The Guardian
08.09.2012 | 09:00 8

Erstaunliche Effekte

Afrika-Spezial Nicht nur Persönlichkeiten spiegeln den Wandel auf dem Kontinent: Einfache Ideen ermöglichen den Menschen ein besseres, gesünderes Leben. Acht Beispiele

1 Der Hippo-Wasser-Roller

Die Idee Der Hippo-Wasser-Roller ist eine Trommel, die auf dem Boden gerollt wird und es Menschen ohne Zugang zu fließendem Wasser leichter macht, größere Mengen von Wasser zu transportieren.

Das Problem Zwei von fünf Afrikanern haben keinen unmittelbaren Zugang zu frischem Wasser und müssen weite Wege zum nächsten Brunnen zurücklegen. Die Tradition, die Behälter auf dem Kopf zu balancieren, begrenzt die Wassermenge, die auf einmal transportiert werden kann. Sie verursacht langfristig zudem Schäden an der Wirbelsäule. Meist erledigen Frauen und Kinder diese zeitintensive Aufgabe, auf Kosten ihrer Bildung und ökonomischen Möglichkeiten. In extremen Fällen müssen sie auf den langen Wegen mit Vergewaltigungen und Überfällen rechnen.

Die Methode Der Hippo-Roller wird mit Wasser gefüllt und dann geschoben oder gezogen. Das Gewicht verteilt sich gleichmäßig, sodass eine volle Trommel zwar fast fünf Mal mehr Wasser fasst als die üblichen Behälter, aber effektiv nur 20 Kilogramm wiegt. Das beschleunigt den Transport. An steilen Hügeln können zwei Leute an einem speziellen Stahlgriff mit anpacken. „Im Kern lindert der Roller die Strapazen, die die Leute nur fürs Wasserholen auf sich nehmen. Ein Roller kann das für einen Haushalt von sieben Menschen über fünf bis sieben Jahre bewerkstelligen.“

Die Wirkung In 21 afrikanischen Ländern wurden bislang mehr als 42.000 Hippo-Roller verkauft. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Die 125 Dollar teuren Roller werden durch NGOs vertrieben. Eine mobile Produktionseinheit ist bereit, sie in Tansania herzustellen. Nelson Mandela hat persönlich dazu aufgerufen, das Projekt zu unterstützen. „Es wird das Leben von vielen Millionen unserer südafrikanischen Landsleute besser machen“

2 Die iCow-App

Die Idee Die App will Milchbauern über das Mobilfunknetz dabei helfen, bewährte Methoden zu erlernen und die Milchleistung zu steigern.

Das Problem Viele mittelständische Milchbauern haben in Afrika keinen Zugang zu Informationen über Preise und Methoden, und sie dokumentieren die wichtigen Details ihrer Tiere – wann sie Milch geben können, woher sie stammen – nicht sauber, was zu Inzucht und Krankheiten führt.

Die Methode Die iCow-App wurde von dem kenianischen Farmer Su Kahumbu für den Typ Mobiltelefon entwickelt, der unter afrikanischen Bauern üblich ist. Jedes Tier wird mit der App registriert, sie erinnert die Bauern dann an Melkpläne und Impfungen, gibt Tipps zu Futter oder Zucht und erteilt Auskunft über örtliche Tierärzte und Besamungsdienste. Der Indigo Trust hat bei der Entwicklung der App geholfen. „Was wir besonders toll fanden, war, dass das iCow-Team ein nachhaltiges Geschäftsmodell hat. Sie können rasch expandieren und ihre Reichweite und den Erfolg unabhängig von fortdauernder Förderung maximieren.“

Die Wirkung „Das Tolle ist: Wenn man den Anweisungen von iCow folgt, werden die Kühe gesünder, größer und stärker. Sie bringen dann leicht mehr Geld auf dem Markt. Jeder schlaue Farmer wird iCow nutzen“, sagt ein Bauer aus dem kenianischen Hochland im Forbes Magazine.

3 Das Cardiopad

Die Idee Ein Tablet-Computer diagnostiziert Herzkrankheiten in abgelegenen Haushalten, die nur begrenzten Zugang zu medizinischer Versorgung haben.

Das Problem Herz-Kreislauf-Erkrankungen töten weltweit jährlich 17 Millionen Menschen. In vielen afrikanischen Ländern müssen Risikopatienten oft viel Geld investieren und Hunderte von Meilen zurücklegen, um zu einem der Herzspezialisten in den urbanen Zentren zu gelangen. Die Cameroon Heart Foundation hat einen extremen Anstieg von Herzleiden in Kameruns 20 Millionen starker Bevölkerung festgestellt. Es gibt aber im ganzen Land nur weniger als 40 Herzspezialisten.

Die Methode Ein Programm auf dem Cardiopad, das von dem 24-jährigen kamerunischen Ingenieur Arthur Zang entwickelt wurde, sammelt die Herz-Rhythmus-Signale des Patienten. Dazu werden Elektroden auf dessen Brust aufgebracht. Das erste afrikanische Touch-Screen-Medizin-Tablet berechnet aus den Signalen eine animierte Darstellung des Herzschlags, die zur Interpretation und Diagnose über das Mobilfunknetz an einen Kardiologen gesendet wird. „Ich habe das Cardiopad entwickelt, um ein drängendes Problem zu lösen: Wenn jemand in Garoua eine Herz-Untersuchung braucht, muss er 900 Kilometer weit nach Yaoundé oder Douala fahren“, sagt Zang.

Die Wirkung Der Kardiologe Daniel Lemogoum, der an einem der landesweit größten Krankenhäuser arbeitet, berichtet, dass drei von fünf Patienten, die mit dem Cardiopad untersucht wurden, unter Bluthochdruck litten oder andere Risiken hatten. „Diese Menschen wären sich nicht notwendigerweise bewusst geworden, dass ihr Blutdruck zu hoch ist.“

4 Die Ethanol-Fabrik

Die Idee Regional angebauter Maniok wird zu Ethanol raffiniert, um saubere Brennstoffe zum Kochen zu gewinnen.

Das Problem Vier Millionen Hektar Wald werden in Afrika jährlich gerodet, das ist doppelt so viel wie im globalen Durchschnitt. Zum Teil geht das auf die Nachfrage für Holz und Kohle zurück. Sie werden den Vereinten Nationen zufolge in fast 80 Prozent aller afrikanischen Unterkünfte als billige Alternative zu Gas genutzt. Der Rauch, der beim Kochen über diesen festen Stoffen entsteht, löst Atemwegsleiden aus, welche jährlich für fast zwei Millionen Tote in den Entwicklungsländern verantwortlich sind.

Die Methode CleanStar hat in Mosambik die weltweit erste nachhaltige Produktionsstätte für saubere Küchen-Brennstoffe errichtet. Auf Monokulturpflanzen wird zugunsten von nachhaltig erzeugten verzichtet. Ein Sechstel der Rohstoffe stammt aus regional angebautem Maniok, der in Rotation mit anderen essbaren Pflanzen angebaut werden muss, damit der Boden fruchtbar bleibt. Eine Fabrik in der Sofala-Provinz gewinnt daraus Ethanol, das auf den lokalen Märkten zusammen mit kompatiblen Kochern angeboten wird, die ebenfalls von der Firma produziert werden.

Die Wirkung „Die Frauen in den Städten sind es leid, zuzusehen wie die Kohlepreise steigen, schmutziges Material zu tragen und auf den Tag zu warten, an dem sie sich einen sicheren Gasofen und importierte Gaszylinder leisten können“, sagt die Marketing-Direktorin von CleanStar. „Sie kaufen gerne moderne Kochutensilien, die saubere Brennstoffe aus der Region verbrauchen, gut funktionieren und ihnen Zeit und Geld ersparen.“ Die Fabrik soll zwei Millionen Liter Brennstoff jährlich produzieren und innerhalb der nächsten drei Jahre 120.000 Haushalte erreichen.

5 Das Sichelzellen-Projekt

Die Idee Ein Projekt, das die Sichelzellenanämie erforscht und zeigt, dass innovative, groß angelegte Genomstudien in Afrika möglich sind.

Das Problem Weltweit werden jährlich etwa 300.000 Kinder mit der Sichelzellenkrankheit geboren, die zu schwerer Blutarmut führen kann. 70 Prozent dieser Kinder kommen auf dem afrikanischen Kontinent zur Welt. Tansania hat eine der höchsten Raten der Krankheit. Ohne eine Behandlung sterben neun von zehn Kindern vor dem Erwachsenenalter. Viele dieser Tode könnten durch frühe Diagnose und Therapie verhindert werden.

Die Methode Julia Makani von der Muhimbili University in Tansania erarbeitet mit dem Wellcome Trust zusammen genomweite Assoziationsstudien (GWAS). Sie sollen das Verständnis für genetische und Umweltfaktoren der Krankheit verbessern. Das Projekt wollte ursprünglich 400 Kinder begleiten, inzwischen sind es 2.500. Das macht das Programm zur größten biomedizinischen Sichelzellenanämie-Ressource weltweit.

Die Wirkung Lorna Casselton von der Royal Society in Großbritannien sagt: „Die Krankheit fordert in Afrika viele Opfer, und qualitativ hochwertige Forschung ist dringend nötig, um das zu ändern. Makani steht als Beispiel für viele andere junge afrikanische Wissenschaftler, die etwas ändern möchten.“

6 Die portable Wasserpumpe

Die Idee Eine Bewässerungstechnik, die es den Farmern südlich der Sahara ermöglicht, saisonunabhängig zu pflanzen.

Das Problem Schlechte Ressourcen und das unvorhersehbare Klima machten die Nahrungsversorgung Afrikas auf dramatische Weise instabil. Nur sechs Prozent des kultivierten Ackerlandes ist bewässert, die Ernte jenseits der saisonalen Möglichkeiten ist dadurch stark limitiert. Mehr Bewässerung könnte die Produktivität dieser Region um 50 Prozent steigern.

Die Methode Kick-Start, eine nicht auf Profit ausgelegte Firma, die sich auf Bewässerungstechniken spezialisiert hat, macht den Farmern in ganz Afrika – insbesondere in Kenia, Tansania und Mali – portable Bewässerungssysteme zugänglich. Solche Pumpen kosten zwischen 35 und 95 Dollar – mit der Betonung aufs Professionelle verkauft Kick-Start die Geräte lieber, als dass die Firma sie verschenkt.

Die Wirkung In der Zeitschrift The Atlantic hat Kick-Start verkündet, mithilfe der Wasserpumpen 667.000 Menschen aus der Armut geholt und „von der Familienfarm aufwärts eine unternehmerische Mittelschicht geschaffen“ zu haben. Die Firma hat allein in Kenia neue Einkommen von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts befördert.

7 Die orange Süßkartoffel

Die Idee Eine neu gezüchtete Süßkartoffel mit einem besonders hohen Gehalt an Betacarotin soll den Kampf gegen Kinderblindheit stärken.

Das Problem Mehr als drei Millionen Kinder in Afrika erblinden jährlich, weil sie nicht genug Vitamin A über die Ernährung aufnehmen; in Uganda sollen Schätzungen zufolge 28 Prozent der Kinder an Vitamin-A-Mangel leiden. Derzeit versuchen Hilfsorganisationen, dem Problem durch die Gabe von Vitamin-A-Supplementen zu begegnen. Da sich an der Ernährung aber nichts ändert, kann dieser Weg kein nachhaltiger sein.

Die Methode Forscher haben auf konventionelle Weise eine neue Sorte Süßkartoffeln gezüchtet, die vier bis sechs Mal soviel Betacarotin enthält wie normale Süßkartoffeln. Die OSP (Orange Sweet Potato) wurde in 10.000 Haushalten Ugandas verteilt. Am Ende der zweijährigen Studie fiel die Rate an Vitamin-A-Mangel unter nicht gestillten Kindern von 50 auf 12 Prozent. Christine Holz von International Food Policy Research Institute, die das Projekt leitete, sagt. „Insgesamt zeigt die Studie, dass die OSP der Ernährung große Mengen Vitamin A zuführen kann.“

Die Wirkung Ein ähnliches Projekt in Mosambik hatte vergleichbaren Erfolg; das Projekt soll daher bis 2016 auf 225.000 Haushalte ausgeweitet werden.

8 Der Tutu-Tester

Die Idee Eine mobile Klinik soll Screenings für Tuberkulose und das Humane Immunschwäche-Virus (HIV) mit allgemeinen Gesundheitsuntersuchungen verbinden, um das Stigma dieser zwei Krankheiten zu überwinden.

Das Problem Südafrika steht im Zentrum einer Tuberkulose- und HIV-Epidemie. Geschätzte 5,7 Millionen Menschen sind mit HIV infiziert. Begünstigt von diesen Infektionen ist auch die Zahl der Tuberkulosefälle innerhalb von 20 Jahren derart in die Höhe geschnellt, dass Südafrika nun das Land mit der weltweit dritthöchten TB-Rate ist. Im Fall von HIV sind freiwillige Tests und Beratungen (Voluntary Counselling and Testing, VCT) entscheidend für die Prävention und Therapie der Krankheit. Erhebungen der Desmond Tutu HIV Foundation in den am stärksten von HIV betroffenen Gemeinden haben allerdings gezeigt, dass die VCT entweder nicht verfügbar oder mangelhaft ist. Das Resultat ist eine erhöhte Morbidität und Sterblichkeit.

Die Methode Der Tutu-Tester ist eine in einen bunten Bus verpackte mobile Klinik, die hochwertige Test-Ausrüstungen und trainiertes medizinisches Personal in Regionen ohne angemessene Gesundheitsversorgung bringt. Das Screening für TB und HIV wird in eine Batterie anderer Untersuchungen – Schwangerschaftsvorsorge, Blutzuckertests, Blutdruckmessungen – integriert, so dass die Leute die Untersuchungen leichter akzeptieren können.

Die Wirkung Linda-Gail Bekker, eine leitende Forscherin in der Stiftung, sagt, dass die Daten des Tutu-Testers eine parallele Entwicklung der TB-Infektionen mit den HIV-Infektionen belegen. Zugleich nimmt die Tuberkulose ab, wenn HIV-Infizierte sich mit antiretroviralen Medikamenten behandeln lassen.

Texte von Mina Holland, Ian Tucker, Monica Mark, Olivia Honigsbaum (The Guardian)

 

 

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Kommentare (8)

Verwendungszweck 08.09.2012 | 12:45

Weil die Sicherzellenanämie eine Erbkrankheit ist, werden mehr Kranke, die das Erwachsenenalter erreichen, zu mehr Menschen mit Sicherzellenanämie führen. Das könnte dazu führen, dass die Malaria zurückgedrängt wird, denn zum Einen sind die Menschen mit Sichelzellenanämie immun gegen Malaria und zum Andern sind viele der für den Menschen gefährlichen Malaria-Typen auf den Mensch als Zwischenwirt angewiesen.

Also Vor- und Nachteile. Wollen wir hoffen, dass die Vorteile überwiegen werden.

Überhaupt habe ich bei den Afrika-Dramen und Tragödien häufig den Eindruck, dass es _die_ eine gute Lösung nicht gibt. In Europa hat die Kartoffel die Menschen vom Hunger befreit, in Afrika wäre häufig nur nötig, dass man den Leuten in gescheiterten Bürgerkriegsregionen wieder zeigt, wie man sich und seine Familie mit einer kleinen fruchtbaren Scholle Land mit etwas Landwirtschaft und ein paar wenigen Tieren zu gedeihlichem Wohlstand und Autarkie verhilft.

Stattdessen unterstützen Weltbank und IWF, dass sich ausländische Landpächter ansiedeln und mit wenigen ortsansässigen Billigarbeitern für den Export produzieren.

In anderen Ecken sorgt die Überweidung zu einer fortschreitenden Versteppung und Verarmung, nebenan werden die letzten Bäume und Büsche für Bau- und Brennholz gefällt, wobei keine Aufforstung stattfindet - wie in Pilotprojekten gezeigt wurde, aber möglich wäre und erfolgreich sein kann.

In anderen Gegenden werden super saubere Solaröfen abgelehnt, weil die Hausfrauen nicht vor dem Haus kochen wollen, weil das nur die Armen machen und das Essen vielleicht auch mal erst nach den besten Sonnenständen gekocht werden soll.

Die Geschichten von den eigentlich vorhandenen aber mangels guter Speicher verderbenden Nahrungsmitteln sind so traurig, dass man sie gar nicht mehr erzählen mag.

Zum Schluss bleibt nun zu hoffen, dass dieser Wasser-Rolli so stabil ist, dass er auch über den ein oder anderen Stein gerollt werden darf und nicht nur in Sandwüsten länger als eine Woche hält. Sandwüstenbewohner, die ihr Wasser nicht eh auf Kamelen transportieren, gibt's in Afrika nämlich nicht all zu viele.

Oberham 13.09.2012 | 11:30

Die Ideen ob alt oder neu - sind schön und gut - nur was nutzt z.B. der Wasserroller wenn das Geld für die Füllung fehlt (in vielen Gebieten sind inzwischen die Brunnen kostenpflichtig! - d.h. irgend ein Konzern hat die Rechte am Wasser gekauft)

... oder die Wasserpumpen - wenn die Kleinbauern von ihren Feldern vertrieben werden - dito das Patch für den Pad mit der Milch.

Solange der Trend Richung Konzentrierung, Enteignung und Vertreibung geht, nicht in Dezentralisierung, in Kraft Setzen der universellen Menschenrechte (warum führt die Nator, oder die Uno nicht Krieg gegen die Konzerne, die die Menschenrechte in Afrika mit Hilfe der korrupten Eliten weiter immer tiefer in den Morast treten?) und Priorität auf die Abschaffung von Hunger und Armut auf autarker Basis beruhend, dürften sich die engagierten Menschen vor Ort wie in einem riesigem Treibsandbecken gefangen fühlen.

Man bewegt viel Gutes und sinkt doch immer tiefer....

Ist jetzt vielleicht böse - aber nehme die Kausalkette - ich verkaufe die Wasserräder, mache gut Profit damit und beteilige mich mit dem Profit an einem Konzern der das Wasser kauft - was denkt wohl der, der das Wasserrad erhielt? (Bezahlen hätte er es ohnehin nie gekonnt, die Fähigkeit Wasser in einem Tongefäß zu transportieren geht verloren - kann man sehen wie man möchte - es gibt immer zwei Seiten ....)

Warum hat wohl die NGO die Wasserräder finanziert?

Warum hat die NGO nicht erst die Wasserrechte erworben, dann die Wasserräder verteilt und die ersparte Zeit für ein Alaphetisierungsprogramm genutzt?

Ja - zu teuer!

Warum hätte sie die Rechte kaufen müssen?

Warum verkauft ein afrikanisches Land überhaupt seine Rechte am Wasser - am eigenen Trinkwasser?

Wer kassiert die geflossenen Beträge....

Fragen, Fragen, Fragen - die Antworten sind wohl bekannt -

aber lasst uns lieber über die schicken Ideen sprechen - die sind wenigstens positiv.