Die Corbynistin

Porträt Rebecca Long-Bailey hat in Großbritannien den Kampf um die Labour-Spitze gegen Keir Starmer klarer verloren als erwartet
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 16/2020
Der „New Green Deal“, mit dem Labour unter Jeremy Corbyn in die Wahlen zog, war maßgeblich ihr zu verdanken
Der „New Green Deal“, mit dem Labour unter Jeremy Corbyn in die Wahlen zog, war maßgeblich ihr zu verdanken

Foto: Christopher Furlong/Getty Images

Sie war Wirtschaftsministerin im Schattenkabinett von Jeremy Corbyn und Schatzkanzler John McDonnell. Bleibt sie in dieser exponierten Position? Vorerst dürfte unter dem neuen Parteichef Keir Starmer am Status von Rebecca Long-Bailey nicht groß gerüttelt werden. Auch wenn die 40-jährige Labour-Politikerin beim parteiinternen Championat um die Parteiführung mit 27,6 Prozent deutlicher hinter den gut 56 Prozent des neuen Parteichefs lag als angenommen. 30 Prozent hatte man ihr als der Favoritin des Corbyn-Lagers schon zugetraut.

Dass es weniger waren – daran hatte gewiss auch mancher Patzer bei ihrer Kampagne seinen Anteil. Ihre Behauptung, sie sei in der Kindheit davon geprägt worden, dass ihr Vater als Hafenarbeiter an den Salford-Docks in Manchester unte