’, so heißt es immer. Ich würde sagen, man kann in manche Menschen nicht hineinschauen, sehr wohl aber in die, die ...
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‘Man kann in die Menschen nicht hineinschauen’, so heißt es immer. Ich würde sagen, man kann in manche Menschen nicht hineinschauen, sehr wohl aber in die, die ihr Hirn freilegen und den Inhalt offenlegen und dadurch andere daran teilhaben lassen, indem sie schreiben, singen, oder einfach nur sprechen. Und selbst die, über die dann die zuerst unachtsame Mehrheit später sagt, man hätte nicht in sie hineinschauen können, outen sich dadurch, dass sie sich niemals outen, bis sie sich dann eben outen. Doch dann ist es wieder mal zu spät für die Mehrheit aus ihrem Schlummer aufzuwachen, der sie zuerst im Griff hat, danach auch und nur für eine kurze Weile einmal nicht greift und einlullt, wenn etwas sie aus ihrem Schlaf reißt und sie aufgeweckt empört murren lässt. Ich würde also sagen: wer stets wegschaut, kann in niemanden hineinschauen. Mit anderen Worten: wer dauernd damit beschäftigt ist die Augen zu verschließen, sie geschlossen zu halten, also wegzuschlafen, ist dann wohl ein chronischer Schläfer und seine Empörung kommt dann nicht nur viel zu spät, sondern ist dann auch völlig unangebracht.

Dr. Dr. Immanuel Fruhmann

22:36 09.02.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Sydney Polart

Analyse v Dr.Dr.Immanuel Fruhmann, Ritter des St.Georgs-Ordens. Europäischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringen Philosoph|Coach|Essayist|AmazonBooks
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Sydney Polart

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