Teardown

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RE: Nein zu sagen reicht nicht | 13.08.2014 | 19:47

160.000 im Jahr, diese feministische Zahl ist hier auch gefallen. Nehmen wir mal die Einmaltäterschaft jedes Vergewaltigers an, multiplizieren wir die Vergewaltigung mit der Lebenserwartung von Männern und berechnen den Anteil auf die Gesamtzahl aller Männer in Deutschland heißt das, dass etwa 30 Prozent, also jeder dritte Mann in Deutschland ein Vergewaltiger ist.

Gut die Rechnung ist unsauber, weil männliche Säuglinge nicht vergewaltigen können, auch gibt es Mehrfachtäter. Aber ob es jetzt jeder dritte oder jeder vierte, meinetwegen auch jeder fünfte oder sechste Mann in Deutschland sein soll, mir erscheinen diese Zahlen zu hoch. Übrigens hieße das auch, dass wir in Deutschland etwa 12 Millionen vergewaltigte Frauen hätten, die übrigens alle schweigen. Zwölf Millionen Menschen denen ein schlimmes Verbrechen zuteil wurde und die nichts sagen, nicht einmal ihren Freunden und Familien. 12 Millionen Opfer eines Verbrechens, das auf der Niederträchtigkeitsskala ganz oben steht, wo jeder Fall zumindest in der Regionalpresse aufgegriffen wird und wo allein die Anschuldigung Täter zu sein schon das Leben zerstört. 12 Millionen, für mich unbegreiflich. Eine politische Zahl eben.

RE: Nein zu sagen reicht nicht | 12.08.2014 | 14:43

>>"vor knapp zwei Jahren wurde der Fall einer noch sehr jungen Frau bekannt, die ausdrücklich „Nein“ gesagt, der Täter dies auch eingeräumt hatte, er dennoch straffrei ausging. Im Freitag-Blog wurden Sachverhalt und Urteil u.a. unter dem Titel àDen Fluchtweg nicht geplant“ thematisiert."

Nun ist ja die schriftliche Urteilsbegründung der Richterin für jedermann online einsehbar. Würde man diese auch lesen, würde man solche Artikel auch nicht verfassen. So konnte die Klagende nicht mehr ausschließen, dass sie selbst dem mutmaßlichen Täter das eindringen durch Spreizung der Beine ermöglicht hat. Des Weiteren hat sie ausgesagt, dass sie sich selbst entkleidet hat (Ohne Einwirkung des mutmaßlichen Täters). Dieser Fall ist kein Beleg für die Notwenigkeit einer Gesetzesänderung, sondern der Beleg wie schwierig ein "Nein" in der Lebenswirklichkeit rechtlich zu behandeln ist. Ob der hier von Frau Baureithel aufgezeigte Weg, jeden Sex ohne ein ausdrückliches "Ja" ist erstmal als Vergewaltigung zu behandeln, was logisch zu Ende gedacht, zu der paradoxen Situation führt, dass wenn beide Geschlechtspartner kein "Ja" gegeben haben, sich beide der Vergewaltigung schuldbar gemacht haben und somit beide die Linie überschritten haben und somit auch beide in den Knast gehen müssen, sei dahingestellt. Insbesondere dürfte diese Ausweitung des Vergewaltigungsbegriffs zu einer massiven Erhöhung weiblicher Straftäter führen, denn Frau Baureithel scheint nicht klar zu sein, dass auch Männer keine Sexmaschinen sind und auch das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung haben. "Nicht immer wenn die Frau will, will auch wirklich der Mann.", ja tatsächlich! Aber kein Problem, Frauen können ja gar nicht nach 177 bestraft werden, da die Vergewaltigung mit dem gewaltsamen Eindringen in den Körper des Opfers verbunden ist. Erst eine erzwungene Penetration mit Hilfsgegenständen macht aus einer Nötigung eine Vergewaltigung beim Mann. Willkommen im 21. Jahrhundert, nach 50 Jahren Feminismus in Deutschland wo es immernoch solche Paragraphen gibt, und, jetzt kommt das beste: Es keine Feministin interessiert! :-)

RE: Ein Geschäft, das Frauen degradiert | 12.08.2014 | 13:41

Ihre Kapitalismuskritik schön und gut (Inhaltlich stimme ich Ihnen ja zu, aus religiösen Gründen), aber hier mit Feminismus zu kommen erschließt sich mir nicht. Diese Frauen die Leihmütter beauftragen, handeln doch gerade selbstbestimmt nach der Devise „Mein Bauch gehört mir!“. Da ist kein Zwang, das ist reine Emanzipation und bei Samenspende ist dann auch der Patriarch auch nicht im Hause, besser gehts doch nicht! Die thailändische Frau hat nie "Mein Bauch gehört mir!" geschrien, das haben europäische weiße Wohlstandsfrauen geschrien. Also entweder Kapitalismuskritk oder eine ethnisch religiöse Gegenrede zur Leihmutterschaft, aber eine feministische macht keinen Sinn.

RE: Nein zu sagen reicht nicht | 12.08.2014 | 11:24

>>"Es wäre nützlich das konkrete Urteil zu kennen (leider nicht verlinkt)."

Dazu braucht man keine Urteile. Stellen Sie sich mal vor das Herunterreissen der Kleidung würde zur Erfüllung des Straftatbestand der Vergewaltigung ausreichen. Gut hier wird ja auch argumentiert dass Sex erstmal grundsätzlich eine Vergewaltigung ist, es sei denn die Teilnehmer geben ein explizites Opt-In.

RE: Nein zu sagen reicht nicht | 12.08.2014 | 11:10

Sehr geehrte Frau Baureithel,

wenn Sie schreiben, dass eine Vergewaltigung vorliegt, wenn die Frau kein explizites Einverständnis abgibt und es Anzeichen von Nichtwollen gibt, gilt das dann auch im umgekehrten Falle?

Denken Sie mal weiter, was wäre denn wenn beide Sexualpartner kein Einverständnis abgeben und sich gegenseitig der Vergewaltigung bezichtigen. Wandern dann beide in den Knast? Das ist keine Lappalie, das wäre die konsequente Anwendung Ihres Vergewaltigungsbegriffes!

Es mag für Sie kaum vorstellbar sein, aber auch nicht jeder Mann steht zu jedem Zeitpunkt den amorösen Avancen seiner Partnerin offen gegenüber. Er zeigt häufig auch Zeichen von Ablehnung und es gibt kein explizites "Ja". Heißt das, gemäß ihrem Vergewaltigungsbegriff, er wird von seiner Partnerin vergewaltigt?

Ich finde es erstaunlich wie konsequent bei einem solchen Thema die männliche Perspektive keine Rolle spielt, und das im Jahre 2014! Aber gut, am Artikel sieht man ja schon wohin die Reise geht. Es gibt keine mutmaßlichen männlichen Täter, sondern jede Anzeige betrifft auch einen Täter. Dass was Sie "klingt sperrig" nennen, ist eines unserer höchsten Rechtsgute: Die Unschuldsvermutung....