Tina

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RE: Nicht nur Rezepte | 13.05.2013 | 10:26

Ich hab gar nicht gefordert, die Brigitte solle nicht über den Prozess schreiben. Doch ich teile die Verwunderung darüber, dass die Brigitte neuerdings als hochqualitatives Politmagazin zu gelten scheint.

Mit ihrem Personal braucht Frau Sheryl aber keine Haushaltstipps mehr, liebe Anne. :)

RE: Nicht nur Rezepte | 13.05.2013 | 10:14

Gehen Sie doch mal "Diskurs" googeln, lieber Herr Ed. Oder Lidstrich üben.

RE: Nicht nur Rezepte | 12.05.2013 | 22:23

Glückwunsch zu Ihrer feinen Beobachtungs- und schnellen Auffassungsgabe, da brauchen andere viel länger.

Es ging übrigens um die Verwunderung, dass die Brigitte neuerdings als politisches Qualitätsblatt gelobt wurde und die Diskrepanz zur Agenda und zum Welt- und Frauenbild des Magazins, das "Frauenthemen" ganz traditionell bzw. anachronistisch auffasst: Wie kann die Frau schön werden und schlank, eine gute Köchin, eine gute Haushälterin. Das passt nun mal nicht zum angeblichen Profil einer Publikation zur fortschrittlichen, kritischen politischen Geistesbildung.

Warum man in diesem Diskurs hämisch, persönlich und beleidigend werden muss, lass ich mir gern erklären.

RE: Nicht nur Rezepte | 11.05.2013 | 19:22

Doch bitt scheen, versucht uns jetzt nicht noch zu erklären, dass die Brigitte-Lektüre zur politischen Willensbildung mittlerweile unentbehrlich geworden ist.

Genau das (hat auch die gute Frau Lobo gesagt).

Frau Nahles fährt also gern schnell. Zu finden tatsächlich unter "Politik". Höchst seltsam, das alles.

RE: Nicht nur Rezepte | 11.05.2013 | 17:51

Top-Themen heute bei Brigitte.de:

"Was hilft wirklich gegen Cellulite?"
"Brautsträuße – kreative Ideen für die Hochzeit"
"So leicht nehmen Sie drei Kilo ab!"
"Aufräumtipps: Wohin mit den alten Klamotten?"
"55 Ideen: Kartoffeln vegetarisch genießen"
"Was bringt Sie aus der Fassung? Reden Sie mit!"

Enough said.

Ich weiß gar nicht, was ich ermüdender finde – Postparties, eine verquere Feminismusdebatte oder diesen irrelevanten Versuch eines Tritts in die Seite auf einen FB-Kommentar hin, mit der Begründung, dass die Brigitte sogar ganz dolle Gesprächsrunden mit Politikerinnen macht, in denen Merkel auch einfach mal Privates sagen darf, endlich.

In der Tat scheint die Brigitte nicht nur durch die Brigitte-Diät Bekanntheit erlangt zu haben, sondern auch eine Tradition der politischen Berichterstattung zu pflegen. Meine persönliche Sternstunde des kritischen Journalismus:

BRIGITTE: Deutschland wählt am 18. September 2005. Sie, Frau Dr. Merkel, dürfen jetzt schon wählen. Erstes Thema: Worüber möchten Sie lieber sprechen - Frühstück oder Abendessen?

Und warum sollte man sich noch gleich von seiner eigenen Haltung distanzieren? Gut, dass sie's nicht tut.