Mo Lindt

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RE: Die Show läuft hinter dem Vorhang | 25.09.2020 | 15:42

"Sie setzt sich hin. Vorne, auf die Bühne. Weinend. Die Journalisten sind jetzt still."

Liebe Frau Koester, wen wollen Sie damit anklagen? Ist das eine erwachsene Antwort auf eine sexistische Unverschämtheit? Ich glaube nicht. Wir können nicht immer von anderen erwarten, dass sie uns den Weg ebnen. Auch wenn ich das Verhalten von Männern in der Politik (und anderswo) oft unerträglich finde, so ist es doch die Aufgabe der Frauen, sich dagegen zu wehren. Und nicht das kleine hilflose Mädchen zu spielen. Wenn Frauen nicht lernen Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, dann kann es mit der Emanzipation nicht klappen. Ihr Artikel ist mir deshalb viel zu unkritisch!

RE: Sie bleibt dabei! | 22.08.2020 | 09:47

Ich stimme Ihnen zu: Man kann nicht versehentlich plagiieren. Die Texte waren offenbar als populärer Beitrag zu einer Debatte gedacht und mit heißer Nadel schnell gestrickt. Trotzdem wirklich dumm und eine fulminante Verkennnung der Lage. Also auch der Stimmung Wissenschaftlerinnen gegenüber. Ein männlicher Kollege käme mit mehr Schluderein durch ...

Was aber unangenehm ist an der Debatte ( und da unterscheidet sich Der Freitag wohltuend vom Rest der deutschen Presse) ist, dass Frau Koppetsch derart der Prozeß gemacht wird, als hätten alle (männlichen Kollegen) nur darauf gewartet. Mit Lust wird hier zerissen, vorgführt und vernichtet. Die FAZ tat sich dabei ganz besonders hervor. Auch mit den vielen (oftmals alten und aus dem Kontext genommenen) Abbildungen der Autorin.

Und dabei wurde ignoriert, dass hier jemand was Wichtiges zu sagen hat. Ihre Bücher sind relevant. Von welchem Wissenschaftler (der Geistes- und Sozialwissenschaften) kann man das heute sagen? Von Reckwitz, Allmendinger und vielleicht noch Koppetsch.

RE: Sie bleibt dabei! | 22.08.2020 | 09:36

"Auch im Denken und Kommunizieren hat sich die Ideologie des Privateigentums breitgemacht."

Man kann doch nicht den Eigentumsbegriff aus, sagen wir der Bauwirtschaft, mit der Uhrheberschaft gleichsetzen!

Der Eigentumsbegriff sollte differenziert werden. Ihn abzuschaffen geht m.A.n. nicht - aber man könnte über eine Begrenzung sprechen, die dem Eigentum vorgegeben wird. Ab 1 Milliarde würde ich verstaatlichen.