Jesse Jackson
06.12.2013 | 13:37 32

Der Veränderer

Nelson Mandela Der südafrikanische Präsident, der einst als Terrorist bezeichnet wurde, war mehr als bloß eine historische Figur. Er hat den Kurs der Geschichte geändert

Präsident Nelson Mandela hat in der Geschichte Südafrikas und der Welt wahrlich Veränderung bewirkt. Mein Herz wiegt schwer angesichts seines Hingangs. Doch wir sind beruhigt, denn sein Leben war erfüllt und wir wissen, dass die Spuren, die er auf unserer Welt hinterlassen hat, von ewiger Dauer sein werden. 

Sollte die Wendung “Leid formt den Charakter, der Charakter formt den Glauben und am Ende wird der Glaube nicht enttäuschen“ jemals Gültigkeit gehabt haben, dann im Leben Nelson Mandelas. 

Obwohl Mandela 25 Jahre und acht Monate in Robben Island inhaftiert war, hat er nie den Glauben daran verloren, dass die Freiheit für die Menschen Südafrikas gewonnen werden würde. Leid formt den Charakter.  

Mandela war eine transformative Figur. Ihn als „historische Figur“ zu bezeichnen, würde ihm nicht gerecht. Einige Menschen machen Geschichte, weil sie irgendetwas zuerst erreicht haben – sie reihen sich lediglich ein in eine Folge anderer. Um wirklich etwas zu verändern, muss man planen, braucht man die Vision, den Kurs darzulegen und die Fähigkeiten, diesen dann umzusetzen. Es braucht den Mut der eigenen Überzeugungen, die Bereitschaft, Opfer zu bringen, Leib und Leben zu riskieren und die Dinge beim Namen zu nennen. „Historische Figuren“ werden sich künftig auf Nelson Mandela beziehen.   

Ich weiß noch, wie ich im November 1985 mit dem ANC-Präsidenten Oliver Tambo an einer großen Kundgebung gegen die Apartheid auf dem Londoner Trafalgar Square teilnahm. Später traf ich die britische Premierministerin Margaret Thatcher, um anzuprangern, dass Großbritannien dem Apartheidregime wirtschaftlich, politisch und militärisch Unterstützung leistete. Lassen sie uns nicht vergessen, dass Großbritannien, die USA, ja alle westlichen Mächte, Mandela zum Terroristen erklärten und das Apartheidregime beharrlich stützten – sie waren auf der falschen Seite der Geschichte. Ich appellierte an die Premierministerin, sich für die Freilassung Mandelas einzusetzen und reiste dann nach Südafrika weiter.

Mein Herz barst vor Aufregung, als Mandela am 11. Februar 1990 aus dem Victor-Verster-Gefängnis entlassen wurde. Als die Nachricht seiner bevorstehenden Freilassung die Runde machte, begannen Hausangestellte in den Fluren zu tanzen, trommelten auf Töpfen und Pfannen, weinten und demonstrierten. „Am Ende wird der Glaube nicht enttäuschen.“   

Ich traf Nelson und Winnie Mandela 1990 im Rathaus von Kapstadt. Später, bei einer Unterhaltung in unserem Hotel, dankte Mandela mir und erinnerte sich an die Rede, die ich 1984 auf dem Parteitag der US-Demokraten gehalten hatte. Selbst aus seiner Gefängniszelle heraus nahm er die Welt draußen, die Ebben und Fluten dort, aufmerksam wahr. Drei Jahre später hatte ich die Ehre, als Teil der offiziellen US-Delegation an den Feierlichkeiten zur Amtseinführung Nelson Mandelas als Präsident des neuen, freien Südafrika teilnehmen zu dürfen.  

Wir schmiedeten eine dauerhafte Verbindung. Wir haben ihn zuhause und in der Zentrale unserer Regenbogenkoalition empfangen. Wir trafen einander mehrmals in Südafrika  – bei unserer letzten Begegnung im Jahr 2010 unterhielten wir uns über Boxen, Sport und Politik und tauschten Baseballkappen aus. 

Mandela war ein Gigant von unermesslicher und unerschütterlicher intellektueller Courage und moralischer Autorität. Er wählte Versöhnung statt Vergeltung. Er hat den Lauf der Geschichte verändert.  

Heute haben Südafrika und die USA unerledigte Geschäfte zu vollenden.

Nelson Mandela ist nicht weg, er bleibt für immer bei uns. Er hat Südafrika zu neuer „Schönheit statt Asche“ verholfen. Er hat diese Erde verlassen, doch ist er hoch in den Himmel aufgestiegen. Und sein beredter Ruf nach Freiheit und Gleichheit ist weiterhin zu hören. Im Wind und im Regen und in den Herzen der Menschen auf der ganzen Welt. 

Jesse Louis Jackson, Sr. ist ein US-amerikanischer Politiker, Bürgerrechtler und Baptistenpastor

 

Kommentare (32)

Joachim Petrick 06.12.2013 | 19:06

Ein Nachruf auf Nelson Mandela, wie ein "Kyrie eleison" ein "Herr!, erbarme Dich seiner Freunde und Gegner, denn sie wissen nicht, wen und was sie mit ihm verloren, noch ahnen sie, was er ihnen zu schenken vermochte, sein Weltenschmerz Herz"

DANKE! JESSE JACKSON!

" Später traf ich die britische Premierministerin Margaret Thatcher, um anzuprangern, dass Großbritannien dem Apartheidregime wirtschaftlich, politisch und militärisch Unterstützung leistete. Lassen sie uns nicht vergessen, dass Großbritannien, die USA, ja alle westlichen Mächte, Mandela zum Terroristen erklärten und das Apartheidregime beharrlich stützten – sie waren auf der falschen Seite der Geschichte. Ich appellierte an die Premierministerin, sich für die Freilassung Mandelas einzusetzen und reiste dann nach Südafrika weiter."

Niemand steht in der Geschichte auf der richtigen, auf der falschen Seite, denn die Geschichte kennt keine richtigen, keine falschen Seiten, kennt nur Seiten.

Insbesondere Margaret Thatcher, Ronald Reagan u. a. ist vorzuwerfen, dass sie, ohne Not, mehr taten, veranlassten, verschuldeten, als auf der Seite an Verantwortung, Zuständigkeit in der Geschichte, angesichts der Heraufdämmernden Perestroika, Glasnost des Michail Gorbatschowa und seinen Anhängern in der UdSSR, dem Ostblock, als "Menetekel" für sie zu lesen stand

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/god-bless-nelson-mandela

JOACHIM PETRICK 06.12.2013 | 03:33 2

"GOD BLESS NELSON MANDELA!"

Worte finden Trauer um einen liebenswerten Menschen, nah und fern, braucht Zeit, braucht Raum, als weilte der Tote noch unter uns.

Johannes Renault 06.12.2013 | 19:30

Oh, danke Nelson. Früher warst du für uns alle ein reudiger Terrorist, jetzt bin ich und alle hier im Äther voll der Meinung dass du ein Freheitskämpfer bist.

Wir leben Dich über alles, auch wenn wir früher gar nicht wussten um was es geht.

"Nennt die Strasse einfach 'Fähnchen-Im-Strasse'" sagte Einstein zu den Ulmern und den Nazi-Enkeln, als sie plötzlich auf Ideen kamen.

Oh Nelson, alle hier liben Dich, schon immer, ehrlich. Wir sind doch nur die armen Pharisäer. Aus D.

Ratatörskr 06.12.2013 | 19:39

Ich denke, dass Ihr Beitrag so gemeint ist, wie er zu lesen ist. D. h., dass Sie sich nicht wirklich mit diesem Menschen befasst haben.

Es gibt Menschen, für diese ist jeder, der sich für Menschenrecht u. Gerechtigkeit einsetzt "kommunistischer Guerillaführer".

Das gereicht jedem, der von Ihnen so genannt wird, zur Ehre.

Mandela , der König der Herzen.

Falls Sie Ihren Beitrag ironisch gemeint haben sollten, nehme ich meinen Beitrag zurück.

Joachim Petrick 06.12.2013 | 20:06

"Warum geht ausgerechnet dieser Tod eines einstigen kommunistischen Guerillaführers, der gesamten Kriegsgeilen Medienmafia so zu Herzen geht – ganz aufrichtig und ohne Krokodilstränen?"

Das ist doch klar:

"Lobe die lebenden, verstorbenen Idole, Bannerträger deiner Gegner, damit die von den sozial realen Bewegungen, Aufbrüchen entfremdet irgendwann enteignet sind."

Jetzt bleibt die Frage, zu wem man sich selber zählt?

Avatar
Ehemaliger Nutzer 06.12.2013 | 22:40

Meine Beiträge sind grundsätzlich so gemeint, wie sie geschrieben sind.

So auch dieser.

Für die jeweilige Rezeption kann ich allerdings nicht verantwortlich gemacht werden.

Das Gelesene nachvollziehen kann nur der Leser selbst.

Wenn man das dann aufmerksam tut wird ersichtlich, dass sich mein kleiner Beitrag (meine Frage) überhaupt nicht auf die auch mir bekannte Persönlichkeit und den Menschen Mandela bezieht, sondern ausschließlich auf den auffällig ikonalen Umgang mit ihm.

Und genau auf den zielte meine „ironische“ Bemerkung.

Darüber hinaus würde ich niemals auf die verrückte Idee kommen, vermutlich noch nicht einmal unter dem Einfluss Gehirnerweichender Substanzen, jeden sich für Menschenrecht u. Gerechtigkeit einsetzenden Menschen, mit einem kommunistischen Guerillaführer in eins zu setzen.

Dafür habe ich vor den ehemaligen kommunistischen Guerillaführer Mandela dann doch viel zu viel Hochachtung.

Tiefendenker 07.12.2013 | 00:11

Genau so ist es. All die geheuchelten Krokodilstränen westlicher Politiker, deren Nationen und Kapital das Apartheid Regime unterstützt haben, sind Ausdruck ihrer Doppelmoral. Es geht nur darum die eigenen Regime in Zeiten der wachsenden Endkrise des Kapitals zu legitimieren und aufrecht zu halten:

Hier ein passender Bericht dazu:

http://www.jungewelt.de/2013/12-07/023.php

Avatar
Ehemaliger Nutzer 07.12.2013 | 12:58

A great loss. A valuable gain for history. Nelson Mandela was never alone. His change was the change of millions, for millions, a whole nation. Every and each valuable for themselves, part of his history, part of the history he could influence, part of the change he could give a face and voice. You will carry on in toughts and deeds.

Andreas Schlüter 07.12.2013 | 14:04

Bei aller Hochachtung für die Opfer, die Nelson Mandela für das Ende des Apartheidregimes gebracht hat, dürfen einige Dinge nicht übesehen werden: Eine große Tragik liegt darin, das die "Transformation" Südafrikas eben wesentlich mit jemandem verhandelt wurde, den man sprichwörtlich "in der Hand" hatte! Die Politik war in Südafrika bereits durch die Wirtschaft entmachtet, als der ANC die Büros bezog (wie Naomi Klein das ausgezeichnet in "Shock Doctrine" beschreibt). Allerdings bin ich davon überzeugt, dass Mandela durch die Haft weit gebrochener war, als das in der Öffentlichkeit sichtbar war. Seine "Versöhnlichkeit" mag ein gut Teil mit Verdrängungsfähigkeiten zu tun gehabt haben. Er war auch, denke ich, sicher nicht mehr auf der Höhe des Überblicks, zudem von "guten Weißen" eingekreist, was sich auch in seiner Rolle die Waffenlieferungen Südafrikas an Ruanda betreffend niedergeschlagen haben mag.

Perfide ist die Benutzung der "Ikone Mandela" durch den westlichen Imperialismus, man hat aus einem Revolutionär einen "NGO-Opa" gemacht! Er hatte keine Kraft mehr, sich dagegen zu stemmen. Mit dieser Scharade, dem übermäßig aufgeblähten Bild des "Versöhners" hat man vorsätzlich seine revolutionäre Vergangenheit, den Charakter des Anti-Apartheid-Kampfes, sowie all die vielen anderen Helden und Märtyrer "zugedeckt"!

Meine (differenzierte) Würdigung (auf Englisch):

http://wipokuli.wordpress.com/2013/12/06/mandela-another-of-south-africas-heroes-dead/

und ein Artikel zu einem der Monster des Apartheid-Regimes, Wouter Basson, vom Februar 2011:

http://wipokuli.wordpress.com/2011/02/28/wouter-basson-alias-dr-death-herz-oder-hand-der-finsternis/

Andreas Schlüter

Soziologe

Berlin

Sizwe 09.12.2013 | 11:20

Hier die Pressemitteilung von Nachfolge-Organisationen der ehemaligen Anti-Apartheid-Bewegung (AAB) in der BRD und Westberlin:

Pressemitteilung zum Tod von Nelson Mandela

Bielefeld/Bonn, den 6. Dezember 2013

Der lange Weg zur Freiheit

Als langjährige Streiter gegen Apartheid und Rassismus trauern wir um Nelson Mandela, der uns Anregungen, Mut und Inspiration gegeben hat.

Kaum ein anderer Mensch unserer Zeit verkörpert die Ideale von Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung so sehr wie Nelson Mandela, der am 5. Dezember 2013. im Alter von 95 Jahren gestorben ist. Mandela stand für diese Ideale als Freiheitskämpfer, Gefangener, Politiker und als Person. Integrität, Unbeugsamkeit, Lebenslust und Humor zeichneten seinen Charakter aus. Mandela wurde deshalb schon zu Lebzeiten zu einem Mythos.

Weltweit sehnen sich die Menschen nach Politikerinnen und Politikern, die menschenrechtlichen Zielen inhaltlich und persönlich treu bleiben. Übersehen wird oft, dass diese von politischen Bewegungen und persönlichen Bindungen getragen werden müssen. Trotz jahrzehntelanger Inhaftierung Mandelas und anderer Führer des Befreiungskampfes erlebte der Anti-Apartheid-Widerstand in Südafrika seit den 1980er Jahren einen breiten Aufschwung. Dieser war den Zielen der Freiheitscharta aus dem Jahre 1955, des Programms des African National Congress (ANC), verpflichtet. Untergrundkampf und Exil, Entbehrungen und menschliche Verluste durch den Aggressionskrieg der Apartheidregierungen gegen die schwarze Bevölkerung konnten den südafrikanischen Widerstand nicht brechen. Nelson Mandela wurde auf der Gefangeneninsel Robben Island nicht nur durch seine politischen Ideale, sondern auch durch enge Freundschaften getragen. Seit Mitte der 1960er Jahre wurde Mandela weltweit zu einem Symbol besonders der kirchlichen und bürgerlichen Anti-Apartheid-Bewegung, mit dem Motto „Freiheit für Nelson Mandela“.

Bis weit in die 1980er Jahre war Mandela für die Spitzen von Politik und Wirtschaft der westlichen Welt ein Feindbild. Noch 1988 geißelten der US-Präsident Ronald Reagan und die britische Premierministerin Margret Thatcher Mandela als „Terroristen“. Hintergrund hierfür war die enge Verbundenheit ihrer Länder mit dem Apartheidstaat als Bastion der antikommunistisch verstandenen „Freiheit“ sowie als Land der unbegrenzten Gewinnmöglichkeiten für die Wirtschaft ihrer Länder.

Neben den USA und Großbritannien gehörte auch die Bundesrepublik Deutschland zu den Verbündeten des Apartheidregimes, wobei besonders die militärisch-nukleare Kooperation eine Rolle spielte. Die Zusammenarbeit wurde Mitte der 1970er Jahre vom ANC und der Anti-Apartheid-Bewegung aufgedeckt. Die Bundesrepublik hatte Südafrika sogar völkerrechtswidrig zu einem Nuklearstaat mit aufgerüstet, so dass das Land Anfang der 1990er Jahre über eigene Atombomben verfügte.

Als erster demokratisch gewählter Staatspräsident Südafrikas setzte sich Nelson Mandela für eine Aufarbeitung der Geschichte des Apartheidstaates ein. Die Arbeit der „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ unter Leitung von Erzbischof Desmond Tutu gilt als weltweit vorbildlicher Versuch, die unter einem drakonischen staatlichen Repressionsregime begangenen Verbrechen gesellschaftlich ohne Rückgriff auf das Strafrecht aufzuarbeiten. Da sich wichtige Akteure aus der früheren Regierung und dem alten Militärapparat dem Versöhnungsgedanken verweigerten, gelang dieser Versuch nur in Ansätzen. Auch viele ausländische Firmen lehnten eine Mitverantwortung ab und wiesen die Vorstellung von Entschädigung für früheres Unrecht weit von sich. Noch heute warten die meisten Apartheidopfer auf eine ausreichende Entschädigung.

Die demokratischen Wahlen von 1994 haben Südafrika die politische Freiheit gebracht. Der ANC stellt seither die Regierungen. Doch die mit dem Programm der Befreiungsbewegung ANC verbundenen Forderungen nach Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums, sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Mitsprache sind in weiten Teilen nicht eingelöst. Trotz 20-jähriger ANC-Regierung ist Südafrikas Gesellschaft von Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Armut, Frauendiskriminierung, Kriminalität und wachsender Spaltung in Arm und Reich geprägt. Die Korruption in Politik und Verwaltung ist ein Dauerproblem wie auch die Gewalt in den zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen.

Zur Freiheit Südafrikas ist es noch ein langer Weg.

Nelson Mandela rief schon im Wahlkampf 1994 seine Anhängerinnen und Anhänger zu kritischer Wachsamkeit gegenüber Partei und Regierung im zukünftigen Südafrika auf. Die vielen zivilgesellschaftlichen Gruppen, die heute für ein gerechtes Südafrika eintreten, können sich auf ihn berufen.

Monika Scheffler, Koordination Südliches Afrika (KOSA)

Ingeborg Wick, ehemalige Geschäftsführerin der AAB

Hein Möllers, informationsstelle südliches Afrika (issa)

Peter Ripken, issa, Erster Vorsitzender

Sizwe 10.12.2013 | 10:17

In diesen Minuten kommt - Sinne des Wortes - die Welt zusammen, um von Nelson Rolihlahla Abschied zu nehmen. Nur ein Madiba schafft es, 91 amtierende Staatschefs zusammenzubringen. Der Praesident der USA und der Praesident Cubas werden auf einer Buehne sprechen. Der Sinn fuer Symbolik war schliesslich eine der 'Spezialitaeten' Madibas.

Im FNB Stadion in Soweto herrscht eine unglaubliche Stimmung. Es regnet in Stroemendie Massen singen und tanzen.

Sizwe 10.12.2013 | 10:37

In Soweto geht heute, symbolisch, eine Aera zuende - und es beginnt, so hoffen Millionen SuedafrikanerInnen, eine neue im Sinne des Erbes von Nelson Mandela.

Vergessen wir nicht, dass der Revolutionaer und Visionaer Mandela nur moeglich war zusammen mit seinen MitkaempferInnen und seiner Organisation.

Was sich hier im Stadion in Soweto abspielt, ist Ausdruck der Liebe Mandelas fuer sein Volk und umgekehrt - ganz so wie es Ernesto Che Guevara einst ausprach.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.12.2013 | 19:56

Und wer gedenkt der Gefolterten und Vergessenen?
Die Menschen brauchen Vorbilder also hat man den Südafrikanern scheinbar einen Präsentiert!!!
Auffällig ist, das die meisten Regimegegner in den Foltergefängnissen umkamen die eventuell einen Systemwechsel herbeigeführt hätten wie in den meisten auch südamerikanischen Diktaturen aber Mandela verschont wurde!!! Danach kommt dann immer der Ausverkauf des Landes mithilfe einer gefeierten Scheindemokratie von großen Scheindemokratiereden amerikanischer Präsidenten begleitet, die ebenfalls nur Multiplikatoren sind. Was war an dem Mann besonders? Mir kommt das so vor als hätte man ihn auf dem Thron gesetzt um die Menschen zu beruhigen.
Alle jubeln und es geht weiter wie bisher, nur mit dem Unterschied das das System in Südafrika sich als Demokratie feiern lässt. Leider hat sich den Lebensbedingungen der armen, zumeist schwarzen Menschen nichts geändert, die Großaktionäre also Konzerne beherrschen die Geschicke des Landes genau wie in Indien. Das sind scheinunabhängige Scheindemokratien genau wie Deutschland, Japan und fast ganz Europa die nix zu melden haben. Demnächst kommt in Europa die Zwangshandelszone, dann gibt es Gen Food und Privatisierung für alle wie überall auf der Welt, was der Aneignung der Existenzbedürfnisse Europas gleichkommt, Plünderung.

danki 10.12.2013 | 23:18

Was ich befürchtet habe,ist eingetroffen.Die Trauerfeier für Nelson Mandela war die große Stunde der Heuchler.Allen voran die Rede von B.Obama,"sein Kampf war unser Kampf, sein Sieg war unser Sieg",so die Worte Obamas,die glatte Lüge waren.Es war eine Info der CIA,der Nelson Mandela an Rassisten in Südafrika auslieferte,die dazu führte,dass er 27 Jahre auf Robben Island vegetieren musste.Nicht nur die USA,sondern fast die gesamte sog.westl.demokr.Welt hat mit dem Rassistenregime in Prätoria paktiert,auch D!Das US-Newsmagazin "Newsweek" hat dazu enthüllende Reports geliefert.B.Obama hat die Welt wiederum wie schon in der Vergangenheit hinters Licht geführt,wobei viele reden durften,u.a Raul Castro,dessen Staat immer auf der Seite der unterdrückten Völker auch in Südafrika stand!

salvo 12.12.2013 | 14:46

blablabla

Mandela war ein 'Realo', deshalb wird er allenthalben unter den Hypokriten so gefeiert

"

His economic legacy is also considerably more complicated than what one might expect, and there was virtually no coverage in the press about it. John Pilger in Counterpunch relates how Mandela was in neogotiations with the Apartheid regime since the early 1980s, and that “the apartheid regime’s aim was to split the ANC [African National Congress] between the ‘moderates’ they could ‘do business with’ (Mandela, Thabo Mbeki, and Oliver Tambo) and those in the frontline townships who led the United Democratic Front (UDF).” He further quotes an ANC Minister suggesting that their policies were Thatcherite and saying: “You can put any label on it if you like … but, for this country, privatisation is the fundamental policy.”

He suggests that by the time Mandela was freed in 1989, the Apartheid regime had already helped build up a tiny black elite, supported by crony relations with the regime, which led to increasing the inequality among blacks. He argues, further, that “Mandela, too, fostered crony relationships with wealthy whites from the corporate world, including those who had profited from apartheid. He saw this as part of ‘reconciliation’.” His conclusion is that even though racial Apartheid is over, economic Apartheid is very much alive."

http://triplecrisis.com/post-apartheid-economic-policy-in-south-africa-putting-mandelas-legacy-in-perspective/#more-8938