GrrlScientist
18.07.2011 | 11:45 24

Dich kenn ich doch!

Intelligenz Rabenvögel gelten als schlau. Ihr Potenzial aber wird erst jetzt offenbar: Die Tiere erkennen Gesichter, ordnen sie ein – und geben ihr Wissen an Artgenossen weiter

Als ich noch zur Schule ging, lebte in der Gegend ein Mann, dessen Anwesenheit stets von einer Horde pöbelnder Krähen angekündigt wurde. Auf eine absurde Art und Weise schien der Mann diese Aufmerksamkeit zu genießen, immer wieder verwies er auf Alfred Hitchcocks Die Vögel, während der Krähenmob über ihm kreiste oder ihn von Stromleitungen aus anschrie. Zugleich tat er so, als habe er keine Ahnung, warum die Krähen ausgerechnet ihn zum Hassobjekt erkoren hatten. Dabei dürfte diese Reaktion einfühlsame Menschen kaum überraschen: Einige Jahre zuvor hatte der Mann in einem testosteronträchtigen Wutanfall eine kleine Krähe erschossen, die gerade erst dabei war, flügge zu werden.

Völlig anders die Direktorin der Universität, an der ich nach dem Studium arbeitete: Sie war bei Krähen äußerst beliebt. Immer hatte sie eine Handvoll Futter dabei und ließ auf dem Weg zum Labor alle paar Meter ein Häppchen fallen. Auch ihr folgten Scharen von Krähen, deren Verhalten sich aber dramatisch von dem der oben erwähnten unterschied. Die Vögel waren ruhig, fast freundlich – was sicher einleuchtet, immerhin erwartete sie ein Imbiss.

Aber es war nicht einfach bloß die Aussicht auf Nahrung: Wie der Biologe John Marzluff in einer Studie belegt hat, können Krähen, die besonders gute oder schlechte Erfahrungen mit einem bestimmten Menschen gemacht haben, sich dessen Gesicht merken. Ihr Gedächtnis gleicht dabei sprichwörtlich dem eines Elefanten: „Unsere Arbeit zeigt, dass diese Erinnerung mindestens fünf Jahre hält, wahrscheinlich sogar noch viel länger.“ Marzluff ist Professor an der School of Forest Resources an der University of Washington, Seattle, und untersucht, wie klug und anpassungsfähig Rabenvögel wirklich sind. Schon vorher hatten Studien Hinweise darauf geliefert, dass einzelne Krähen – die ja alle gleich erscheinen – sich gegenseitig erkennen, selbst wenn sie Monate voneinander getrennt waren. Eine von Marzluffs Arbeiten legte aber schließlich nahe, dass die Krähen auch menschliche Gesichter unterscheiden und sich an sie erinnern können.

Krähen sterben zwar oft schon als Jungtiere, sobald sie aber ausgewachsen sind, leben sie sehr lange. „Einzelne Krähen können in der Wildnis 15 bis 40 Jahre alt werden, und sie erinnern sich an wichtige Assoziationen so ziemlich ihr ganzes Leben lang“, sagt Marzluff. Da ausgewachsene Krähen sehr eng an ihr Territorium gebunden sind, müsste sich ihre Erinnerung aber eigentlich auf das beschränken, was sie in diesem Territorium erlebt haben. Es sei denn, Krähen können auch aus der Beobachtung anderer Krähen über ihre Feinde lernen und ihr Wissen mit den Artgenossen teilen. Eigentlich nimmt man an, dass diese Art des „sozialen Lernens“ auf Menschen und wenige soziale Tierarten beschränkt ist. Aber es gibt keinen Grund, dieses Verhalten nicht auch Krähen zuzutrauen.

Gefährliche Gesichter

Wenn wilde Krähen von Forschern eingefangen und beringt werden oder wenn sie diesen Vorgang direkt beobachten, merken sie sich jedenfalls, wer der Täter war. „Ich hatte das Gefühl, dass sie uns wiedererkennen“, berichtet Marzluff. Über die Jahre fiel ihm dann auf, dass die Forscher von weit mehr Krähen erkannt wurden, als nur von denen, die markiert worden waren oder bei der Beringung zugeguckt hatten. Schließlich hatte Marzluff den Eindruck, dass die Krähen auch jenseits des Einfanggebiets argwöhnisch wurden – Vögel, die unmöglich selbst mit angesehen haben konnten, wie ihre Artgenossen gefangen worden waren.

Nur: Wie sollten Krähen, die gar keine direkte Erfahrung mit bestimmten Menschen gemacht hatten, dazu kommen, in diesen Menschen einen Feind zu erkennen? Teilten andere Krähen ihr Wissen mit ihnen? Marzluff und zwei Forscherinnen aus seinem Team starteten ein Experiment: Das Ziel war, eine bestimmte Zahl von Krähen eine negative Erfahrung machen zu lassen, die sie dann mit einem bestimmten Gesicht in Verbindung bringen würden, um im Anschluss daran zu dokumentieren, wie sich Krähen aus der Umgebung verhalten.

Fünf Jahre lang lockten die Forscher einzelne Krähen an verschiedenen Orten auf einer bestimmten Strecke mit Katzenfutter und Käseflips in die Nähe eines Netzwurfgeräts. Es gelang ihnen, jeweils sieben bis 15 Krähen einzufangen, die bis zu 30 Minuten von Menschen mit aufgesetzten Faschingsmasken festgehalten und beringt wurden, während ihre freien Artgenossen Gruppen bildeten und über dem Ort des Verbrechens kreisten oder sich in der Nähe niederließen. Das Ergebnis war, dass die Vögel in den Fanggebieten die Einfängermasken als „gefährlich“ identifizierten – sie begegneten jedem mit Feindseligkeit, der sie trug.

Feindselige Reaktionen

Für die genaue Analyse identifizierten die Wissenschaftler zunächst die Orte entlang der Strecke, an denen sich die freien Krähen zusammengerottet hatten. Um die Vögel zu testen, setzten sich männliche und weibliche Freiwillige verschiedenen Alters und Körperbaus und unterschiedlicher Größe dann entweder die als gefährlich eingestufte „Fangmaske“, eine neue neutrale Maske oder überhaupt keine Maske auf und liefen ein bis zwei Stunden lang eine zwei bis 3,8 Kilometer lange Strecke innerhalb des Fanggebietes ab.

In jedem der Tests beobachteten die Wissenschaftler wie auch neutrale Beobachter, die über die Bedeutung der Masken nicht Bescheid wussten, die Reaktionen einzelner Krähen, die nicht gefangen worden waren (also keinen Ring trugen). Eine zentrale Frage war: Wie viele Krähen rotteten sich um die Person mit der gefährlichen Fangmaske zusammen, und wie veränderte sich mit der Zeit ihre Zahl?

Innerhalb der ersten zwei Wochen nach einer Fangaktion schimpften durchschnittlich 26 Prozent der Krähen die Person mit der gefährlichen Fangmaske aus. In den folgenden fünf Jahren erntete die böse Maske zunehmend feindselige Reaktionen von den Vögeln des Gebiets, was vermuten lässt, dass die gefangenen Krähen noch weitere Tiere gewarnt hatten. Während die Zahl der Krähen, die auf die gefährliche Maske reagierten, stetig zunahm und damit auch unerfahrene Krähen mit einschließen musste, blieb die Zahl der Krähen, die die neutrale Maske ankrähten, im selben Zeitraum unverändert. Marzluff und sein Team stellten schließlich fest, dass sich das Gebiet, in dem die Krähen die Masken erkannten, mit der Zeit tatsächlich über das ursprüngliche Fanggebiet hinaus ausdehnte.

Gute Aussicht auf Mobbing

Zusammengenommen liefert das Experiment ziemlich klare Hinweise darauf, dass Krähen ihr Wissen über Feinde (in diesem Fall die „gefährliche“ Maske) an ihre Artgenossen weitergeben, die es dann wiederum mit anderen Artgenossen teilen. Menschen, die Krähen etwas zuleide tun, haben daher gute Aussichten darauf, für den Rest ihres Lebens von immer mehr Krähen auf einem immer größeren Gebiet im wahrsten Sinne des Wortes gemobbt zu werden – wie im Fall des Mannes, der die junge Krähe getötet hatte. Er zog irgendwann fort.

„In weiten Teilen der Welt gedeihen diese intelligenten Vögel auf dem Abfall der Menschheit und haben an Anzahl und Ausbreitungsgebiet enorm zugenommen“, sagt Marzluff. Wenn Krähen in den Lebensraum von bereits gefährdeten Wildtieren eindringen, können ihre Cleverness und Flexibilität auch Krisen heraufbeschwören. Rabenvögel sind aber ihrerseits nicht vor jeder Gefahr geschützt. Viele Krähenvögel auf den pazifischen Inseln und anderen tropischen Orten gelten als bedroht: Von der Hawaiikrähe „Alalā“, Corvus hawaiiensis, existieren weltweit nur noch 30 Exemplare, was das Tier zu einem der seltensten Vögel weltweit macht. „Wenn man lernen kann, wem man aus dem Weg gehen sollte und wem man sich nähern darf, ist das wesentlich besser, als ständig verletzt zu werden“, sagt Marzluff – besonders wenn man es mit bewaffneten Zweibeinern zu tun hat.

„Untersuchungen haben gezeigt, dass Krähen Zukunft antizipieren, dass sie begreifen, was andere Tiere wissen und dass sie – wie in unserem Fall – aus Erfahrungen und Beobachtung lernen können“, sagt Marzluff. „Bei all diesen Dingen handelt es sich um fortgeschrittene kognitive Fähigkeiten, die nur bei wenigen Tieren zu beobachten sind.“


 

Grrl Scientist bloggt auf guardian.co.uk

Betty und ihre Freunde: Können Raben auch Physik?

Dass der Rabe, der sich von Krähen primär in der Größe unterscheidet, ein intelligentes Tier ist, hat nicht erst die Forschung erkannt: Die Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Erinnerung) saßen schon auf Odins Schultern, um der nordischen Gottheit Nachricht von den Menschen zu überbringen. Auch in fast allen anderen Kulturen symbolisieren diese Tiere neben Kriegslust und Blutrünstigkeit vor allem: Intelligenz.

Fest steht, dass Krähen und Raben ein Erfolgsprojekt der Evolution darstellen. Ihren Ursprung hat die Gattung Corvus vermutlich in Asien, heute findet man die 42 Arten (außer in Südamerika) auf allen Kontinenten und in den unterschiedlichsten Lebensräumen. Trotz ihrer Verbreitung und kulturellen Bedeutung überraschen Rabenvögel die Wissenschaft stetig neu: 2002 berichteten Forscher, wie sich die Krähe Betty wiederholt ein Stück Draht zurechtbog, um an ihr Futter zu kommen. Weder hatte man ihr den Trick gezeigt, noch, dass sich Draht biegen lässt. Sie erkannte das Problem, verstand die Beschaffenheit des Materials und löste das Problem.

Betty ist kein Einzelfall.Studien haben gezeigt, dass erwachsene Raben völlig unbekannte, komplexe Aufgaben auf Anhieb bewältigen, wenn sie die Situation zuvor nur eingehend betrachten. Sie schätzen richtig ein, welche Artgenossen ihnen Beute streitig machen werden und welchen sie vertrauen dürfen. Forscher halten das logische Denken von Rabenvögeln für weiter entwickelt als das von Menschenaffen. zint

Übersetzung: Holger Hutt, Gekürzte Fassung: Kathrin Zinkant

Kommentare (24)

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glaubdir 18.07.2011 | 16:15

hi zusammen,

hier ein interessantes video zu raben und deren "badegewohnheiten".


www.youtube.com/watch?v=09H5HLRcm1A

und hier ein kleiner ausflug mit "könig max", den ich selbst schon persönlich kennenlernen durfte.


www.youtube.com/watch?v=B9sirnZd73s

hier gibts noch ne ganze menge mehr an interessanten videos zu raben, direkt aus dem hamburger stadtpark. ;-)
www.youtube.com/user/Falltraumprofi

sonnige grüße
glaubdir ;-)
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Ehemaliger Nutzer 18.07.2011 | 18:19

"Völlig anders die Direktorin der Universität, an der ich nach dem Studium arbeitete"
hrrrr :-D

Die Dohlen gehören ja auch zu den Rabenvögeln, ein besonders interessantes Beispiel wurde uns in der Verhaltensbiologie präsentiert. Das Individuum wurde in England bekannt, weil es Baustellenlärm erlernt hatte. Die Baustelle hat wohl nur für ein paar Wochen existiert, die Zeit hat aber ausgereicht damit das Tier Kettensäge, Kreissäge, Hammer, das Rückfahrsignal der Bulldozer u.v.m. erlernt hatte.
Da dieser Vogel im Umkreis der Baustelle der einzige seiner Art war, vermutet man er habe den Lärm zu Kommunikationszwecken erlernt.

Rosalix 18.07.2011 | 18:51

..der hat vor ca. einem Jahr eine junge Krähe im Garten gejagt, welche ich dann zur Sicherheit eine Nacht im Käfig lies, zum Schutz vor Katzen). Ich habe sie dann früh freigelassen, was aber die Kräheneltern nicht besänftigen konnte. Seit dem fliegen sie Scheinangriffe und schimpfen wie die Rohrspatzen!
Neulich ging ich mit Hund im Ort spazieren und bemerkte, dass uns eine schimpfende Krähe folgte... na, hoffentlich werden das nicht noch mehr;-)

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Ehemaliger Nutzer 18.07.2011 | 20:57

Also, ich bin ein Tierfreund, allerdings keiner, der einer Katze das Strolchen durch den nahen Wald versagen oder einen Hund zwingen würde, in einer 80 qm Wohnung zu vegetieren, traurig darauf wartend, Morgens und Abends am nahen Flussufer sein Geschäft zu erledigen, etwas zu laufen oder toben zu können und vielleicht einmal einem Kaninchen hinterher zu rennen. Aber ich bekommen jeden Morgen Besuch von Krähen, weil ich auf dem Vordach nach Einbruch der Dunkelheit Fleischwurststücke auslege, die nach Sonnenaufgang von besagten Krähen abgeholt werden. Dabei kann man sie nur sehr schwer beobachten. Man muss, bevor sie angeflogen kommen, schon hinter der Jalousie stehen und darf sich nicht bewegen, denn in einer bestimmten Akazie gegenüber sitzt schon eine Krähe und beobachtet das Haus argwöhnisch. Wenn diese die Luft als rein einstuft, gibt sie einen bestimmten Krächzlaut von sich, fliegt aufs Vordach und sichert sich so viele Stücke, wie sie im Schnabel transportieren kann. Danach kommen andere und holen den Rest ab. Dabei scheint eine bestimmte Rangordnung beachtet zu werden.
Wenn ich abends vergessen habe (Kölsch macht müde und Ouzo vergesslich) die Wurst heraus zu werfen, sitzt sie (es ist immer die Gleiche) auch da und wartet, bis sich das Fenster öffnet und die Leckereien herausfliegen. Dann gibt sie einen anderen Krächzlaut von sich und wartet, bis sich hinter DEM Fenster nichts mehr bewegt.
.
Nun, vor einigen Tagen stehe ich hinter der Jalousie um meine Freunde zu beobachten. Der Vogel aus der Akazie landet auf dem Dach und steckt sich zunächst drei der Wurststücke in den Schnabel. Vorn ist jedoch noch etwas Platz und er versucht ein weiteres Stück aufzunehmen. Es ist allerdings zu klein und er kann es nicht mehr einklemmen. Nach zwei oder drei Versuchen stellt er sich seitlich daneben und betrachtet es mit schief gelegtem Kopf. Nach wenigen Sekunden lässt er alle Stücke die er im Schnabel hat fallen, schaut noch einmal mit schief geneigtem Kopf auf die vier Stücke und nimmt sie dann der Größe nach auf. Zuerst das Kleinste, zuletzt das Größte und … es passt. Damit fliegt die Krähe weg und die Anderen kommen um sich ihren Teil zu holen; ich halte das für den Ausdruck von Intelligenz.

Kuni

chrislow 18.07.2011 | 21:45

Soso, ... Intelligent oder wenigstens ... sagen wir schlau solen die Rabenvögel ja sein. ich beobachtete es selbst schon, wie strategisch sie handeln und wie frech die sein können.

Aber wie um alles in der Welt sollen die sich untereinander über Gesichter oder personen unterhalten ... austauschen?

Wie haben sich die Entdecker dieser Fähigkeiten diese Kunst gedacht? Sollte es sich um eine entsprechende Rabensprache handeln? Oder funktioniert es anders....?

Ich habe keine Idee darüber in den Artikel gefunden. Schade...!

luggi 18.07.2011 | 23:02

Ach, Vögel gehören in den Kochtopf oder in die Bratpfanne ... damit Köche etwas zu tun haben.
Ein Huhn hat einfach keine Gluckengefühle zu zeigen ... deshalb gibt es diesen Massenproduktionsscheiß.
Und.
Wir sollten mehr Vögel verspeisen, vielleicht überträgt sich deren Fähigkeit zum Fliegen auf uns ... man muss nur fest daran glauben und diese Zweibeiner fressen. Die Fähigkeit zu vernünftigem Handeln scheint bei Vögeln ausgeprägter zu sein als bei diesem Cordatier namens HSS.
Eine europäische Krähe würde niemals LeosII an die Kea-Papageien liefern, damit die die kleinen Kiwis vernichten.

Baszlo 19.07.2011 | 14:18

Wenn Rabenvögel tatsächlich so intelligent sind, so ein gutes Gedächnis haben und offenbar sogar eine Art Sprache besitzen mit der sie Informationen weitergeben können und außerdem auch noch im Werkzeuggebrauch so geschickt sind, wie Krähe Betty es zeigt, dann fragt sich doch, was diese Vögel eigentlich daran hindert eine Zivilisation aufzubauen?
Soviel dümmer als der durchschnittliche Mensch scheinen sie ja nicht zu sein....

chrislow 19.07.2011 | 15:07

Ob Raszlo sich bewusst ist, was "Zivilisation" eigendlich bedeutet?

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Ich habe letzten Sommer eine Elster (ein Paar) auf der Wiese vor meinem Balkon dabei beobachtet, wie sie ihr Revier oder zumindest ihr direktes Umfeld beansprucht. Es hielt sich nämlich ein Häschen auf der Wiese auf und frass etwas vom Wiesensegen (Gras oder so.) Die Elster wollte das nicht dulden und hat dem Hasen über die Wiese gestupst. Immer mit dem Schnabel ins Hinterteil vom Hasen. Der daraufhin nur ein paar Schritte weitergehoppelt ist und die Elster hinterher.

Ein Augenblick mit höchstem Glücksfaktor... es sah lustig und beeindruckend aus.

Geminus 19.07.2011 | 15:39

Lieber Baszlo,
hat der Aufbau einer Zivilisation wirklich mit Intelligenz zu tun oder doch eher mit Gewalttätigkeit?
Wenn Du die (unbestreitbar vorhandenen) Vorteile und die Nachteile unserer "Zivilisation" wirklich unvoreingenommen abwägen könntest (das kann man nicht wirklich als jemand der da voll drin steckt), dann kämen Dir vielleicht Zweifel, ob wir (resp. unsere Vorfahren) da "was Intelligentes" geschaffen haben.

Also möglicherweise ist die Antwort, dass die Rabenvögel eben genau deshalb keine Zivilisation haben: Sie sind eben intelligent genug - und nicht so gewalttätig wie der HSS :)

langweiler 22.07.2011 | 13:27

Hallo Miteinander,
interessanter Artikel und Diskussion. Hier möchte ich eine interessante Beobachtung hinzufügen.
Auf dem Weg zu einer Vorlesung sah ich, wie eine Krähe oder ein Rabenvogel eine Nuss aus dem Schnabel von einer Laterne fallen ließ, um durch die Wucht des Aufpralls diese zu öffnen. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrere Male. Leider konnte ich das öffnen der Nuss nicht weiter beobachten, weil ich nicht zu spät zur Vorlesung kommen wollte. Aber dieser Vorgang war kein Einzelfall. Ein anderes Mal sah ich wie ein solcher Vogel eine Samenkapsel oder Nuss vom Bahnhofsdach auf den Boden fallen ließ. Wahrscheinlich um an den Inhalt dieser Frucht zu kommen. Ich fand dies schon sehr bemerkenswert.