Eine Stadt versinkt in Schutt und Asche

Syrien Die Rebellen werden in Damaskus längst nicht mehr überall gefeiert. Die Bevölkerung gibt der FSA und ihrer Taktik im Häuserkampf die Schuld an den Verwüstungen
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Ein Gefechtsfeld: Regierungstruppen inspizieren das zurückeroberte Damaszener Viertel Midan
Ein Gefechtsfeld: Regierungstruppen inspizieren das zurückeroberte Damaszener Viertel Midan

Foto: Louai Beshara/AFP/Getty Images

Ich bin im Februar aus Homs entkommen“, erzählt Abu Mohammed, während seine Kinder im Hof eines Kindergartens in Damaskus spielen. „Wir zogen ins Viertel Seida Zeinab, das dann im Juli ebenfalls bombardiert wurde.“ Überall in der Hauptstadt – in Schulen, Hotels, Pensionen, Wohnhäusern – leben Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, oft unter elenden Bedingungen. Hunderte haben die vermeintliche Sicherheit von Damaskus gesucht und sahen sich getäuscht.

Angriffe auf die Vororte der Millionenmetropole dauern unvermindert an. Und selbst in den grünen Straßen der zentralen Bezirke dröhnen regelmäßig Artillerie und Granatwerfer. Doch die Menschen fahren bei dieser Geräuschkulisse nicht mehr entsetzt zusammen.