Die Waffe dieser Frau

Arundhati Roy ... ist Schreiben. Gibt es ein Leben nach der Demokratie?, fragt die indische Autorin Arundhati Roy in ihrem neuen Buch. Ein Gespräch über die Wurzeln ihres Widerstands
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Arundhati Roy hat zwei Stimmen. Die erste ist auf dramatische Art und Weise persönlich und spielerisch. Sie ist zu vernehmen, wenn man ihren außergewöhnlichen Debüt-Roman Der Gott der kleinen Dinge liest – ein halb autobiographischer Bericht über eine Kindheit im ländlichen Kerala. Die zweite Stimme ist nüchterner, zugleich wütender und auch urbaner. Und sie misstraut den Eigenarten des Individuums stärker als die erste. Roy beschreibt sie als "Schreiben aus dem Herzen der Menge". Seit der Veröffentlichung ihres Romans vor zwölf Jahren hat sie nur noch mit dieser Stimme geschrieben: Vier Sammlungen nicht-fiktionaler Texte, deren vorerst letzte – Listening to Grasshoppers: Field Notes on Democracy – Anfang Juli in Gro&