Afrikas vergessener Reichtum

Ernährung Teff, Maniok, Hirse, Hülsenfrüchte: Mit der Förderung indigener Getreidesorten kann in ganz Afrika die Nahrungsmittelsicherheit gehoben und damit Hungersnöten vorgebeugt werden. Die Abhängigkeit von Weizen und Co. ist in diesen Zeiten fatal
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 29/2022
| The Guardian | 25
Fingerhirse ist reich an Aminosäure, die westlicher Ernährung oft fehlt
Fingerhirse ist reich an Aminosäure, die westlicher Ernährung oft fehlt

Foto: Michael Zumstein/VU/Laif

Schwungvoll holt Jean-Pierre Kamara immer wieder aus, lässt mit seinen Händen winzige Samen über das frisch gepflügte Feld in der Nähe seines Dorfs im Süden Senegals rieseln. Bevor er sät, lockern vor ihm junge Farmer die lehmige Erde auf. Hinter ihm harken ältere Leute aus dem Dorf die Erde zurück, um die Samen zu bedecken. Am Mittag gibt es eine Pause, man stärkt sich mit Erdnüssen. Dann arbeitet das Dorf weiter zusammen, um Fonio anzubauen. Die Hirsesorte ist ein wertvolles, für die Ernährung wichtiges Getreide, das zum Keimen nur wenige Tage braucht und schon nach sechs Wochen geerntet werden kann.

Der Anbau einer der ältesten in Afrika vorkommenden Getreidesorten sei zwar anstrengend, aber einfach und verlässlic