„Seit heute heißt BMW Berlin Macht Welle!“

Hertha B. In Berlin kam es in der Nähe des U-Bahnhofs Olympiastadion zu einem gewaltsamen Übergriff: Was wir bisher wissen (Achtung Satire!)
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Gestern Abend um ca. 20.30 Uhr kam es in der Nähe des Berliner U-Bahnhofs Olympiastadion zu einem gewaltsamen Übergriff: eine alte Dame überfiel eine Gruppe von elf Männern und fickte jeden einzelnen von ihnen. Die Opfer sind alle männliche Fußballspieler aus der bayerischen Provinzhauptstadt München und hielten sich wegen eines Turniers in Berlin auf.

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Tatverdächtigen um die 126-jährige Hertha B. Die traumatisierten Opfer wurden von Rettungskräften medizinisch und psychologisch betreut und anschließend in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.

Schlimm genug, dass Berlins Gewaltproblem im öffentlichen Raum eine neue Eskalationsstufe erreicht hat, es ist auch ein rabenschwarzer Tag für die Zivilcourage in dieser Stadt. Zeugen berichten, wie zehntausende Menschen, die sich kurz vor der Tat spontan am Ort des Geschehens versammelt hatten, nicht nur nicht eingeschritten seien, um den Opfern zu helfen, sondern hätten die alte Dame auch immer wieder mit Jubelrufen angefeuert und besungen.

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Viele hätten die Gewalttat sogar mit ihren Smartphones gefilmt. „Dit war rischte jeil Alta!“ schrie ein heiserer junger Mann, der alles mit angesehen hatte. „Seit heute heißt BMW nicht mehr Bayerische Motoren Werke, sondern Berlin Macht Welle!“

Nach der Tatverdächtigen, die unbemerkt flüchten konnte, wird mit Hochdruck gefahndet, zumindest von den verbliebenen Einsatzkräften, die nicht wegen des noch andauernden Staatsbesuches des türkischen Präsidenten Erdoǧan abgezogen wurden. Eine Sonderkommission wurde eingerichtet, die Soko Recep-bringt-Glück. Zum Tatzeitpunkt soll Hertha B. ein blauweißes Top, auf dem ihr Name links auf Brusthöhe eingestickt ist, und eine kurze blaue Hose getragen haben.

Darüber hinaus wurde eine Telefon-Hotline eingerichtet: unter der Nummer 0800-INYOURFACE nimmt die Polizei Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. Bis zum Vormittag seien Tausende solcher Hinweise eingegangen, die meisten davon jedoch gänzlich unbrauchbar: „Da rufen einfach irgendwelche Idioten an und brüllen HA HO HE in den Hörer rein“, lamentiert ein Polizeisprecher. Aber man sei zuversichtlich, die Täterin schnell zu finden, denn wie weit könne eine 126 Jahre alte Dame schließlich kommen?

Sehr weit glaubt dieser Autor. Bis zum Deutschen Meister. In diesem Sinne: HA HO HE, HERTHA BSC!

16:07 29.09.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Timo Al-Farooq

Freier Journalist aus Berlin in London・IG: @talrooq
Timo Al-Farooq

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