Das Ende eines Traums

Britannien Gordon Brown ist so angeschlagen, dass ihm von allen Seiten Spott und Mitleid entgegenschlagen. Dabei fürchtet er nichts mehr als den Ruf, ein schlechter Premier zu sein
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Als Gordon Brown vor zwei Jahren gerade das Amt des Premierministers übernommen hatte, druckte der Spectator einen langen Artikel. Das rechtsgerichtete Magazin war stets ein unerschütterlicher Kritiker von New Labour gewesen, nun aber schlug es einen erstaunlich neuen Ton an. „Das Gefühl der Befreiung ist bei Brown mit Händen zu greifen“, schrieb Matthew d‘Ancona, der Brown bei einem Besuch der USA begleitet hatte. „Jeden Morgen wacht er mit klarem Bewusstsein auf und denkt sich: Ich bin Premierminister! Sein größter Triumph besteht bis zum heutigen Tag darin, dass er die Welt davon überzeugen konnte, nach zehn Jahren als Schatzkanzler kein erschöpfter, lahmer und ergrauter Reisender zu sein, sondern ein Mann, der seine Reise