Europas Kulturerben, Indian Summer for Future

Am Tunnelende kein Licht? Die Ergebnisse der Europa Wahlen bezeugen die Wiederkehr humaner Geister eines auf die Gemeinschaft bezogenen Denken und Handeln zum Erhalt unseres Europäischen Kontinent
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"Ach Europa", ist eine herausragend gestaltete, recherchierte und charmant moderierte, mehrteilige Dokumentation auf Arte-TV, die sich ebenso wie die Dokumentation "Die Erdzerstörer" an uns, die wir die gemeinsamen Erben der Europäischen Kultur, des freien denken und handeln in Europa sind, mahnend wendet.

Die menschlichen und politischen Wertschätzungen des guten Potenzial an geistigen, kreativen und schöpferischen Fähigkeiten unseres Europäischen Kulturerbe, dass 512 Millionen Europäern im hier und jetzt ein Leben in demokratischen Ländern gestattet, ist wohl etwas in den Hintergrund des politischen Bewusstsein der Ideologien der Parteien in der Europäischen Union getreten.

Die menschlichen und politischen Wertschätzungen der Mütter und Väter, die vor uns auf diesem unserem gemeinsamen alten Europäischen Kontinent gelebt haben und ihre Lebenszeit dafür genutzt haben Europa zu ein besseren Ort zum leben zu machen, fehlen ganz offensichtlich im öffentlichen Auftreten der Parteien.

Die menschlichen und politischen Wertschätzungen der erlittenen physischen und psychischen Leidenswege die viele Generationen von Müttern und Vätern vor uns erfahren haben, sollte eigentlich allen politisch Verantwortlichen allgegenwärtig vor Augen sein bei ihren politischen Entscheidungen.

"Ach Europa" und "Die Erdzerstörer" in der Arte-Mediathek anzuschauen, kann für alle die sich verantwortlich fühlen, eine erhellende Sichtweise der Verantwortung des eigenen denken und handeln, für die Zukunft unseres Leben auf unserem Europäischen Kontinent sein.

Es hat den Anschein, dass auch nach diesen Wahlen im Mai 2019 zum Europäischen Parlament, in einigen Mitgliedsländern, die politischen Verunsicherungen der Bevölkerungen durch die Art der öffentlichen Auftritte der regierenden Parteien weiter anhält.

Vielleicht ist es an der Zeit uns gemeinsame ernsthafte Gedanken über die Folgen unserer sozialpolitischen Abhängigkeiten von den jeweils wechselnden Ideologien der Parteien zu machen und gemeinsam neue fruchtbringendere Gedanken für den Erhalt des sozialen Frieden im freien Denkhaus für Europa zu entwickeln.

Ein politisches Leben einer nur auf wirtschaftliches Wachstum eingestellten Ideologie zu erleben, scheint in Europa ein Modell der Vergangenheit des 19. und 20. Jahrhundert zu sein. Dieses Auslaufmodell, scheint zur Zeit jedenfalls, nicht so gut für die Lösungen unserer gegenwärtigen Aufgaben, zum Beispiel in der Umwelt-, Sozial-, Arbeit-, Kultur- und Bildungspolitik geeignet zu sein.

Für immer mehr Europäer wird der Lebensalltag zur unnötigen Last sozialer Sorgen, mit der sie sich herumschleppen müssen. Auf bedrückende Art und Weise verschlechtern sich in ihrem Lebensalltag die sehr unsicheren sozialen Lebensumstände und entwickeln ein Lebensgefühl ohne Hoffnung auf Verbesserungen.

Verursacht durch die eigene politisch visionslose Ratlosigkeit der Parteien, fehlt darüber hinaus allen Parteien bei den sehr akuten Problemen der existenziellen Fragen zur Sicherung unserer aller Lebensgrundlagen, die Bereitschaft zum Nutzen des Gemeinwohl über den eigenen politischen Schatten zu springen, sonst wäre nicht nur unser Land, sondern Europa ein vollkommen Anderes.

Vielleicht ist es ja hilfreich und sinnvoll, wenn die Europäische Union, den Ball der "Fridays for Future" Bewegung auch annimmt und mit einem spontanen "Summer for Future" statt der üblichen Sommerpausen, den Ball selber in die Hand nimmt und dann im "Indian Summer for Future" die Ergebnisse und die guten Ideen aus dem öffentlichen Debattenraum der Europäischen Union allen Europäern zu präsentieren.

Mir, Shalom, Frieden, Paix, Peace & Love.

22:28 05.06.2019
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Geschrieben von

Frank Mögling

Mein Thema ist der Artikel 2 des Grundgesetz, das Recht auf die "Freie Entfaltung der Persönlichkeit"
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