Tao Traveller
25.10.2014 | 11:51 318

Mohrrueben statt Mettbroetchen! Nix Sarkasmus

Vegan vertan? Eine spontane Reaktion auf den aktuellen FREITAGS-Artikel von JOERN KABISCH: "Der Koch - Salz und Sarkasmus". Ist Veganismus Privatsache oder Soziale Agenda?

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Tao Traveller

Oberflaechlich betrachtet scheint es um Ethik und Gesundheit zu gehen. Die Psychologie des Menschen ist aber verwickelter als der vegane Schlachtruf "Mohrruebe statt Mettbroetchen!" zunaechst vermuten laesst.

Ich sehe darin vor allem einen friedlichen Buergerprotest gegen Fremdbestimmung.

Das Tier, dessen Qual in der Haltung und Verzehr abgelehnt wird, steht fuer das Ohnmachtsempfinden des Einzelnen in seiner wirtschaftlich/sozialen Umwelt.

Die Pflanze, der vegan Seele und Geist abgeprochen wird, schuetzt das individuelle menschliche Selbstwertgefuehl mit ihrer Wehrlosigkeit wie ein Ringwall aus abgehacktem Dornengestruepp in der naechtlichen Savanne Afrikas.

Veganismus ist ein ehrenhafter Versuch, persoenliches Sein in bedrohlicher Zeit zu behaupten und zu beschuetzen.

Ein gesunder Geist in einem gesundem Koerper emanzipiert den Buerger.

Die Deutsche Politik muss einschreiten! Benachteiligungen der Ernaehrungsindustrie durch gesunde und vollwertige Volksernaehrung kann nicht hingenommen werden ... ganz ohne Sarkasmus geht es vielleicht doch nicht.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (318)

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 13:01

Oje, Tao! Da gibt's aber noch viel dazuzulernen -und leider nicht nur bei Dir! Der Veganismus wurde schon vor 10 000 Jahren erfolgreich praktiziert und die überlieferten Gedanken um die Frage des Tiere-Essens fangen bei Deinem Avatarbild an und ziehen sich bis in die heutige Zeit durch, wo es längst nicht mehr nur eine "Geschmacksfrage" ist, sondern eine, die sich auf allen Ebenen der menschlichen Vernunft stellt!

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 14:35

Fleisch und Milch: Klimakiller NR.1

Der Friedensnobelpreis 2007 an den UN-Weltklimarat is(s)t vegetarisch! Dr. Raijenda Pachauri, der Vorsitzende, antwortet auf die Frage, was er persönlich für den Schutz des Klimas tue: "Ich versuche, bescheiden zu leben und Abfall zu vermeiden. Zudem bin ich Vegetarier geworden, weil ein einziges Kilogramm Fleisch etliche Kilogramm Co2 freisetzt".

Politik und Lobbyisten verschleiern seit über 30 Jahren die Hauptursachen des Klimawandels, nämlich die fatalen ökologischen Folgen der Fleisch-und Milchindustrie. Das Ergebnis: ca.70% des Regenwaldes sind abgeholzt, maßgeblich für Futtermittelanbau und Weideflächen der sog. Nutztiere. Zurück blieben riesige, mit Pestiziden verunreinigte Böden, die selbst für den Hybridpflanzenanbau genmanipulierter Soja-und Maispflanzen ökonomisch unbrauchbar geworden sind. Der Klimakollaps wird hauptsächlich durch Methan, Kohlendioxyd und Stickstoff verursacht, die in der landwirtschaftlichen Tierhaltung entstehen. Allein die 1,3 Milliarden Rinder (bzw. ihre Konsumenten) sind für 12% der weltweiten Methangasemissionen verantwortlich, wobei ein Methangasmolekül etwa 25 mal mehr zum Treibhauseffekt beiträgt, als ein Kohlendioxydmolekül. Saurer Regen sorgt zusätzlich für die Zerstörung der Grünen Lunge in Europa. Verursacht überwiegend durch Nitrat aus Gülle, die quasi auf unseren Feldern als Düngemittel verklappt(entsorgt) wird und sich später als saurer Regen niederschlägt.

(Ich bin einmal zur "Düngungszeit" mit dem Auto durch solche Gebiete in Norddeutschland gefahren- nie wieder! Die Tränen liefen mir bei dem sauren, beissenden Gestank die ganze Zeit über aus den Augen!)

Bereits 80% der Wälder sind geschädigt. Hormone und Antibiotika aus Tierhaltung belasten obendrein weiterhin das Grundwasser und zudem verbraucht die Herstellung von Fleisch enorme Mengen an Wasser!

Durch den Stoffwechselverlust in der Nutztierproduktion wird für 1Kg Fleisch die 7-16fache Menge an Pflanzenergie verschwendet, obwohl 1 Mrd. Menschen vom Hungertod bedroht sind!

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 14:56

Ökologische Folgen der Tierausbeutung

Der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Intituts für terristrische Mikrobiologie Ralf Conrad sagt zum Problem der Klimaerwärmung: "Kurz gesagt, könnte die Parole lauten: Keine Rinder mehr essen, auf Milchprodukte verzichten"

The Food and Agriculture Organizaion of the United Nations (FAO/UNO) stellte in einer im Jahre 2006 von ihr veröffentlichten Studie (Liefstock a major threat to environment) fest:

DASS die Treibhausemissionen der Nutztiere höher sind, als die des gesamten Transportverkehrs.

DASS 70% des abgeholzten Amazonaswaldes für Viehweiden verwendet wurden und der Futtermittelanbau einen Großteil der restlichen 30% belegt.

DASS 70% der weltweiten landwirtschaftlichen Flächen für Viehhaltung verwendet wird.

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 15:26

Mein Beitrag spricht doch für Veganes Essen und bemüht sich darum, seine Motivationsgrundlage vom Kopf auf die Füße zu stellen!

So hatte ich das nicht verstanden!

Dabei kann ich Dir gerne helfen. Aber das muß ich wohl jetzt auch mit meinem eigenen Blogbeitrag machen. Ich hab da mal vor Jahren einen Aufsatz gechrieben über "Die Überlebenssymbiose Mensch-Pflanze". Den wollte ich beizeiten auf jeden Fall mal einstellen-Du hast es jetzt wohl beschleunigt.

Ich schreib aber auch hier gern weiter mit.

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 16:05

Schade, daß ich es nicht reinstellen kann: diese Woche war in der MAZ(Märkische Allgemeine), die immer begeisterte Berichte über den "Freizeitsport Angeln" bringt, der auch ganz eifrig den Kindern schon beigebracht werden soll, ein Foto, das ich jetzt mal beschreiben will:

Im Vordergrund ein vollgefressener, fettbackiger, 60-jährig Aussehender, der mit stolzgeschwellter Brust und satt-zufriedener Miene einen Riesenfisch mit aufgerissenem Maul präsentiert - eigentlich ein ganz gewöhnliches Idioten-Feizeit-Bild, aber interessant im Hintergrund: zwei kleine Kinder, weiter vorn ein vielleicht 6-jähriger Junge und dahinter ein noch jünger aussehendes Mädelchen. Das Gesicht des kleinen Jungen spiegelt ergreifend deutlich eine tiefe Trauer und Niedergeschlagenheit wieder und das Mädelchen dahinter sogar so etwas wie Empörung dazu, soweit man das bei einem Kleinkind so sagen kann! Dieses Bild spricht für mich Bände! Vielleicht hilft mir ja noch jemand, das hier einzustellen!

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 16:20

Das mit dem Kannibalismus hinkt in Bezug auf die traditionelle Sichtweise, klar. Aber ich empfinde es halt so und bin damit auch nicht allein, war noch nie allein damit:

"Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jeder Fleischgenuss als Kannibalismus gilt"

Wilhelm Busch

Aber nochmal was, was Ihr sicher auch gruselig findet über den auch von Euch so gesehenen Kannibalismus: Diese perversen Typen, die sich im Internet damit gegenseitig aufgeilen und von denen sich dann immer mal wieder welche tatsächlich treffen und dann der Wunsch des einen, geschlachtet zu werden, erfüllt werden soll oder sogar erfüllt wurde. Da wollen welche z.B. aufgespießt und gegrillt werden und sowas. Was glaubt ihr wohl, wo diese grausige Art Perversität herkommt? Doch bestimmt nicht von der Pflanzenköstlerei, oder?

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 16:33

Allein die 1,3 Milliarden Rinder (bzw. ihre Konsumenten) sind für 12% der weltweiten Methangasemissionen verantwortlich, wobei ein Methangasmolekül etwa 25 mal mehr zum Treibhauseffekt beiträgt, als ein Kohlendioxydmolekül.

China und Indien stellen zusammen 37% der Weltbevölkerung.

Das hält auch der US-Imperialismus nicht auf...und vegane Ernährung in Flensburg-Handewitt schon mal gar nüüüscht. Auch wenn`s da müffelt.

MfG Unschaerfe

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 17:17

Mohrrübe statt Mettbrötchen. Ratatouille statt Gulasch!

OK, Tao. Nur - denke ich - da hat nicht nur Houston ein Problem. Gestern rein zufällig auf ZDF-Info einen Beitrag über die Menschwerdung reingezogen. Da sind doch ganz am Anfang so ein paar Spinnerte aus Zentralafrika los gezogen, erst die von der Spezies Homo erectus (das hat nichts mit Schweinischem zu tum) und Hunderte von Jahrtausenden später die von der Sorte Homo Sapiens. Überraschenderweise haben von beiden Stoßtrupps sich auch einige Versprengte nach Sibirien, nach Grönland und anderen Regionen unter einer hartnäckigen Eisplatte durchgeschlagen. Dort hausen sie nun, wenn sie nicht gestorben sind, und können einfach nicht so dahin vegetieren, da es wohl kaum Mohrrüben, nicht mal ausreichend Grashalme zum Knabbern gibt.

Schon während des Fernsehberichtes stellte ich mir die Frage "Wie können wir Völker in Sibiren bekehren und vom einzigen verzehr- und verwertbaren (für wärmende Kleidung) Material, das ihnen dort unterkommt endlich fernhalten, dem Rentier mit seinem halbwegs genießbaren Fleisch und dem kuscheligen Pelz und Fell? "

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 17:53

Ja, ganz aus mir selbst heraus. Hinterher hat die ganze familie geangelt. Nur ich war der einzige, der(bis heute) keinen Fisch aß.

Ich glaub, die Tadition formt uns alle viel mehr, als wir wissen.

Man kriegt doch schon die Gedankenwelt der Erwachsenen ins noch weiche Gehirnchen gedrückt!

Ich hab als Stadtkind weder einer Schlachtung je beigewohnt, noch Angelei beobachtet.

Aber ich hatte mich mal als Kind in Italien in den bildhübschen Sohn von unserem damaligen Mailänder Nachbarn verschossen-er hatte blauschwarzes Haar und enzianblaue Augen mit langen schwarzen Wimpern! Aber dann hab ich ihn eines Tages am See doch beim Fischen gesehen und zugekuckt, wie er die lautlos im Todeskampf zuckenden Fische, achtlos in einen Eimer geworfen hat. Wahrscheinlich kam er sich dabei sehr männlich vor. Aber von da an war er nicht mehr der Traum meiner schlaflosen Nächte. Aus und vorbei.

Ich habe schon immer Tiere geliebt und mit ihnen mitempfunden und finde es erstaunlich, daß ich bis ins Erwachsenenalter Fleisch und Wurst und Schmalz essen konnte, ohne genauer zu hinterfragen, wie das entstanden ist. Es wurde nirgends diskutiert. Und ich vermute auch, daß man als Kind stillschweigende Gesprächs-Tabus ganz unbewusst reflexartig übernimmt.

Tao Traveller 25.10.2014 | 21:06

Natuerlich muessen Sibirier, Inuit, Yanomami etc. von dem existieren, was verfuegbar ist, schmeckt und am Leben erhaelt. Friss oder stirb.

Was "wir" hier diskutieren sind physisch gesehen Luxusprobleme.

Veganes Essen finde ich sehr lecker und gesund. Ich moechte es nicht missen. Genausowenig wie ein gelegentliches Stueck saftig gebratenes Fleisch.

Mir widerstrebt Veganismus aber wie jeder andere "-ismus".

Gluecklicherweise (Vorsicht Kalauer) wird Orgasmus mit "a" geschrieben. :)

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Ehemaliger Nutzer 25.10.2014 | 22:15

Schön, dass es Ihnen gefallen hat. Noch ein kleiner Nachtrag:

Ca. acht Wochen nachdem ich meine Ernährung umgestellt hatte, gelüstete es mich dann doch nach einem Brathänchen. Ich besuchte also meinen Stamm-Metzger und nach dem Ei-Gude-Wie?-Long-Time-No-See deutete ich auf die mageren Gickel in der Auslage und meinte, ob er denn auch richtige Hänchen hätte. Da hat er gelacht und gesagt ich solle übermorgen vorbeischauen. Am übernächsten Tag hat er mir das grösste Hänchen präsentiert, das ich bis dato je gesehen hatte und meinte ich soll es nicht weitersagen, soviele kann er davon nicht besorgen, das Exemplar hat er von einer Verwanten, die nebenbei Hühner für den eigenen Verzehr hält. Das Hänchen hatte fast 2400 Gramm und passte gerade so auf den Drehspies unseres Backofens. Es war das köstlichste Brathänchen, das ich bis dahin gegessen hatte.

roswitha 25.10.2014 | 22:40

"Lady" - jetzt steige ich noch in der sozialen Hierarchie, ich als Arbeiterkindchen...Auf Gandhi lass ich nichts kommen, auch wenn die Biografie von Joseph Lelyveld auf meinem Schreibtisch liegt; Aussies Idee zur Entmythologisierung... Ach so, heute gibt es eine Stunde geschenkt zusätzlich; ich werde esd ennoch nicht schaffen. Fürchte, manche Bücher muss ich mir nach dem Tod in die Ewigkeit mitnehmen. Mal sehen. Das Zitat ist wirklich klasse, so wie auch sein Leben.

roswitha 25.10.2014 | 22:55

Sehe ich bis jetzt genauso. Aussie42 meinte, ich würde ihn zu sehr überhöhen. Mal sehen, was die neue Biografie bringt.

Ja, seine Frau hat er rücksichtslos behandelt, sich selber aber auch. Ansonsten kann ich ihm bis jetzt nichts vorwerfen.

Ob ich in seinem Ashram auf Dauer heimisch geworden wäre? Ich weiß es nicht. Seine Härte auch sich selber gegenüber und die ständige Selbstdisziplin schüchtern mich ein wenig ein. Dennoch ist er ein ganz Großer.

Tao Traveller 25.10.2014 | 23:02

Eine gebratene Katze auf dem Teller koennte ich auch mit viel Ketchup und Senf nicht essen.

Meine Omma stand im WKII vor dem Problem, ihre Familie mit Fleisch zu bekochen. Gab ja nicht viel. Sie ging aber den Geruechten ueber Dachhasen nach, dass abgezogene Katzen Hasen/Kaninchen nicht nur zum Verwechseln aehneln, sondern nach kreativer Zubereitung tadellos schmecken. Fuer ihre gespickten Hasenruecken etc. wurde sie sehr gelobt.

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Ehemaliger Nutzer 26.10.2014 | 03:29

Mal was ganz anderes, Tao: Kennst Du den Berliner Musiker Toni

Mahoni? Er ist z.B. begeisterter, ja ich möchte sagen süchtiger

Fleischesser und Raucher (mit vegetarischer Freundin) und hat ein sehr lustiges Buch über sein Berliner Wohngemeinschaftsleben geschrieben: "Gebratene Störche". Sehr empfehlenswert-ich habe oft laut gelacht!

Aber ich wünsche ihm trotzdem, daß er mal mit den ungesunden Süchten aufhört. Möchte nicht wissen, wie der sonst in 10 jahren aussieht und vor allem, wie der sich dann fühlt.

Heinz Göd 26.10.2014 | 11:42


Ja, Massentierhaltung ist eine Schande für ein Lebewesen, das für sich den Titel 'Homo sapiens' beansprucht. Das Leben ist für diese Tiere eine durchgehende Qual und das Fleisch dieser Tiere spiegelt dies wider: minderwertig in der Substanz, belastet durch künstliche Wachstumshormone und Medikamente, zweifelhafter Geschmack - im Vergleich zu Wild.
Fleisch ist wahrscheinlich schon eine natürliche Nahrung des Menschen:
wikipedia: Menschenaffen#Ernährung
wikipedia: Ernährung_des_Menschen
Entrscheidend ist wohl das Maß - wie bei allem.
In der Utopie '2069' wird versucht, Fleischgenuss und Tierwohl unter einen Hut zu bringen:
2069 - Im Einklang mit der Natur eine gerechtere Welt
(Suchbegriff: Tiere töten )
Obs gelungen ist, weiß ich nicht, aber es ist zumindest ein DiskussionsVorschlag.
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Ehemaliger Nutzer 26.10.2014 | 14:48

Danke für die Hinweise! Aber mir kann nach gründlicher, jahrzehtelanger Erfahrung mit omnivorer-vegetarischer- veganer Kost niemand mehr etwas über die gesündeste Ernährung erzählen. Und ich teile diese Erfahrung mit vielen anderen! Der "stärkste Mann von Deutschland", Patrick Baboumian, ist Veganer und empfiehlt das auch allen Kraftsportlern, die ihre Leistung noch steigern wollen! Und sie bestätigen es ihm dann auch! Er ist auch im Kopf genauso fit, hält mitreissende Vorträge und ist sehr tierlieb. Ein rundum mit sich zufriedener Mensch. Außerdem Akademiker.

Vegane Gladiatoren: Die Analysen der Knochen von knapp 70 Gladiatoren, die man im türkischen Ephesus fand durch die österreichischen Anthropologen Prof. Karl Großschmidt und Fabian Kauz haben ergeben, daß die römischen Kämpfer ihre Kraft völlig vegan aus Gerste, Bohnen und Trockenfrüchten bezogen.

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Ehemaliger Nutzer 26.10.2014 | 16:08

Will Tuttle, der Autor des Buches "WorldPeaceDiet", das schon in viele Sprachen übersetzt wurde und in vielen Ländern der Welt, vor allem in Fernost, erschienen ist und demnächst in Deutsch erscheinen wird, bekennt:

"I am a vegan activist

My heart filled with the wish to relieve the horrible suffering.

Mysteriously inflicted on animals seen as food.

Rising early, sitting in silennce every day, listening within,opening...dilating...

I am the day old carf at the organic dairy,

Pulled from my mother by strong hard hands, while she moans and bellows.

Alone in a tight crate, I shiver, hungry, nursing on the iron bors.

I am a little child, beeing spoon-fed my first solid food.I keep spitting it out, but it keeps coming back relentlessly.
"Eat this", mommy says, "it's mashed potatos and calfes liver-it's good for you!"

I am a little girl, on the day it sinks in- "Hot dogs", "hamburgers", "bacon", "eggs", "veal", "chicken", "liver", "fish-sticks"-

You mean, it's animals I've been eating? A darkness enter my chest.

I am a young child, being taught how to fish.

"Don't worry, fish can't feel any pain", I'm told. "And even if they could God gave ' "em to us to eat". "Oh. O.K."

I am in the dentist's chair, immobilized, while he pulls, pries, drills:Oh it hurts!

Deep down I know he's doing it for my own good...

I am the calf at branding time, castrating time, the pig at ear- notching, tail- cutting time,

The chicken at beak-cutting time, immobilized, while he cuts me,

burns my flesh-oh, it hurts!

Rough hands that hurt me, the horror of strong inescapable hurting hands!

I am a nunister at the church barbecue, laughing, happy, my flocks spread around me, chewing at the ribs of lambs, why, we're raised five hundred dollars here today!

I am the cowboy at the rodeo. "Shock him good, I want him running!" A quick chase and lasso throw, jerk the rope, he's flat and down;

I drink the cheers.

I am the young cow-another rodeo. The ropes and blows and cages, suddenly a searing pain, like a knive,

A door flies open, I run to escape. Sudden slamming twisting agony;

Cheers and laughter.

I am the former vegetarian, I've been there.

I'm not rigid and judgemetal, and anyway:

A person's not defiled by what goes in the mouth, but by what comes out.

I am a sloughterhouse worker,

Prodding and poking cows along with my knive and electro-shocker,

Like I was prodded and kicked as I was a child.

I am the sloughterhouse foreman,

Enslaved by demands for profit and production.

"Speed up the line!" We're logging- big trucks are comin', full of chickens.

I am the feedlot operator, fattering cattle.

Belly hanging, back sore, joints aching,

I sit down to a comforting steak.

"Anyway, it's not what goes into a man's mouth."

I am the terryfied dairy cow, still young just 5 years old, facing the sloughterhouse chute.

The pain of the the prod, the fear so thick

I can smell it, the hard hands...

I am a young fattened turkey,

Grabbed by one leg and hung upside down,

Ligaments torn, I hang in the moving line with the others:

Helpless pain and terror,

I am the selfshinig light of Infintite Love

I welcome every turkey, pig, cow, duck, chicken, lobster, fish-

Not as animals, but as what they truely are: Myself.

The nightmare ordeal over, Their pain-wracked bodies forever left.

I embrace them as the essence of what they are-

The Joy that springs at the heart of the Universe.

The only Life that is."

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Ehemaliger Nutzer 26.10.2014 | 17:04

Im Sinne der Aufkärung(für Aufklärungsinteressierte) scheint mir allerdings mal ein blog über die Ernährungslügen der Industrie-Wissenschaft zu sein! Ich habe nämlich während meiner jahrzehntelangen Recherchen nach und nach erfahren, daß dort immer genau das Gegenteil vom Realen Tatbestand behauptet wurde! Egal, was Sie auch nehmen als Beispiel in der Nahrung :Eiweiss, Calzium, Eisen, Vitamine.

Falls es Sie wirklich interessiert: Ich finde nach wie vor die Bücher von John Robbins ("Ernährung für ein Neues Jahrtausend" und "Food Revolution")am aufschlussreichsten und best recherchierten. Man erfährt auch sehr viel hintergründiges über die Politik der Ernährungsindustrie.

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Ehemaliger Nutzer 26.10.2014 | 17:39

Beispiel Eisen: Es wurde uns immer vorgebetet, Vegetarier und Veganer liefen Gefahr, an Eisenmangel zu erkranken, weil genügend Eisen nur in Fleisch(und Blut) vorkäme. Ich habe das nie geglaubt und nun hat man auch hier, wie bei all den verkehrten Behauptungen zur angeblichen Unerlässlichkeit des Tiere-Verzehrs durch Studien gegenteiliges herausgefunden: das "Häm- Eisen" im roten Fleisch verursacht Krebs! Daß es genügend eisenhaltige essbare Pflanzen gibt, war schon längst vorher bekannt. Der "bleiche Vegetarier" ist entweder ein Märchen, oder er ist darauf zurückzuführen, daß die "Ovo-Lacto-Vegetarier" vielzuviel Milchprodukte zu sich nehmen und das ist genauso ungesund, wie Fleisch. Tatsächlich neigen fanatische Milchtrinker und Käseesser mit der Zeit zur Schwammigkeit und zur Bleichgesichtigkeit, so wie die Fleischesser oft durch zu hohen Blutdruck(Ablagerungen in den Blutgefäßen9 rotgesichtig werden.

Man sieht den Menschen tatsächlich mit der Zeit genau an, wovon sie sich ernähren. Veganer z.B. werden mit dem Älterwerden nicht so konturlos, wie die Tiere-Vertilger, die sich immer ähnlicher sehen mit der Zeit.

Tschuldigung, meine Beobachtung!:)

Ich glaube, ich könnte mit dem Erraten dieser Ernährungsgewohnheiten von mir unbekannten Personen erfolgreich bei "Wetten-daß?" auftreten.

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Ehemaliger Nutzer 27.10.2014 | 09:45

Ich glaube, ich könnte mit dem Erraten dieser Ernährungsgewohnheiten von mir unbekannten Personen erfolgreich bei "Wetten-daß?" auftreten.

Haben die ZDF - Intendanten das rechtzeitig spitz gekriegt, und stampfen deshalb die Show jetzt ein? Schade...hätte mich auf ein burleskes Duett mit Ihnen und Toni Mahoni sehr gefreut. Als Wettpate wäre Rainer Callmund wie geformt gewesen...;-))

MfG Unschaerfe

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Ehemaliger Nutzer 27.10.2014 | 15:26

Den letzten mit Grass finde ich gut!

Bei der jungen Dame auf dem Foto sind die Lichtverhältnisse etwas schwierig. Man sieht nicht: Ist der Teint etwas mehr rötlich, oder mehr weißlich?

Wolf Biermann hat vor einiger Zeit die Veganer als "Zivilisationskrüppel" bezeichnet. Sprach's mit fetten Hängebacken und fliehendem Mehrfachkinn! Bei vielen scheint im Alter der Schwabbelkopp direkt aus dem Kragen zu kommen. Die haben gar keinen Hals mehr!

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Ehemaliger Nutzer 28.10.2014 | 03:57

Ein Journalist schrieb zur Situation der Mast -Schweine:

"Einige Tiere werden so ängstlich, daß sie sich vor jeder Bewegung scheuen, selbst dem Fressen und Saufen. Sie mergeln aus und sterben.Andere sind ständig in panikartiger Bewegung, als Ausdruck der neurotischen Perversion ihres Fluchtinstinktes: Kannibalismus findet man häufig.."

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Ehemaliger Nutzer 28.10.2014 | 04:10

Jedes Jahr schickt der Schweinezuchtverband in USA eine offizielle "amerikanische Schweinezuchtkönigin" durchs Land, um Schulen und Gemeinden über die Freuden der heutigen Schweinemast aufzuklären. Eine solche war Pam Carney. Sie erklärte über ihre Arbeit:

"Nun, ich erzähle bei meinen Vorträgen stets aus der Perspektive des Schweins....Sie müssen wissen, wir erhalten viele besorgte Anfragen von Tierschützern..... Also erzähle ich, wie wir Schweine unser neues Zuhause viel mehr schätzen als das Leben draußen in der natürlichen Umgebung. Schließlich kann ein Hirte immer dicht bei uns sein und darauf achtgeben, daß wir nicht krank werden. Er kann uns Wärme geben,gutes Futter und sauberes Wasser...."

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Ehemaliger Nutzer 28.10.2014 | 10:45

Der mit dem Schwein sieht fast aus wie mein Liebster! Nur so einen schönen Bart hat der nicht! Ich würde auch gern ein Schwein als Haustier haben zum richtig kennen lernen. Die sollen ja sehr intelligent sein! Aber wir haben hier so schreckliche Amtstierärtinnen, die alles andere als tierlieb sind.Da weiß man nicht, was denen alles einfallen würde, um angeblch ihres Amtes zu walten. Ich habe da schon so meine einschlägigen Erfahrungen gemacht. Da kann man fast schon für sein eigenes Leben fürchten! Mehr sag ich dazu nicht.

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Ehemaliger Nutzer 28.10.2014 | 11:20

Ja, die werden auch nur zum Fressen und zur Bespassung missbraucht. Ich finde auch nicht, daß Tiere von ihren Gattungen her als dümmer bezeichnet werden können wie der Mensch. Es gibt überall solche und solche. Die Tiere sind nur im Gegensatz zu uns als "Strömungswesen" "Quellenwesen". Das heißt, sie sind von sich aus immer ihrem stammesgeschichtlichen Ursprung treu geblieben, während wir uns immer mehr von ihm entfernt haben. Sie sind soz. "Mutter Erde" treu geblieben, während die Menschheit dabei ist, sie zu zerstören. Wenn das als intelligenter gilt, naja...

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Ehemaliger Nutzer 28.10.2014 | 14:27

Der Ausdruck "stammesgeschichtlicher Ursprung" spricht doch für sich! Ich habe es auch schon oben geschrieben: Die Tiere bleiben von sich aus der Erde treu. Der Mensch will alles ummodeln. Wäre ja auch vielleicht nicht schlimm, wenn er es damit "veredelte". Das wäre dann redlich menschlich. Hegen und pflegen und selbst auch davon leben.

Aber irgendwann hat das eben mit dem Bekenntnis der Menschheit zur Gewalt umgeschlagen in reine Zerstörung und Perversität. Wir leben heute in einer Zeit des allgemeinen Missbrauchs. Es gibt eigentlich keinen Bereich mehr, wo nicht Missbrauch betrieben wird!

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Ehemaliger Nutzer 28.10.2014 | 17:44

Wir leben menschengemäß, auf Zivilisation sind wir genetisch noch lange nicht eingestellt.
Was meinen Sie denn hier mit Zivilisation? Was soll denn hier jetzt noch kommen? Glauben Sie an diese Landwirtschafts-Hochhäuser in der Stadt mit oben Salat und unten Schlachttiere?

Die Zukunft ist vegan, oder gar nicht! Die künstliche Massenreproduktionsrate der Tiere muß ein für allemal gestoppt werden und die Reproduktionsrarte Mensch mindestens gefiertelt. Aber der heutige Mensch zeichnet sich ja durch extreme Unvernunft und Starrsinnigkeit aus. Flexibilität, Lebendigkeit ist gefragt. Und die erreicht man nicht durch Qualleichentiermassenfrass und steigenden Adipositas-Raten.

Heinz Göd 29.10.2014 | 08:18

Gleich nach dem Krieg hat mein Großvater in seinem '3-Generationen-Haus mit Garten' - damals am Stadtrand - Hühner(+Hahn) gehalten und 2 Schweine gemästet für den Haus-Fleischbedarf.
Die Schweine waren in einem Verschlag untergebracht, der groß genug war, dass sich die Tiere eine Kot-Ecke einrichten konnten und so auf sauberem Streu liegen konnten. Die Schweine waren darum auch ganz sauber und bilderbuch-rosig. Solange sie noch klein waren und ich 3-4-jähriger Pimpf sie aus dem Gemüsegarten vertreiben konnte, durften sie sich unter meiner Aufsicht im Obstgarten austoben. Als sie dann zu stark für mich wurden, mussten sie im Verschlag bleiben - und wurden trübsinnig. Immer wenn ich zu ihnen reinkam, haben sie mich freudig quieckend begrüßt und ich habe mit ihnen eine zeitlang gespielt. Ich glaube, die Schweine haben mich als Freund gesehen. Das ging so, bis eines Tages ein fremder Mann mit grauem Gesicht kam und in den Verschlag ging - mir schwante Böses -; die Schweine quieckten, der Mann kam heraus und trieb die Schweine vor sich her, jedes mit einen Strick am Fuß gefesselt. Ein Schwein konnte sich losreissen und rannte quieckend rund um den Obstgarten, ich in der Mitte, Großvater und Onkel hinter dem Schwein her - und ich kleiner Pimpf stand hilflos und fassungslos da und weinte, weil ich spürte, dass meinen Freunden etwas Schlimmes angetan wird und ich ihnen nicht beistehen konnte...Die Schweine wurden in die Waschküche getrieben, mir kleinem Pimpf hat man den Zutritt verwehrt.
Hausschlachtung ist bestimmt nicht schön, aber die Zustände am Schlachthof sind wahrscheinlich um einiges schlimmer - mensch braucht nur in Google : Schlachthof Zustände eingeben.
Die Schweine waren schon am Vortag unruhig, möglicherweise spüren Tiere, wenn man ihnen ans Leben gehen will.
Ich glaube, dass unsere Art, Tiere zu töten, die Tiere sehr stresst, die entsprechenden Hormone sind dann möglicherweise noch im Fleisch. Und das ist möglicherweise der Grund, dass die Menschen heutzutage dauernd an der Kippe zur Hysterie stehen und sehr schnell hysterisch werden.
Heinz Göd 29.10.2014 | 08:23

@Frischkost Ja, die heutige 'industrielle Landwirtschaft'
mit Monokultur, falscher Bodenbearbeitung, Pestizide und ohne Nährstoff-Kreislauf und Massen-Tierhaltung
zerstört schleichend die Böden, siehe
UNEP soil degradation
und liefert nur minderwertige Nahrungsmittel:
uni-kiel.de/umweltbelastung/dueng2
Obst und Gemüse verlieren an Qalität
Minderwertige Nahrungsmittel führen zu Krankheit.
Die weltweite Zunahme von Diabetes:
idw Diabetes
medknowledge diabetes-usa
gibt da zu denken.
Diabetes ist mit der Einführung von Hochertrags-Sorten und Gentech-Sorten angestiegen -
- möglicherweise begünstigen die neugezüchteten Sorten durch ihre geänderte Nährstoff-Zusammensetzung Diabetes.
Gesunde Pflanzen - und damit eine gesunde Ernährung - gedeihen nur in Mischkulturen (=Pflanzen-Gesellschaften)
und die lassen sich nur händisch bearbeiten.
Das wäre eine menschengerechte gesunde Arbeit für jedermensch(=jedermann+jederfrau).
-
- passt allerdings nicht in das Wertesystem des modernen Menschen.
Unsere Zivilisation wird sich an die Gegebenheiten der Erde anpassen müssen
und sie wird sich daher ändern müssen - auch im Fleischverzehr.
Aber strenger allgemeiner Veganismus würde bedeuten, dass wir in unseren Wäldern wieder Wolf, Bär und Luchs ansiedeln müssen, um den Wildbestand zu regulieren. Und fleischfressende Haustiere, z.B. Katzen und Hunde, dürfte es dann auch keine mehr geben.

Tao Traveller 29.10.2014 | 08:45

Menschen und Tiere koennen sich emotional eng aneinander binden. Mit Pflanzen waere das kaum moeglich.

Ich persoenlich weigere mich seit Kindheitstagen enge Beziehungen mit Tieren einzugehen. Tiere haben in der Regel eine weitaus kuerzere Lebensspanne als Menschen, ein (heftiger) Trennungsschmerz ist unvermeidlich.

Tierliebe koennte fuer mich eine echte Motivation zur vegetarischen oder veganen Lebensweise sein.

Andererseits mache ich mir ueber Nutztiere wenig Gedanken.

Heinz Göd 29.10.2014 | 09:59

@Tao Traveller

"Viele Landwirtschaftliche Betriebe sind seit 200 oder mehr Jahren in Familienhand. Was glauben sie wohl wieviel Melioration da drin steckt!" In unserem Gesellschafts- und Wirtschafts-System kann kein Landwirt dem Boden durch künstliche Düngung alle Stoffe wieder zuführen, die er dem Boden entnommen hat - es sind ca. 100 Elemente -, das eine einfache physikalische Massenbilanz. Die Böden werden schleichend schlechter. Die Landwirte können das nicht sehen.

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Ehemaliger Nutzer 29.10.2014 | 10:04

Sehr trauriges Erlebnis, das mit den Schweinen! Tut mir leid für Sie! Ich habe als Stadtkind sowas nie erlebt, sonst hätte vielleicht mein Umwandlungprozess zum Veganen hin schon in Kindertagen eingesetzt. Was wir Menschen den Tieren antun, ist mir ja erst viel später eines Tages durch das Foto vom Innern einer Hähnchenmastanstalt blitzartig klargeworden. Ich hatte da einen Blick in eine reale Hölle getan! Ab diesem Tag hat sich mein Leben verändert. Es ging nicht sehr schnell, aber konsequent.

Und dieser Aspekt der Stresshormone, die von den Tierfleisch-Konsumenten auch immer mitgegessen werden, müsste auch mal viel mehr thematisiert werden! Die Erkenntnis der Schädlichkeit des Tiere-Essens für Körper und Seele ist uralt. Das wusste schon Laotse, Buddha, die Griechischen Denker und Jesus von Nazareth. Im "Friedensevangelium der Essener" sagt Jesus es deutlich, was die Wirkung ist. Und von den Griechen gibt es auch überlieferte Zitate dazu. Nur die Masse hat es nie erkannt. Die Ärmeren waren immer eher neidisch auf die Reichen, die sich immer Fleisch leisten konnten. Ich glaube, daß dadurch überhaupt der Glaube entstanden ist, daß Fleisch etwas besonders wertvolles sei.

Tao Traveller 29.10.2014 | 10:09

"... kann kein Landwirt dem Boden durch künstliche Düngung alle Stoffe wieder zuführen, die er dem Boden entnommen hat ..."

Ist auch gar nicht notwendig! Boeden aktivieren staendig neue Stoffe aus der mineralischen Phase. Ausserdem werden Massennaehrstoffe wie N, P, K sowie Ca staendig neu zugefuehrt.

Was glauben Sie, warum in D ueberhaupt noch geackert werden kann?

Auch alternative Bewirtschaftungssysteme kommen nicht ohne Stoffzufuhr aus.

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Ehemaliger Nutzer 29.10.2014 | 10:22

Ja, so ist es! Was die fleischfressenden Hunde und Katzen betrifft: Meine Hunde hatte ich schon lange nur noch vegetarisch gefüttert, mit ab und zu einem Ei. Aber jetzt gibt es ein sehr gutes veganes Futter(Ami dog und Ami cat) aus Italien und nach einigem Zögern hab ich es einfach mal ausprobiert. Und, siehe da, sogar der Kater frisst dieses Futter jetzt sogar noch viel lieber, als das Bio-Fleichfutter aus Dosen, wa er vorher hatte. Und sein Fell glänzt jetzt sogar noch schöner! Erstaunlich, aber wahr! Er kann auch jederzeit raus und sich was fangen, aber er kommt dauernd rein und will dieses Futter! Für Katzen sind einige Inhaltsstoffe unerlässlich, wie vor allem das Taorin. Das ist aber alles da auch drin. Kann man wohl auch vegan herstellen. Ich gebe ihm auch jeden Tag ein paar Tröpfchen Leinöl und dem Hund auch. Die sind jedenfalls mit diesem Futter voll zufrieden und ich auch, weil jetzt in der Küche nichts mehr stinkt. Die kriegen das jetzt schon im 2.Jahr und die Erfahrung lehrte mich, daß es für alle das Beste ist. Der Hund frisst aber auch bei unserem Essen immer sehr gern mit. Was wir lecker finden, findet der auch meist lecker. Und der weiß genau, was für ihn gut ist. Frisst sogar Rohkost. Seine Verdauung könnte nicht besser sein. Alles Märchen von wegen Tierquälerei mit veganem Futter!Die medikamentenverseuchten Schlachtabfälle sind viel schlimmer.

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Ehemaliger Nutzer 29.10.2014 | 10:52

Was Jesus zu den Kranken am Fluss u.a. sagte laut Übersetzung des "Friedensevangelium der Essener":

...Denn wahrlich, ich sage Euch, von einer Mutter stammt alles, was auf Erden lebt. Darum tötet jeder, der tötet, auch seinen Bruder.

(Find ich immer irre- als wenn's füher nur immer Brüder gab!)

Und von ihm wird sich die Erdenmutter abwenden und ihm ihre belebenden Brüste entziehen. Und er wird von ihren Engeln gemieden und der Satan wird in seinen Körper einziehen. Und das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper wird sein eigenes Grab werden. Denn wahrlich, ich sage Euch, der, der tötet, tötet sich selbst, und wer vom Körper erschlagener Tiere isst, isst vom Körper des Todes. Denn in seinem Blut wird jeder Tropfen ihres Blutes sich in Gift verwandeln, in seinem Atem zu Gestank, ihr Fleisch zu Beulen, in seinen Knochen ihre Knochen zu Kalk, in seinen Eingeweiden ihre Eingeweide zu Verfall, in seinen Ohren ihre Ohren zu wachsigem Belag. Und ihr Tod wird sein Tod werden..." Ganz schön modern, muß ich sagen!

Heinz Göd 29.10.2014 | 11:16

@Tao Traveller

Die Sache mit den Böden ist ziemlich komplex. Ich habe auch nicht die Möglichkeit, der Sache durch eigene Messungen auf den Grund zu gehen.
Sicher bin ich mir nur darin, dass die Menschen sehr lange in einem stofflichen Kreislauf mit dem Boden gelebt haben, die Verstädterung in großem Ausmaß ist neu.
In ein paar tausend Jahren wird es die Menschheit dann wissen :-)

Lethe 29.10.2014 | 13:18

Ich finde es schade, dass so ein Thema zur Projektionsfläche von Deutungshoheitsansprüchen verkommt. Man kann zu Vegetarismus und Veganismus unterschiedlicher Auffassung sein, aber die hier zelebrierte Art besinnungsloser Bekenntnis zur allein seligmachenden Ernährungsweise verhindert jede ernstzunehmende Diskussion. Damit sind nicht Sie gemeint, Tao.

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Ehemaliger Nutzer 29.10.2014 | 17:41

Reichlich dominant? Das ist mir jetzt auch wieder zu schwammig.

Ich finde es nicht fair, wenn man, so wie @Lethe, etwas Negatives über jemanden in die Welt setzt, und es nicht demjenigen direkt vorwirft und konkretisiert, damit der sich verteidigen kann!

Das finde ich nicht fair! Ich habe da überhaupt keine Handhabe!

Er hätte genausogut schreiben können, ich sei ein schlechtererer Mensch als die anderen hier. Das ist, was rüberkam.

Lethe 29.10.2014 | 18:12

Vorwerfen? Ich würde es eher eine Beschreibung von Sachverhalten nennen. Im Zentrum: Sie vertreten die Unhinterfragbarkeit der veganen Lebensweise wie ein christlicher Fundamentalist die Unhinterfragbarkeit seiner Auffassung vom Christentum. Das ist zwar erlaubt und ermöglicht gottgefällige Gespräche zwischen Fundamentalisten, weckt aber bei anderen kaum Lust, sich mit an den Tisch zu setzen.

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Ehemaliger Nutzer 29.10.2014 | 18:37

Na gut, ich hab hier ungefragt zviele Kommentare reingeschrieben. Die Kritik lasse ich gelten. Ich lasse Euch nun auch wunschgemäß mit Eurem Denken allein, wenn nicht noch weitere Angriffe kommen, gegen die ich mich verteidigen muß. Vielleicht kann dann ja auch der Lethe noch etwas unfundamentalistisches zur Diskussion beitragen!

Übrigens trage ich nie Lockenwickler und sehe auch nicht so bauchig aus! Diplomatie war, zugegebenermaßen, nie meine Stärke! Dafür bin ich aber um Redlichkeit bemüht. Und das ist bei mir höchstes Gebot. Darin bin ich wirklich fundamentalistisch, von mir aus.

Lethe 29.10.2014 | 19:41

ich hab hier ungefragt zviele Kommentare reingeschrieben

Es ist nicht die Zahl der Kommentare. Und ich glaube Ihnen, dass Sie es gut meinen. Sie erwecken einfach in der Art, wie Sie ihre Überzeugungen vertreten, oft den Eindruck, zumindest bei mir, dass es gar keine redlichen Alternativen zu Ihren Überzeugungen geben kann.

Das ist ein bisschen wie mit den CO2-Emissionen, die angeblich das Klima zerstören, und wehe, ich habe das irgendwo in Frage gestellt. Neulich wurde dann in einem kleinen, verschämten Beitrag in der Vorbereitungsphase des letzten Klimagipfels dargelegt, dass Wasserdampf um mindestens einen Faktor fünf problematischer ist. Wissenschaft steht eben immer unter dem Vorbehalt der Datenlage^^

Tao Traveller 30.10.2014 | 08:38

Wie ich inzwischen gelernt habe, gibt es weder eine schluessige Begruendung fuer ein "Muss" des Veganismus, noch fuer seine theoretischen Grundlagen.

Allerdings ist vegetarisches Essen sehr lecker und gesund. Dafuer braucht es keine Ideologien oder "wissenschaftlichen" Beweise. Ob weitere, bisher nicht ausdiskutierte Aspekte des Veganismus von Bedeutung sind, wird man sehen.

Die Grenzen der Fuersorglichkeit sind dort, wo sie beginnt die Freiheit des Einzelnen zu beschneiden. Die reflexhaft einsetzende Abwehr hinterlaesst ein ungutes Gefuehl und fuehrt zu Missstimmungen.

Chunk 30.10.2014 | 13:53

"Für Katzen sind einige Inhaltsstoffe unerlässlich, wie vor allem das Taorin. Das ist aber alles da auch drin. Kann man wohl auch vegan herstellen." Es ist künstlich mit Taurin angreichert, einem tierischen Stoff. Was heißt "wohl"? Kann Taurin nun auch vegan hergestellt werden oder nicht? Daß Hunde Obst und Gemüse fressen, ist auch keine Neuheit. Manche Hunde lesen sogar von Fallobst wie Zwtschgen die Kerne auf und knacken sie. Manche Hunde fressen sogar Ausscheidungen anderer Fleischfresser oder die Reste von Horn, wenn Hufe ausgeschnitten und geraspelt werden.

Lethe 30.10.2014 | 14:53

Die Frage ist, wer liegt näher an der Wirklichkeit: Die Naiven, oder die Ignoranten?

Können Veganer Militaristen sein, oder Banker oder religiöse Fundamantalisten? War Hitler Vegetarier? Was hilft also die Ernährungsweise? Sie versuchen es so darzustellen, als impliziere die Art der Ernährung bereits per se eine moralische Einstellung. Dem kann angesichts unzähliger Gegenbeispiele nur widersprechen.

Sie behaupten weiter oben, dass Veganismus bereits vor gut 10000 Jahren praktiziert worden wäre. Abgesehen davon, dass ich mit Aussagen über Sachverhalte in prähistorischer Zeit äußerst vorsichtig wäre verdient das zwei Anmerkungen:

Erstens nimmt die Paläohistorik nicht umsonst an, dass die Menschen jener Epoche immer noch im Wesentlichen Jäger und Sammler waren; die Versorgungslage war einfach zu schwierig, um aus egal welchen Gründen auf eine wesentliche Ernährungsquelle verzichten zu können. Zudem haben wir mit Höhlenmalereien Belege für Jagd als eine Säule der Ernährung. Und es kommt hinzu, dass auch beim Übergang zum Ackerbau vor etwa 8000 Jahren nicht auf tierische Ernährung verzichtet wurde, im Gegenteil, die Tierzucht begann zu boomen.

Zweitens wäre die Frage zu stellen, warum Ureinwohner in tropischen Gebieten jagen. Wenn irgendwo auf der Welt, dann wären dort die Voraussetzungen gegeben, sich ausschließlich pflanzlich zu ernähren. Warum tun sie es nicht. Jagd ist gefährlich, warum jagen sie trotzdem? Warum haben die wirklich spirituell lebenden nordamerikanischen Indianer gejagt, angesichts all des Landes, das sie für Ackerbau hätten nutzen können und das später von weißen Siedlern dafür genutzt wurde, warum haben ihre Pendants in Südamerika, die Amazonasstämme, die Feuerland-Indianer u.a. gejagt und tun es bis heute?

Veganismus und Vegetarismus tun übersättigten, selbstzufriedenen weißen Mittelständlern als Demutsübung vielleicht ganz gut. Mittlerweile mag es angesichts der Weltbevölkerungszahl auch tatsächlich unerlässlich sein, von einer überwiegenden Fleischernährung abzusehen. Aber als messianische Weltrettungsmaßnahmen sind Ernährungsmethoden bei weitem überbewertet. Das rettet kein einziges vergewaltigtes Kind und kein Folteropfer.

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Ehemaliger Nutzer 30.10.2014 | 16:38

Eine ganz gute Zusammenfassung der Thematik.

Ja, ich kann sie noch ein wenig erweitern:

Hitler liebte Schweinewürste, Geflügel, Schinken, Leberknödel und Hummer. Von der zeitweise fleischlosen Diät erhoffte er sich nur, daß die ewige Furzerei aufhört. Die Nazis haben Hitlers Diäten dazu benutzt, das Bild eines asketischen Diktators zu verbreiten, der nicht raucht, nicht trinkt und nicht einmal Fleisch isst. Propagandaminister Göbbels hat sich die Vegetarier-Saga ausgedacht. Echten Vegetariern wiederum machte das Naziregime das Leben zu Hölle: bereits zu seinem Amtsantritt 1933 verbot Hitler alle Vegetarier-Organisationen, ließ ihre Leiter verhaften und die bedeutendste Vegetarische Zeitung schließen. Im Krieg schließlich verbot Hitler auch die vegetarischen Organisationen in besetzten Gebieten. Vegetarier wurden gezwungen, in den Untergrund zu gehen oder aus dem Land zu flüchten. Der Vegetarier und Pazifist(!!!) Edgar Kupfer- Koberwitz floh nach Frankreich und später Italien, wo er festgenommen und ins KZ Dachau transportiert wurde.

Vor allem aber basierte die Rassenhygiene auf Tierzucht-Ideen, die KZ-Transporte erfolgten in Viehwaggons, die KZ- Bauten wurden nach Plänen von Pferdeställen erbaut, die Wege zu den Gaskammern glichen den Treibergängen in die Schlachthöfe. Die Degradierung des Tieres nutzen die Nazis für die Entmenschlichung und Degradierung der Menschen, um das Massentöten zu rechtfertigen. Diese Entwicklung beschreibt der Holocaust-Forscher und Historiker Charles Patterson in seinem erschütternden und aufschlussreichen Buch: "Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka". Dieses Zitat stammt übrigens von dem jüdischen Literaturnobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der 1935 in die USA emigrierte. Er war Vegetarier und Tierrechtler, wie später viele Menschen, die den Holocaust überlebten.

Ich hoffe,@Lethe, sie verstehen meine Antwort auf ihre unsäglich herablassenden Bemerkungen über Menschen, die beschlossen haben, sich für immer dem Tiere-Vertilgen zu enthalten!

Tao Traveller 30.10.2014 | 17:11

"Ich hoffe,@Lethe, sie verstehen meine Antwort auf ihre unsäglich herablassenden Bemerkungen über Menschen, die beschlossen haben, sich für immer dem Tiere-Vertilgen zu enthalten!"

Ich bin zwar nicht LETHE, aber ich frage mich, warum Sie hier mit aller Gewalt einen Zusammenhang zwischen Fleischessen, Hitler und Ihrem Veganismus herstellen.

Ihre psychologische Verfassung in allen Ehren, aber auf der Basis sollten Sie doch keine Meinung kritisieren. Warum tun Sie dies?

Lethe 30.10.2014 | 17:12

Sie werden es mir nachsehen, dass die Antwort Peter Singers mir deutlich souveräner erscheint als die Ihrige. Hätte ich auch nicht gedacht, das ich sowas mal über Singer sagen würde. Und wo Sie Herablassung sehen wollen, erschließt sich mir nicht, zumal ich kein Wort gegen konkrete Personen gesagt habe sondern etwas gegen bestimmte Vermittlungsweisen. Und wenn Sie das Argument verstanden hätten, wäre es auch überflüssig gewesen, sich in die Frage zu verstricken, in welchem Sinne Hitler Vegetarier war. Es ging nur um den Hinweis, dass Veganismus und Vegetarismus nicht per se aus Menschen "gute Menschen" machen.

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Ehemaliger Nutzer 30.10.2014 | 17:14

Ja, Taurin kann offensichtlich auch vegan hergestellt werden, denn der Hersteller würde es sicher nicht wagen, nur angeblich veganes Katzenfutter herzustellen, in dem dann nach Analysen doch tierische Bestandteile enthalten sind. Zucker, der tatsächlich für Tier wie für Mensch nur schädlich ist, wird aber leider immer noch von den meisten konservativen Tierfutterherstellern beigefügt. Ich habe meinen Tieren niemals Zucker verfüttert und nehme auch selbst seit Jahrzenten keinen raffinierten Zucker mehr zu mir. Was Ihre sonstigen Vorwürfe angeht: Ich richte mich immer nach meinen persönlichen Erfahrungen. Und da habe ich festgestellt, daß meine Tiere das vegane Futter(und es ist garantiert ohne Zucker) viel lieber mögen, als die scharf stinkenden, mit Medikamenten verseuchten Inhalte des Feuchtdosenfutters und daß es ihnen auch besser bekommt. Mein Kater war ja sogar schon mäkelig bei den extra teuren Bio-Fleisch-Dosen und hat oft davon etwas stehen lassen. Das passiert bei dem veganen Futter nun nie mehr und sein Fell glänzt seitdem sogar noch schöner. Glauben Sie das, oder lassen Sie es bleiben!

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Ehemaliger Nutzer 31.10.2014 | 00:49

Vohin hab ich nochmal bei Dr. Henrich/Pro Vegan über Haustierfütterung nachgelesen. Er schreibt, daß z.B. vom Barfen (Fütterung von rohem Fleisch-jetzt sehr populär) erhebliche gesundheitliche Gefahren ausgehen(häufige Infektionen seien bekannt). Reine Fleischfütterung der Hunde als "artgerecht" zu bezeichnen, sei eine ideologische Verblendung, denn artgerecht ist eine Ernährung, wenn sie dem Tier alle Nährstoffe zur Verfügung stellt, die es braucht, um ein möglichst langes und gesundes Leben zu führen. Es kommt ernährungsphysiologisch nicht darauf an, WOHER diese Nährstoffe stammen, sondern DASS das Tier diese Nährstoffe erhält. Das sei bei einer richtig zusammengestellten veganen Fütterung der Fall. Alle Untersuchungen und Erfahrungsbereichte zeigten, daß vegan ernährte Hunde gesünder sind und durchschnittlich erheblich länger leben. Auch vegan ernährte Katzen erfreuten sich bester Gesundheit(was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann). Der älteste bekannte Hund ist 27Jahre alt geworden und war von klein auf vegan ernährt, "Bramble".

Laut staatlicher Untersuchungsergebnisse kommen 92% aller Giftstoffe aus Tierproduktion.

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Ehemaliger Nutzer 31.10.2014 | 01:07

Ich bin zwar nicht Lethe, aber ich frage mich, warum Sie hier mit allerGewalt einen Zusammenhang zwischen Fleischessen, Hitler und Veganismus herstellen.

1. Habe ich diesen Zusammenhang nicht HERGESTELLT, sondern für nachdenkliche Menschen, wie auch Kathrin Hartmann(Ende der Märchenstunde-Blog), BESTEHT dieser Zusammenhang. Genauso, wie auch für mich und für andere. Wenn Sie diesen Zusammenhang nicht sehen WOLLEN oder KÖNNEN, dann ist das Ihr Problem. Dann müssen Sie sich halt wohl über Menschen ÄRGERN, die diesen Zusammenhang nicht ÜBERSEHEN KÖNNEN und auch nicht WOLLEN. Tut mir leid!

Tao Traveller 31.10.2014 | 09:29

Fuer mich wuerde das nicht viel aendern.

Viele Menschen - mich eingeschlossen - haben starke Sympathien fuer Vegetarisches bzw. Veganes Essen.

Dies ist aber mehr ein Zeichen fuer das Bewusstsein der Wichtigkeit von Ernaehrung und Gesundheit als ein "statement" fuer Veganismus.

Fuer mich halte ich es nicht fuer erforderlich, "Veganer" oder irgend etwas anderes zu werden, um mich gesund zu ernaehren.

Zuviel Alkohol, Nikotin, tierisches Fett, Zucker erscheinen mir als die entscheidenden Faktoren ungesunder Ernaehrung, die es gilt in den Griff zu bekommen.

Wer, wie Sie, "tiefer" in die Materie einsteigt, soll das von mir aus gerne tun. Ich halte es, wie schon gesagt, fuer ehrenwert und subjektiv vernuenftig.

Daraus einen "-ismus" zu machen und entsprechendes Sendungsbewusstsein zu entwickeln, halte ich persoenlich fuer falsch.

Um einen Vergleich einzubringen: Meine Omma war als engagiertes Mitglied einer Freikirchlichen Christlichen Gemeinde sehr darauf bedacht, ihre Familie zu Glauben und Gottesfurcht anzuhalten.

Ihre stete innerfamiliaere Mission hatte aber zur Folge, dass sie sehr einsam dastand mit ihren Bemuehungen. Ich dachte fuer mich: "Ich glaube ja an Gott, was will Omma eigentlich von mir?"

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Ehemaliger Nutzer 31.10.2014 | 14:41

Dies blog von Ihnen hat ja vor allem etwas mit Veganismus zu tun, oder?

Und da muß es doch möglich sein, daß jede und jeder was immer über vegan schreiben darf! Ich fände es zum Beispiel interessant, mal durchzuspielen in Gedanken, was alles passieren würde, wenn die Welt vegan würde. Aber das ist tabu, wie ich jetzt bemerke. Die ganzen schrecklichen Auswirkungen der Karnismus und der gesamten Nutztierzucht sind in dem Moment vom Tisch gewischt, wo dem Fleischsüchtigen das Fleisch vom Teller zu schwinden droht. Das finde ich krank. Aber da diese Kranken in der Mehrzahl sind, werden einfach die anderen für krank erklärt. So sehe ich das.

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Ehemaliger Nutzer 31.10.2014 | 16:54

Warum haben Sie sie manipuliert? Finde ich nicht sehr fair.

Dies Kommentar war an Lethe gerichtet und den finde ich in seinen Kommentaren auch nicht fair.

Aber ich bin jeder vernünftigen Kritik durchaus zugänglich. Ja, ich hätte es markieren können oder sollen, daß diese Zusammenstellung nicht direkt von mir stammt. Ich hatte es nur deshalb nicht getan, weil es ja auch einfach FAKTEN sind. Diese Fakten sind nur hier endlich einmal in den Zusammenhang gebracht worden, den auch ich schon lange sehe! Ich habe soz. damit meine Sichtweise noch etwas anschaulicher dargelegt! Aber ich lasse Ihren Einwand gelten und werde demnächst noch genauer darauf achten, fremde Texte als solche zu markieren. Andererseits ist zu bedenken, daß Sie es vielleicht nur dadurch jetzt etwas ernster nehmen, daß Sie wissen, daß ich mir das nicht alleine ausgedacht habe, sondern daß auch viele andere so denken. Und das finde ich eigentlich schade. Es zeigt, daß Ihnen meine Meinung und Sichtweise nicht genügend bedeutet, um sie ernst zu nehmen. Es muß immer noch ein größeres Cluster dranhängen. Das ist Herrschaftsdenken!

Der Kommentar wurde versteckt
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Ehemaliger Nutzer 31.10.2014 | 17:08

Was ich über die Auswirkungen der Abwertung des Tieres als bloßes Ding schon lange denke, denken eben auch andere. Und ich notiere mir immer Fakten, die etwas aufzählen und noch weiter erklären, was auch ich im Grunde denke. Ich habe sie dann meinem Gesamtwissen eingefügt. Ich habe mein Wissen damit angereichert, aber nicht um Haaresbreite meinen ursprünglichen Standpunkt verändert.

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Ehemaliger Nutzer 31.10.2014 | 21:27

Wenn man böse sein will, ist das aber eher das Hirn eines heutigen "Stramm-Linken". Mit vegan hat das nur bedingt zu tun. Vor allem die Gleichmachungs-Synapse ist ja wohl bei Fleischessern deutlich stärker ausgeprägt, als bei Veganern! Und soviel ich weiß, sind unter den Strammlinken auch viel mehr Fleischesser und Materialisten(Marxisten!) als unter Veganern. Falsch ausgesucht, falls es mich betreffen sollte!

Jürgen Sting 01.11.2014 | 01:40

Oh nein, das ist alles, was von der Diskussion übrig blieb? Spott über den "Gutmenschen"?

Seid wann ist es eigentlich etwas Negatives Gutes zu tun? Das ist der Neid der Egoisten! Der Punkt ist ja – die Omnivoren wissen im Prinzip, dass Veganismus auf einer ethisch höheren Stufe liegt, und erfinden immer neue Ausreden, um sich dem neuen „Trend“ wie sie es nennen nicht beugen zu müssen. Da kommen hanebüchene Gründe wie die oft angepriesene „Privatsache“ – also sowas wie das (eingeforderte) Recht auf Fleisch – und die (angebliche) Notwendigkeit des Fleischverzehrs heraus. Davon abgesehen ist dieser angebliche Trieb, Fleisch zu essen verlogen bzw. eingebildet, denn ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der einem Hasen (durch jedes andere Tier ersetzbar) hinterherjagt, um es zu essen. Die Drecksarbeit überlassen wir anderen, die an unserer Stelle psychische Schäden davontragen oder einfach nur geistig – emotional verrohen.

Ich halte es im übrigen für absolut notwendig, von der Tierhaltung abzukommen, und zwar sowohl aus ökologischer als auch aus ethischer Sicht; die Gründe wurden im Wesentlichen schon genannt. Der Nahrungsmittelüberschuss auf der einen Seite zieht zwangsläufig die Ausbeutung der anderen nach sich: Abholzung der Regenwälder, Verknappung des Ackerlandes und des globalen Lebensmittelangebots, Überteuerung, Klimawandel. Jeder Mensch, der rechnen kann, würde dem zustimmen.

Empathie, also das Vermögung sich in ein anderes Lebewesen hineinzuversetzen, ist meiner Meinung nach erlernbar. Es reicht schon, sich vorzustellen wie es einem selbst anstelle eines eingepferchten, gefolterten Nutztieres ergehen würde, sofern man sich wirklich über angewandte Praktiken in der Tierhaltung (zum überwiegenden Teil ist es ohnehin Massentierhaltung, alles andere spielt statistisch gesehen keine Rolle) informiert hat.

Der Pflanze muss man – wie im Eingangspost - nicht erst „Seele“ und was auch immer absprechen. Es gibt einfach keinerlei Indizien für irgendeine Geistestätigkeit,weder für Schmerz, eigenständiges Denken, noch für ein Zentrales Nervensystem, was die Voraussetzung all dessen wäre. Abgesehen davon unterstützt dieser Einwand nicht einmal das Ziel des dessen, der ihn ausspricht, denn es tut im Endeffekt nichts zur Sache, ob eine Pflanze nun denken, fühlen oder Computer spielen kann, da gerade bei der veganen Ernährung (nur mit Ausnahme der frutarischen Kost) am wenigsten Pflanzen durch den Menschen zu Schaden kommen.

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Ehemaliger Nutzer 01.11.2014 | 09:19

Na endlich krieg ich hier mal kompetente Unterstützung!

Dazu, daß die Fleischesser nun immer nur die Massentierhaltung anprangern, aber trotzdem seelenruhig weiter Fleisch essen, habe ich noch folgendes zu sagen, was ja zwar auch schon oft gesagt wurde, aber scheinbar doch immer nur von einem Ohr zum anderen und wieder aus dem Kopf hinaus geht: Auch die sog. Bio-Schlachttiere werden nicht totgestreichelt und landen in der Regel auf den Tiertranportern, die sie dannz um Schlachthof fahren! Und was da los ist, darüber möchte ich mich jetzt nicht auslassen. Es gibt ja genügend Videos darüber! Also, wer heute noch Fleisch isst, dem geht das Schicksal der Tiere in dieser Welt einfach am A.... vorbei und sonst garnichts! Um das zu verdecken, redet man eben im Chor mit den anderen Fleischvertilgern darüber, daß die Massentierhaltung abgeschafft werden müsse, aber tut selber nichts dazu! Das nenne ich Heuchelei!

Jürgen Sting 01.11.2014 | 21:18

Habe letztens von einem Biobauern gehört/gelesen - erinnere mich nur vage, der sein Fleisch nicht als Bio verkaufen kann, weil es hier NIEMAND kauft. Das macht nicht mehr als ein Prozent aus. Also trotz dessen, dass jeder zu seiner eigenen Verteidigung gerne angibt, nur BIO-Fleisch zu kaufen, kriegt der "arme" Bauer sein Fleisch nicht los. Nicht zu einem halbwegs vernünftigen Preis! Darauf warten, dass die Politik was ändert, kann man auch nicht; nicht solange die Union an der Macht ist, und nichtmal mit den Grünen, ja mit einer hypothetischen Grünen Mehrheit würde sich vermutlich etwas ändern, und wenn, dann nur unter massiven Druck der Tierschutzvereine. Davon mal abgesehen, dass tierische Produkte für eine ausgewogene, gesunde Ernährung nicht notwendig ist, bleibt also nur der Verzicht auf eben diese Lebensmittel, um die Haltungsbedingungen langfristig zu verbessern bzw. gar nicht erst in Auftrag zu geben. Genug gemaunzt, wir sind ja einer Meinung.

Jürgen Sting 01.11.2014 | 21:25

Hmm, dachte erst es wird lustig. War es nicht. Die Vergleiche mit Religionen (die ihre Weltanschauungen auf nichts als auf einen hypothetischen Gott und uralte Schriften stützen) sind unangebracht und irrational. Und wer ist hier eigentlich beleidigt? Sicher, dass es nicht der Fleischesser ist, der sein Steak nicht mehr reinen Geiwssens konsumieren kann? Ich kann mich hier jetzt fusselig reden, tut ich aber nicht, dafür ist mir meine Zeit zu schade und das ganze wurde schon viel treffender formuliert (lustigerweise begegnen einem immer dieselben "Argumente"/Vorbehalte): http://www.youtube.com/watch?v=lkmtJwqWV4w bitte angucken, informativ und sehr unterhaltsam!

Jürgen Sting 01.11.2014 | 21:50

Der Mann ist Antrophologe - ich bin fast versucht zu sagen, er ist kein Wissenschaftler, vielmehr ein Geschichtensammler. Verbrachte zwei Jahre bei einem peruanischen Indianervolk. Ist bestimmt sehr interessant und wichtig, aber nicht in diesem Kontext. Scheinbar versucht er alles aus einer nicht zu sehr menschenbezogenen Sicht zu sehen. Unterstütze das vollkommen. Aber nur weil irgendwelche Lebewesen so reagieren, wie man es nicht erwartet hatte, heißt es nicht, dass sie auch fühlen und denken wie wir. Es ist auch als Einzeller aus evolutionärer Sicht vorteilhaft, schnell Nahrung zu finden. Einer solchen Beobachtung eine intellektuelle Leistung zuzuschreiben halte ich aber für etwas vermessen. Ging aber ursprünglich um Pflanzen, die zwar durchaus vereinzelt Fähigkeiten zur Reaktion (z.B. durch Aussendung von Botenstoffen) aufweisen, aber nicht zu einer wirklichen Denkleistung fähig sind, im übrigen auch nicht zu Schmerzen. (Man muss sich in diesem Zusammenhang auch fragen, welchen Sinn denn eine solche "Fähigkeit" aus evolutionärer Sicht hätte.)

Jürgen Sting 01.11.2014 | 23:51

Da kann ich nicht für alle sprechen, meine aber das gläubige Veganer eher in der Minderheit sind. Was mich angeht, so bin ich schon vor etlichen Jahren aus der Kirche ausgetreten, da war ich noch kein Veganer. Es steht aber in keinem ursächlichen Zusammenhang. Sehe nur nicht ein, warum ich an etwas glauben sollte nur um des Glaubens willen, wenn es doch entgegen aller Vernunft ist. Finde auch die agnostische Sichtweise schwachsinnig. Was sollte es überhaupt einen Gott interessieren, ob man an ihn glaubt, wäre ja egozentrisch, nicht? Lesen sie mal den Gotteswahn von Dawkins, sehr aufschlussreich! Religion ist Geißelung - meiner Meinung nach.

Lethe 02.11.2014 | 02:17

Der Punkt ist ja – die Omnivoren wissen im Prinzip, dass Veganismus auf einer ethisch höheren Stufe liegt

So ähnlich, wie alle Atheisten ja im Prinzip doch wissen, dass Gott existiert?

... Pflanze ... Es gibt einfach keinerlei Indizien für irgendeine Geistestätigkeit,weder für Schmerz, eigenständiges Denken, noch für ein Zentrales Nervensystem, was die Voraussetzung all dessen wäre.

autsch

Es gibt nur wenige Dinge auf der Welt, die unerträglicher sind als die Missionare der einzig richtigen Lebenweise.

Jürgen Sting 02.11.2014 | 20:31

Ja, was habe ich mir auch dabei gedacht, die Mehrheit der couchsitzenden fleischverzehrenden konsumgeilen Fast-Food-Ketten-Supporter zu kritisieren? Ich gebe zu, das war vermessen von mir. Habe ich wirklich geglaubt, dass man in der Freitags-Community OBJEKTIV über ein Thema wie den Veganismus diskutieren kann? Leider wird auch hier wieder alles tabuisiert und mit Stammtischparolen abgetan. Auf Argumente und Ausführungen (die - nebenbei - den wissenschaftlichen Konsens wiederspiegeln (Ausnahmen gibt es immer)) reagiert man mit dem plumpen Vorwurf, man sei missionarisch, also quasi Anhänger einer Glaubensgruppe - ungeachtet dessen, dass ich mich zuvor jeglicher religiöser Tendenzen freigesprochen habe. Warum sollte ich mich also auf ein solches Niveau begeben? Wo habe ich überhaupt geschrieben, Veganismus sei die einzig wahre Lebensweise? Wer versucht hier zwanghaft, meine Ausführungen religiös zu verklären, nur weil er/sie ihnen nicht zustimmen will? Es bleibt indess jedem selbst überlassen, ob er dem folgen will oder nicht. Aber an dem Umstand, dass vegane Lebensweise in vielerlei Hinsicht zahlreiche Vorteile mit sich bringt (für Umwelt, Mensch, Tier) und wesentlich effizienter ist als jede Form der Tierhaltung, daran ändert die persönliche Ansicht nichts; tut mir leid, aber das ist so.

Überhaupt wird der Vorwurf des Missionierens sehr einseitig verwendet. Sind Politiker missionarisch, die für sich und ihre Partei Werbung machen? Wie ist es mit Vertretern außerparlamentarischer Institutionen? Alles Missionare? Eltern, die ihre Kinder erziehen? Und warum sind die Lügen und Halbwahrheiten, die über Fleisch etc. kursieren kein Ausdruck missionarischen Tuns? Wieso belassen wir solche Ausdrücke nicht einfach da wo sie hingehören: bei der KIRCHE! (und jeder anderen Glaubensvereinigung)

Zu sagen, „Veganismus ist eine Religion“ ist in etwa gleichzusetzen mit „Physik ist eine Religion“.

So ähnlich, wie alle Atheisten ja im Prinzip doch wissen, dass Gott existiert?

Nein, ich WEIß, dass es keinen Gott gibt!

Lethe 02.11.2014 | 20:50

Habe ich wirklich geglaubt, dass man in der Freitags-Community OBJEKTIV über ein Thema wie den Veganismus diskutieren kann?

Sie haben es möglicherweise geglaubt - das kann ich nicht beurteilen - aber ganz sicher nicht versucht, das hätte ich bemerkt.

ungeachtet dessen, dass ich mich zuvor jeglicher religiöser Tendenzen freigesprochen habe.

Es ist auch möglich, nichtreligiöse Inhalte mit einer inneren Haltung von Gläubigkeit zu vertreten. Es ist sogar recht häufig der Fall.

Wo habe ich überhaupt geschrieben, Veganismus sei die einzig wahre Lebensweise?

Sie bedienen sich der Suggestion - die Omnivoren wissen im Prinzip ... - sie sprechen davon, dass Veganismus auf einer ethisch höheren Stufe liegt, gerade als wären Sie die Instanz, die das für alle verbindlich zu entscheiden hat, und Sie bedienen sich apodiktischer Behauptungen, wenn sie z.B. von Der Pflanze muss man ... nicht erst „Seele“ und was auch immer absprechen ... sprechen.

Mag also sein, Sie haben das in diesem Blog nirgendwo explizit geschrieben. Sie kennen aber vielleicht den Ausdruck durch die Blume gesagt?

Es ist nichts verkehrt daran, Tiere als Nahrung zu verzehren. Viele Tiere machen das auch^^ verkehrt sind die Bedingungen, denen wir Tier unterwerfen, um unseren Fleischbedarf zu decken. Da wäre ein Ansatzpunkt, den selbst jemand verstehen kann, der nicht vegangläubig ist. Aber das reicht ihnen anscheinend nicht. Zumindest erwecken Sie nicht den Eindruck.

Sie glauben nicht an einen Gott. Das ist Ihnen überlassen. Aber vielleicht leiden Sie doch unter etwas, woran auch viele Menschen verzweifeln, die an Gott glauben: das dieses Universum ein Universum ist, in dem Leben ein Killer sein muss, der sich von anderem Leben ernährt, um selbst zu überleben.

Jürgen Sting 02.11.2014 | 20:58

Vielleicht sollte ich einen Punkt genauer ausführen: langfristig gesehen führt wirklich kein Weg am Veganismus vorbei. Angesichts der zunehmenden Bevölkerungsexplosion (in Verbindung mit teils zunehmendem Wohlstand und besserer ärztlicher Versorgung), der immer geringeren Anbauflächen aufgrund des zu hohen Fleischverzehrs (Futtermittelanbau) wird es immer wichtiger, den Fleischkonsum zu reduzieren bzw. auf ein Minimum zu beschränken. Insofern bin ich wirklich der Meinung, dies ist der sinnvollste (und einfachste) Weg zukünftigen und gegenwärtigen Versorgungsproblemen Herr zu werden. Warum kompliziert, wenn´s auch einfach geht?

Und wir haben noch gar nicht über tierethische Fragen gesprochen. Allein aus menschlicher Perspektive spricht also schon vieles dafür, nichts dagegen. Warum es also nicht versuchen?

Das heißt nicht, dass es der einzige Weg ist, z.B. den Treibhauseffekt zu verringern, aber ich glaube ohne sich auch mit den Folgen den Tierwirtschaft auseinanderzusetzen geht es nicht. Da können wir noch so oft das Auto stehen lassen, ein kg Rindfleisch verbraucht bereits so viel CO² wie 250 km Autofahren, soweit ich weiß.

Jürgen Sting 02.11.2014 | 21:10

das dieses Universum ein Universum ist, in dem Leben ein Killer sein muss, der sich von anderem Leben ernährt, um selbst zu überleben.

Ja, aber es ist unsere Entscheidung, wie viel wir töten wollen, was wir als noch hinnehmbar betrachten, um zu überlegen. Mit so einfachen Erklärungen gebe ich mich nicht ab. Im Endeffekt verläuft Ihre Argumentation in einem großen Nichts. Wenn töten so oder so dazu gehört und wir auch so oder so viel töten können wir wir eben tun, dann ist das nicht nur ein Freibrief für das Töten, sondern besiegelt vermutlich auch unseren Untergang. Wollen wir in einer Welt leben, in der das Recht des Stärkeren zählt oder das Recht des Klügeren? Unsere Entscheidung! Das ist eine Entscheidung, die der Löwe nicht treffen kann, wenn er jagt! Wir schon. Insofern frage ich mich, was Sie mit diesem Einwand überhaupt sagen wollen.

Dass Veganismus auf einer ethisch höheren Stufe liegt, ergibt sich folgerichtig aus den etischen Grundsätzen, auf die unsere Gesellschaft aufgebaut ist, an erster Stelle wäre zu nennen, das Töten falsch ist. Alles weitere ergibt sich.

Jürgen Sting 03.11.2014 | 01:08

Anscheinend will man hier alle Fakten über Bord werfen und Veganismus mit reiner Glaubenssache abtun. Dabei hat sich jeder Mensch, der sich dazu entschlossen hat lange mit den Fakten und Hintergründen beschäftigt. Es ist eine Entscheidung aus Gründen der Vernunft und des Mitgefühls, während traditionelle Ernährungs/Kleidungsgewohnheiten, die hierzulande hauptsächlich tierischen Ursprungs sind, durch die Eltern/das soziale Umfeld unhinterfragt weitergegeben wurden. Wenn schon ständig Vergleiche mit Religion fallen, welcher Lebensstil liegt dem wohl näher?

Jürgen Sting 03.11.2014 | 06:45

Und mir erscheint Fleischverzehr wie religiöser Fundamentalismus! Mal ernsthaft: können wir mal aufhören mit diesen albernen Bildchen und den abwegigen Vergleichen? Wieso bitte ist Veganismus religiös? Das soll mir mal ernsthaft jemand erklären! Wieso nicht Humanismus? Omnivorismus? Finde, man macht es sich damit verdammt leicht, Argumente zu "entkräften", indem man jemanden als religiösen Eiferer bezeichnet. Zudem empfinde ich es als beleidigend. Merkmale einer Religion sind vor allem der Glaube an etwas Übernatürlichem ohne dass es eines Beweises bedarf. Aber weder geht es beim Veganismus um Übernatürliche Phänomene noch werden ungeprüft irgendwelche Behauptungen aufgestellt. Der Vergleich ist unsachlich und diffamierend. Auf dieser Ebene lässt es sich auch nicht miteinander diskutieren. Würde ich mit ähnlichem Eifer für die Energiewende oder für Menschenrechte Stimmung machen (was ich auch für gut und wichtig halte), würde niemand auf die Idee kommen, mich als religiös zu bezeichnen. Das gibt es nur beim Veganismus, weil jeder am Ende das Gefühl hat, man will ihm etwas wegnehmen. Ja sind wir eine Welt voller Egoisten? Außerdem: natürlich ist Veganismus nicht der einzige Weg zu einer besseren Welt aber ein Stück des Weges dorthin.

Tao Traveller 03.11.2014 | 11:35

"Wieso bitte ist Veganismus religiös?"

Ja, statt "Religionsersatz" sollte ich praeziser Pseudoreligion sagen.

Es tut mir Leid, dass ich offensichtlich Ihrem Bildergeschmack nicht entsprechen kann. Aber, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, nicht wahr?

Bitte fassen Sie meinen Vergleich Veganer Tierverehrung mit dem Tanz um das Goldene Kalb als Ausdruck meiner persoenlichen Meinung auf.

Jürgen Sting 03.11.2014 | 15:21

Wieso ich? Ich muss das nicht! Dazu gibt es Studien. Dass für ein Kg Rindfleisch ca. 16 Kg Soja und Getreide angebaut werden muss, dass dafür gigantische Flächen Regenwald abgeholzt werden, die wiederum den Treibhauseffekt ankurbeln, muss ich nicht erst erfinden, das ist so. Man kann es verleugnen, das ändern aber nichts an der Kausalkette. Dass wir im Jahr Milliarden Tiere quälen, foltern und töten, das ist ebenso ein Fakt. Veganismus (sofern er aus ethischen Motiven erfolgt) ist der einzige Weg, diesem Töten ein Ende zu machen. Jetzt kann man sich fragen - geht es auch anders? Brauchen wir überhaupt so viel Ethik? Hierzu habe ich von Ihnen keinen Gegenentwurf gehört. Zumal es auch einfach schwer (d.h. nach heutigem Kenntnisstand nicht) zu widerlegen ist, dass wir keine Tiere töten müssen, um gesund zu leben. Die Fakten liegen auf dem Tisch, Veganismus ist nur die Folge. Außerdem hat das nichts mit Verzicht zu tun, wie es so oft dargestellt wird. Seit ich vegan lebe, ernähre ich mich so vielseitig wie niemals zu vor, es ist einfach viel abwechslungsreicher als zuvor. Früher gab es immer nur Fleisch, Wurst, Käse, Brot... Heute esse ich so ziemlich alles, eben nur nichts vom Tier.

Tao Traveller 03.11.2014 | 15:47

"Brauchen wir überhaupt so viel Ethik? Hierzu habe ich von Ihnen keinen Gegenentwurf gehört."

Ich habe auch keinen im Sinn. Bei aller Sympathie fuer leckeres Veganes Essen mag ich mir meine gelegentliche Currywurst-Pommes-Mayo nicht versagen.

Ich finde fuer mich persoenlich die "Schimpansendiaet" gut und teile in dem Sinne die Ethik der Schimpasen - wenn diese eine haben sollten.

Jürgen Sting 03.11.2014 | 16:06

Ich habe auch keinen im Sinn.

Wieso dann aber über andere lästern, die an einer Verbesserung der Verhältnisse interssiert sind? Stört Sie etwa meine Überzeugungsarbeit? Ich könnte genausogut gegen die Todesstrafe argumentieren, aber da sind wir wahrscheinlich einer Meinung, weil die Meinung dem allgemeinen Konsens entspricht. Das ist der einzige Unterschied zwischen Veganismus und Todesstrafe. Im Umkehrschluss nehmen Sie aber die ganzen negativen Begleiterscheinungen der Tierausbeutung einfach hin, das muss Ihnen bewusst sein, da nützt auch keine Schönrederei, kein Religionsvergleich. Das meine ich mit die Fakten akzeptieren. Ob man was ändern will, ist dann wieder ne andere Frage.

Ich finde fuer mich persoenlich die "Schimpansendiaet" gut und teile in dem Sinne die Ethik der Schimpasen - wenn diese eine haben sollten.

Das macht mich neugierig. Was ist denn die Schimpansendiät? Sind die nicht bisweilen kannibalistisch (wenn auch nicht hauptsächlich)?

Lethe 03.11.2014 | 19:14

langfristig gesehen führt wirklich kein Weg am Veganismus vorbei

langfristig gibt es nur zwei Alternativen: endweder die Menschheit beginnt mit der Besiedlung anderer Planeten, oder sie wird an sich selbst ersticken. Natürlich kann dieser Planet 15 Milliarden Menschen ernähren, ideale Bedingungen vorausgesetzt, z.B. eine fast ausschließlich pflanzliche Nahrung, vielleicht sogar 20 Milliarden, wenn es gelingt, Algen zu Nahrung zu machen. Und? Was ist das bei einem semi-exponentiellem, sich immer noch beschlenuigendem Wachtum der Bevölkerungszahl?

Veganismus ist also bestenfalls eine Brückentechnologie. Die wirkliche Lösung lautet auf ins All. Oder aber eine drastische Reduzierung der Bevölkerungszahl. Zwei Milliarden, nicht mehr. Besser eine Milliarden.

Lethe 03.11.2014 | 19:24

Würde ich mit ähnlichem Eifer für die Energiewende oder für Menschenrechte Stimmung machen (was ich auch für gut und wichtig halte), würde niemand auf die Idee kommen, mich als religiös zu bezeichnen.

Aber gewiss doch. Religiosität hängt nicht vom Inhalt ab, sonst gäbe es nicht so viele Religionen. Religiosität erklärt sich als Versuch in Sicherheit. Als Illusion von Sicherheit. Gewissheit, wo tatsächlich nur Treibsand ist. Sie schlagen Gesprächsteilnehmern, die eine der ihren entgegengesetzte Meinung vertreten, ihre Gewissheiten um die Ohren und erklären Ihre Gewissheit zum Argument. Das ist, äh, zutiefst religiös.

Lethe 03.11.2014 | 19:32

Das ist der einzige Unterschied zwischen Veganismus und Todesstrafe.

Darüber sollten Sie vielleicht noch mal in aller Ruhe nachdenken^^

Im Umkehrschluss nehmen Sie aber die ganzen negativen Begleiterscheinungen der Tierausbeutung einfach hin

Ich gratuliere zu Ihrer brillianten Erkenntnis. Können wir uns jetzt wieder etwas beruhigen, jetzt wo Sie sich in das sichere Bewusstsein ihrer ethischen Überlegenheit wickeln können? Sie müssen wissen, so verwerfliche Wesen wie Tao oder ich oder knapp 7 Milliarden andere Menschen schauen zwar gerne auf die hohen Ideale und Vorbilder, aber sie folgen ihnen nicht. Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein.

Jürgen Sting 03.11.2014 | 20:12

Also 100 Milliarden dürften bei veganer Ernährung (grob umgeschlagen) kein Problem sein, aber dann wirds eng. Natürlich können wir unsere Probleme auf irgendwann später verschieben und auf ein Leben späterer Generationen in den weiten unserers Universums hoffen. Ich glaube allerdings eher, bis die Menschheit so weit ist hat sie sich eher selbst ausgerotten bzw. soweit dezimiert, dass die Versorgung gewährleistet ist.

Jürgen Sting 03.11.2014 | 20:49

Ich sollte das spezifizieren: Philosophie und Ethik entwickeln das ethische Verständnis weiter, sind für das Verständnis von Mensch und Natur durchaus wichtig, in dem Zusammenhang ist Tierethik auch ein fortschrittliches Forschungsgebiet. Aber welchen Nutzen erfüllt die Religionswissenschaft, insbesondere die Bibelexegese? Schließlich können die Geistlichen sich quasi aussuchen, welche Bibelanleihen sie wörtlich nehmen und welche nicht. Zudem ist die Bibel 2000 Jahre alt. Ernsthaft, was soll uns das heute sagen? Es ist nur ein Buch! Es wäre das selbe wenn wir Harry Potter für absolut wörtlich nehmen würden und darauf eine Glaubenskommune gründen. In 2000 Jahren glaubt dann immer noch die halbe Menschheit, dass es ihn gegeben hat und er uns von dem bösen erlöst hat.

Jürgen Sting 03.11.2014 | 20:57

Niemand behauptet, dass Sie ein schlechter Mensch sind. Aber die Auswirkungen unseres unbewussten Handelns können durchaus frapide sein. Ich bin durchaus fähig, das von dem Menschen zu trennen, aber wir können uns in einer komplexen, post-liberalen Gesellschaft nicht weiterentwickeln ohne uns Gedanken um die Folgen unseres Konsums Gedanken zu machen. Was machen die Konzerne mit unserem Geld, die Politiker, die EU? Es geht darum das indisparente Labyrinth unserer Wirtschaftssysteme zu entschlüsseln - und zu einer gerechteren Ethik zu finden. Und es geht darum Mitgefühl zu entwickeln, nicht das wir keines hätten, aber wir wenden es nur sehr selektiv an. Wie behandeln wir unsere Haustiere, Katzen, Hunde, wie behandeln wir unsere Schweine, Rinder? Merkste was?

Jürgen Sting 03.11.2014 | 21:21

Außerdem (sorry, das muss noch sein) wirkt diese abwehrende Haltung ziemlich borniert, wenn man etwas nur deswegen NICHT tun will, weil jemand ihn darauf hingewiesen hat (ein Veganer!), nicht etwa, weil man sich seines eigenen Verstandes bedient. Es ist helt eine Ausrede ähnlich derjenigen, sich auf seine Unvollkommenheit zu berufen, wenn man sagt: weil der das so macht, will ich das nicht! Nicht weil die Tiere mir egal sind, sondern weil der das so macht! Lassen Sie sich doch nicht von mir ärgern! Es ist doch egal, was ich sage - natürlich werden Sie sich genau diesen Satz rauspflücken und bei herzlich beipflichten, das sei Ihnen gegönnt, aber was ich meine: sie haben einen eigenen Verstand, den können sie benutzen. (nicht, dass sie das nicht täten) Aber sie können mitschwimmen mit dem Strom oder dagegen, das ist ihnen überlassen, aber tun sie bitte nicht so als würde ich sie "übergrifflich" in fundamental religiöser Manier bedrängen. Und nur ganz nebenbei, wenn sie sich mit "veganischer" Ernährungsweise auseinandersetzen würden, wüssten sie, dass es VEGAN heißt! Nichts für ungut!

Lethe 04.11.2014 | 14:00

Aber welchen Nutzen erfüllt die Religionswissenschaft

Sie verwechseln Religionswissenschaft mit Theologie, und selbst Theologie ist bei weitem nicht nur Vorbereitung auf den Priesterjob.

Bei Religionswissenschaft geht es im Prinzip darum, zu verstehen, wie Religionen formal und pdychologisch funktionieren, historische Entwicklungen nachzuzeichnen und soziale Einflüsse nachzuweisen. Das ist so legitim wie jedes andere Erkenntnisinteresse auch. Theologie ist eine Wissenschaft im Schnittbereich von Historik, Archäologie, älterer Sprachwissenschaft, Anthropologie u.a. Ihr Gegenstand ist nicht so sehr das Göttliche sondern die Biblischen und sonstige grundlegende Schriften. In der Priesterausbildung treten natürlich weitere Gebiete hinzu. Insgesamt mag das etwas eingeschränkt erscheinen, aber über Geschmack und Berufung lässt sich nicht oder nach Belieben streiten^^

Lethe 04.11.2014 | 14:08

Sie haben starke Wertevorstellungen, und leiten daraus starke Handlungsmaximen ab. Das dürfen Sie. Aber Sie müssen eben zur Kenntnis nehmen, dass Ihre Wertevorstellungen und Handlungsmaximen nicht Konsens sind. Sie werden also nicht daran vorbei kommen, Lobbyarbeit zu betreiben. Wenn Sie darauf hoffen, mit Appellen an persönliche Moral den Veganismus zur beherrschenden Ideologie der Menschheit werden zu lassen, warten Sie auf den St. Nimmerleinstag.

Mitgefühl ist immer gefaltet über die eigenen Bedürfnisse. Auch das müssen Sie zur Kenntnis nehmen. Nicht billigen, aber zur Kenntnis nehmen. Und wenn Sie glauben, mit Veganismus das Kapital zu vertreiben - sorry, das wäre naiv.

Lethe 04.11.2014 | 14:35

dass es VEGAN heißt! Nichts für ungut!

ach, das ist nur mein altes Leiden, die haben schon in der Grundschule festgestellt, dass meine political correctness-Drüse verkümmert ist^^ außerdem ist Sprache in fortwährendem Wandel begriffen, wenn also genügend viele Leute "veganisch" gebrauchen, heißt es bald nicht mehr "vegan"^^ Ist dadurch in der Sache irgendwas verloren oder gewonnen?

wirkt diese abwehrende Haltung ziemlich borniert, wenn man etwas nur deswegen NICHT tun will, weil jemand ihn darauf hingewiesen hat

Das missverstehen Sie^^ Ihre Darlegungen haben nicht das Geringste damit zu tun, ob ich derzeit vegan leben will oder nicht^^ ich habe schon veganisch gelegt, da haben andere noch gedacht, das käme von der Wega^^ irgendwann habe ich mich dann wieder davon abgewandt, aus meinen ureigensten Gründen. Und verzeihen Sie: meine Gründe, meine Einsichten, mein Aversionen sind mir wichtiger als alles, was Sie vorbringen könnten, um mich zu einer bestimmten Lebensweise zu bewegen. Kann sein, dass ich in 10 Jahren wieder veganisch leben werde, kann sein, dass der Blitz der Einsicht mich schon morgen trifft. Aber es wird meine Einsicht sein, und nicht ihre Gründe, die mich zu Änderungen bewegt.

Das ist es, was Sie nicht akzeptieren können oder wollen. Sie glauben sich im Besitz der Wahrheit, wie jeder Gläubige, und Sie glauben, diese Wahrheit sei wahr genug, um alle Menschen darauf verpflichten zu müssen. Wenn Sie darin den Bezug zu Religionen nicht erkennen, sorry, dann sind Sie auf dem Auge eben blind.

Jürgen Sting 04.11.2014 | 19:44

Und wenn Sie glauben, mit Veganismus das Kapital zu vertreiben - sorry, das wäre naiv.

Herrje, muss ich denn hier alles erklären? Sogar die einfachsten Dinge wie Angebot und Nachfrage. Nicht vertreiben, Umlenken! Wenn Sie einkaufen gehen, entscheiden Sie wohin Ihr Geld fließt und wen sie damit unterstützen. Das ist wie ein Wahlzettel beim Urnengang, nur haben Sie täglich die Wahl.

Zum Thema Handlungsmaximen: was für einen Sinn hätte eine Ethi, wenn darauf nicht Taten folgen würden. Lobbyarbeit betreiben die vielen Tierschutzvereine, das ganz zurecht, aber da sie von fehlenden Konsens sprechen - der kommt nur über das Volk - theoretisch natürlich, aber niemand wird eine Partei wählen, die in erster Linie für die Abschaffung der Massentierhaltung etc. eintritt, wenn sie/er nicht von der Richtigkeit dessen überzeugt ist. Übrigens besteht in weiten Teilen der grünen Agenda durchaus Konsens - nur an der Durchsetzung mangelt es. Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass Massentierhaltung Qualzucht bedeutet und daher falsch ist. Sie etwa? Glaube ich nicht, darüber sind wir uns einig. Wenn es aber darum geht, dem Taten folgen zu lassen, schieben wir uns gegenseitig den schwarzen Peter zu. Tatsächlich funktioniert verstehen letztendlich über fühlen. Sie werden es nicht glauben, aber Menschen sind durchaus zu Empathie fähig, wenn sie es denn wollen.

Jürgen Sting 04.11.2014 | 20:46

Dann will ich dem ganzen mal ein Ende bereiten. Ich stelle mal eine Frage in den Raum. Über die könnt ihr euch immer noch den Kopf zerbrechen: sind alle Mathematiker religiös? Weil sie uns doch ernsthaft weiß machen wollen, dass zwei und zwei vier ist?! Oder sind wir es, weil wir es glauben?

Veganismus ist nicht die unumstößliche Wahrheit, sie ist es aber unter bestimmten Prämissen. Angenommen, man will nicht, dass Tiere für einen leiden müssen, angenommen, man will nicht, dass Tiere instrumentalisiert und ausgebeutet werden, dann gibt es wirklich nur einen Weg. Ratet man welchen! Das ist Logik, nicht Glaube! Tut mir leid, aber wer das nicht erkennt, hat wirklich nicht all seine Sinne beieinander.

Damit wünsche ich auch allen eine gute Nacht!