Tedfell

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RE: Empört euch nicht! | 22.03.2012 | 12:19

Natuerlich muss es im 2. Absatz heissen: anwendbar (nicht: abwendbar). Sorry!

RE: Empört euch nicht! | 22.03.2012 | 12:16

Danke. Ein wichtiger Beitrag. Selbst der Begriff von "der" politischen Klasse ist in diesem Sinne falsch, weil frei von politischen Inhalten.
Vielleicht ein wenig konstruiert, aber doch abwendbar: "Normalisierung ist die Kolonisierung des Denkens, wobei das unterdrueckte Subjekt glauben soll, dass die Wirklichkeit des Unterdrueckers die einzig 'wahre' Realitaet sei, nach der es zu leben gilt, und dass somit Unterdrueckung eine Tatsache sei, mit der man zu leben lernen muss." (nach: Palestinian Campaign for Cultural and Academic Boycott)
Deshalb gilt es, die "Normalitaet" des politischen Alltags im Kapitalismus nicht zu akzeptieren.

RE: Vom Winde angeweht | 07.03.2012 | 13:09

@matto
Dank für diesen Interviewtext. Er hebt sich positiv ab von der kampagnenhaften Berichterstattung aus Russland, deren bewußtes Ignorieren von Fakten und Geschichte die Schmerzgrenze der guten politischen "Geschmacks" längst überschritten hat.

RE: Loving for Freedom | 23.02.2012 | 17:22

Gauck erscheint mir dem Gruselkabinett streng religioeser Patriarchen entsprungen. Eine Figur, die eigentlich in die Vergangenheit gehoert. Diese Menschen haben etwas gnadenloses an sich. Sie sind getrieben vom Ruf und der Mission, den Menschen ihren Glauben, ihre Sichtweise der Dinge erklaeren und beibringen zu muessen. Toleranz gegenueber anderen Sichtweisen, anderen Glauben oder gar gegenueber Nicht-Glauben ist eher hinderlich als foederlich fuer ihre Mission. Deswegen spielt Toleranz, wenn ueberhaupt eine, nur eine untergeordnete Rolle.
Filbinger, ehemals Ministerpraesident in Baden-Wuerttemberg, galt aus guten Gruenden als "schrecklicher Jurist". Nun bekommt die Bundesrepublik noch einen "schrecklichen Praesidenten".

RE: Loving for Freedom | 23.02.2012 | 17:21

Gauck erscheint mir dem Gruselkabinett streng religioeser Patriarchen entsprungen. Eine Figur, die eigentlich in die Vergangenheit gehoert. Diese Menschen haben etwas gnadenloses an sich. Sie sind getrieben vom Ruf und der Mission, den Menschen ihren Glauben, ihre Sichtweise der Dinge erklaeren und beibringen zu muessen. Toleranz gegenueber anderen Sichtweisen, anderen Glauben oder gar gegenueber Nicht-Glauben ist eher hinderlich als foederlich fuer ihre Mission. Deswegen spielt Toleranz, wenn ueberhaupt eine, nur eine untergeordnete Rolle.
Filbinger, ehemals Ministerpraesident in Baden-Wuerttemberg, galt aus guten Gruenden als "schrecklicher Jurist". Gauck waere in der Tat ein "schrecklicher Praesident".

RE: Gabriels Schlafwagen | 01.12.2011 | 14:08

Das Bild von der im Schlafwagen fahrenden SPD - wunderbar. Umso mehr, weil der SPD-Vorsitzende diese Metapher selber in die Diskussion eingebracht hat.
Offenbar haben Sie, lieber TS, die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass unsere Sozis sich den Schlaf aus den Augen reiben, irgendwann einmal. Ich habe diese Hoffnung schon lange aufgegeben, was nicht heissen soll, es sei falsch, sie zu haben.
Ich frage mich jedoch, von welchem Zug sprechen wir hier eigentlich? In welchem Schlafwagen liegen sie denn? In Suedafrika, wo ich mich gerade aufhalte, sprach man nach 1994, dem Zeitpunkt des verkuendeten Endes der Apartheid, vom "gravy train", auf den nun viele ehemalige Freiheitskaempfer aufsprangen - und noch mehr Trittbrettfahrer. (Gravy = die Sosse zum Braten; im Deutschen wuerde man eher vom "Sahnezug" sprechen, frei nach Udo Juergens' "Aber bitte mit Sahne"). Ist es nicht auch so, dass viele Sozialdemokraten in der jungen BRD im "gravy train" des angeblichen Wirtschaftswunders mitfahren wollten? Um dann, sattgefressen, im Schlafwagen der Selbstgefaelligkeit haengen zu bleiben. Ich fuerchte, so mancher ist dort ins Koma geraten.

RE: Wie magistral ist das denn? | 30.11.2011 | 16:29

Habe den Reisebericht mit Vergnuegen gelesen. Angeblich schwere Kost mal etwas leichter und verdaulicher darzubieten - was ist daran so verwerflich, Herr Dreyfuss? Der Krogerus wollte doch keine Seminararbeit zum Thema S21 verfassen. Dass das Bier in Bratislava nur 95 Cent kostet, das ist schon eine Reise wert...

RE: Vom Gegner zum Feind zum Monster | 08.04.2011 | 16:17

Schliesse mich an. Ein einleuchtender und zwingender Kommentar zur Technik imperialer Macht- und Resourcen-Sicherung, an aktuellen Beispielen.

RE: Grüner Koch, roter Kellner | 28.03.2011 | 14:19

Danke SchmidtH. Ich denke, in BW ist vor allem das so genannte Bildungsbuergertum 'auf die Barrikaden' gegangen. Da kommt so einer wie Mappus mit seinem schlichten Weltbild und seiner brachialen Art nicht gut an. Ein grundsaetzlicher Politikwechsel in Deutschland wird von der BW-Wahl aber kaum ausgehen koennen. Wahrscheinlich purzeln die derzeit regierenden Neoliberalen vom Podest. Das ist schon viel, ja. Und was kommt dann? Die Erfahrungen der Schroeder/Fischer-'Aera' sind noch gut in Erinnerung, oder nicht?

RE: Gaddafis Gegenspieler | 24.03.2011 | 19:00

Vor diesem Hintergrund muss man sich mal die Aussage einer Juristin von der Uni Potsdam, Sibylle Toennies, auf der Zunge zergehen lassen: "Zwei Wogen des Zeitgeistes prallen in der Libyen-Frage aufeinander: die kosmopolitische, interventionistische, die den Menschenrechten auf dem ganzen Globus zur Durchsetzung verhelfen will, und die isolationistische, die sich realistisch nennt und den nationalen Eigennutz in den Vordergrund stellt." (Der Tagesspiegel, 24.3.2011)
Das erinnert mich an jene "kosmopolitische Woge" damals in Afghanistan, die Osama bin Laden und seine Gotteskrieger auf die Weltbuehne gespuelt hat und derer die so Wogenden heute nicht mehr Herr werden. Die Menschenrechte fuehren diese "kosmopolitischen, interventionistischen" Kraefte zwar staendig im Munde, aber was sind ihre Ziele? Da war doch der ehemalige Bundespraesident ehrlicher, es geht um wirtschaftliche Einfluesse, um Rohstoffe und Maerkte. Und das sollte in Libyen anders sein? Wohl kaum.