TETRO

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RE: „Wir sind im Schlafmodus“ | 21.07.2014 | 10:30

Auch hier in Deutschland ist man im Schlafmodus, was die Flüchtlingslavine von Nordafrika kommend Richtung Sizilien anbelangt. Heutemorgen erreichte mir die Nachricht eines Freundes aus Sizilien, das dort der Verdacht auf Evola-Virus besteht. Ja dann viel Glück.

RE: Kein Fracking-Foul zur Fußball-WM | 02.07.2014 | 13:22

Hallo Knattertom

....... mit dem Unterschied, dass man in der Sache "Asse" mehr oder weniger weis was dort unten lagert. Über Pasquasia weis man in Deutschland sogut wie nichts. Rufen Sie mal bei der Europäischen Union in Straßburg oder Brüssel an und fragen Sie mal nach. Sie werden nichts erfahren. Was mich wundert ist, das sich für diese Geschichte noch nicht DER SPIEGEL interessiert hat. Insbesondere deshalb, weil dahinter noch ganz andere Mächte und Nationen mitgewirkt haben.

Pasquasia liegt auf Sizilien und dürfte als der größte Umweltskandal / Katastrophe der letzten 40 - 50 jahre in Süditalien oder Sizilien zu bewerten sein.

RE: Sie nennen es "freiwillige Räumung" | 29.06.2014 | 07:57

Hallo Anti3anti

hier sind nochmal 1082 Flüchtlinge, die in den letzten Stunden aus dem Meer gefischt wurden. Das wird jetzt jeden Tag so weiter gehen. Die Menschen wollen alle nach Nord- und Mitteleuropa, besonders Deutschland. Vielleicht findet sich in ein paar Monaten so ein Arbeitsamt besetzt - ich hätte nichts dagegen.

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2014/06/28/news/sicilia_immigrati_salvati_sos_mare-90251831/

RE: Sie nennen es "freiwillige Räumung" | 28.06.2014 | 09:10

Hallo Julialita, Sie schreiben in Ihrem Artikel von 900 Polizisten die in ihrer Ninja-Turtle Montur gut ausgerüstet gegen derartige Radikale vorgehen, die da unverschämt und unbewaffnet auf missachtete Rechte aufmerksam machen würden – auf die missachteten Rechte derer, die seit eineinhalb Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen in der Schule in der Ohlauer Straße leben müssen.

Vielleicht haben Sie diesen Sommer die Zeit und die Möglichkeit einen kleinen Urlaub auf Sizilien zu machen. Da dort der Tourismus mehr oder weniger am Boden liegt, könnten die Leute dort Ihr Geld (Tourismus) gut gebrauchen. Nehmen Sie Ihre Fotokamera mit und machen Sie damit eine Tour durch die Städte und Dörfer der Insel. Laufen Sie mit offenen Augen durch die Straßen und Plätze. Stellen Sie den Einheimischen Fragen (fast jeder vierte Sizilianer kann Deutsch) wie sie ihre Zukunft sehen. Sie werden feststellen, dass die allermeisten Sizilianer diese Menschen nicht hassen oder ihnen Schlechtes wünschen, sondern vielmehr bemitleiden. Doch damit wird es bald ein Ende haben. Da es auf Sizilien sowohl für die Sizilianer als auch für die Flüchtlinge keine Zukunftsperspektive gibt, wird es auf Sizilien über kurz oder lang zu großen gesellschaftspolitischen Verwerfungen kommen.

Besuchen Sie die Auffanglager, die es inzwischen in jeder größeren Stadt Siziliens gibt (z. B. Piazza Armerina, Caltanissetta oder Enna) und fragen Sie die Flüchtlinge, warum sie nach Sizilien gekommen sind. Mit wenigen Ausnahmen will niemand von diesen Menschen auf Sizilien oder gar Italien bleiben. Ihr Ziel ist vielmehr Deutschland. Anschließend können Sie ja Ihre Erfahrungen hier veröffentlichen. Ich wäre sehr daran interessiert.

Übrigens, Berthold Brecht war ein Plagiator. Vieles was er schrieb entnahm er aus Werken Shakespeare oder Villon. Haben Sie keinen anderen Schriftsteller zur Hand? Warum nicht mit Franz Kafka!

RE: Sie nennen es "freiwillige Räumung" | 28.06.2014 | 07:17

500 Flüchtlinge in Messina angekommen - zwanzig Syrier versuchen die Flucht.

Gerade frisch eingetroffen! Ich werde versuchen Sie immer auf dem Laufenden zu halten.

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2014/06/26/news/messina_arrivano_in_porto_500_migranti_venti_siriani_tentano_la_fuga-90051284/

RE: Kein Fracking-Foul zur Fußball-WM | 27.06.2014 | 18:50

Was wissen die Umweltschützer in Deutschland über „Pasquasia“ eine Miene in Zentralsizilien, in der für die Produktion von Sulfate bis Anfang der 90iger Jahre Kainit abgebaut wurde. Angeblich sollen heute dort Tonnen von radioaktivem Material illegal vergraben worden sein, dass inzwischen die ganze Gegend radioaktiv verseucht (Enna/Piazza Armerina). Landwirtschaft, Viehzucht und Tourismus dürften davon betroffen sein. Vom italienischen Staat erfährt man nicht Näheres davon. Wie kann das sein?

RE: Bleiben oder Springen | 27.06.2014 | 09:28

Karl Marx hat über Sizilien und seinen Bewohnern einmal gesagt, dass in der bisherigen Geschichte der Menschheit wohl kein Land und kein Volk so entsetzlich unter Sklaverei, fremden Eroberungen und Unterdrückungen gelitten und so leidenschaftlich um seine Freiheit gekämpft hat, wie Sizilien und die Sizilianer. Ich weiß nicht ob er damit recht hatte jedenfalls wird man mit den Sizilianern in naher Zukunft rechnen müssen.

Ich bin gerade aus einem mehrwöchigen Aufenthalt auf Sizilien zurückgekommen. Meine Frage allgemein lautet: Wie viele Menschen in Deutschland sind vollumfänglich darüber informiert, was aktuell dort wirtschaftlich und wegen der „biblischen“ Flüchtlingsströme über das MARE NOSTRUM nach Sizilien, vor sich geht?

Die Situation dort erinnert immer mehr an Griechenland. Krankenhäuser werden geschlossen; der öffentliche Dienst funktioniert immer weniger, eine längst verschwunden geglaubte Armut breitet sich langsam aber stätig wie ein Krebsgeschwür über die Insel aus. Kriminalität und Korruption, politische Skandale, Verfall sind an der Tagesordnung und beherrschen die Schlagzeilen der großen sizilianischen Tageszeitungen (LA SICILIA und IL GIORNALE DELLA SICILIA). Was sich dort momentan anbahnt, wird Folgen für Italien und somit auch für Gesamteuropa haben.

Alleine die Flut der inzwischen täglich zu Tausenden auf Sizilien ankommenden Flüchtlinge – mit all den Problemen, die dadurch entstehen und mit denen die Region Sizilien und ihre Menschen von Europa alleine gelassen wird, ist besorgniserregend. In der Tat scheint „Europa“ für die Lösung dieses Problem immer noch keine Antwort haben.

Auf Sizilien gibt es für diese Flüchtlinge keine Zukunft. Wer Arbeit findet, bekommt dafür einen Hungerlohn von ein oder zwei Euro. Das ist die sizilianische Antwort auf die Globalisierung – ähnlich wie Kalifornien mit den Mexikanern. Diese Menschen wollen aber vielmehr alle in den Norden, nach Frankreich, Deutschland, England oder Skandinavien, wo sie hoffen Sicherheit und Arbeit zu finden. Dort will man sie aber offensichtlich nicht haben. Also steuert die EU Milliarden Euro bei, damit die Flüchtlinge auf Sizilien „stillgehalten“ werden. Daraus hat sich inzwischen auf Sizilien eine richtige Industrie entwickelt. Jeder nimmt plötzlich Flüchtlinge auf – aber nicht um ihnen zu helfen, sondern um die eigene existenzielle Misere zu lindern.

Hinzukommt das diese Menschen von Woche zu Woche unruhiger werden und darauf bestehen weiter ziehen zu können. Es kommt zu Spannungen und Ausschreitungen zwischen ihnen und der Bevölkerung, wie in diesen Tagen in Piazza Armerina und Caltanissetta (Zentralsizilien) geschehen.