Gesprächsstück aus der Hölle

Roadtrip Der britische Künstler Jeremy Deller zieht mit einem zerstörten Auto aus dem Irak-Krieg durch die USA. Sein Kunstwerk konfrontiert die Menschen mit der Gewalt im Krieg
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Der Künstler Jeremy Deller berichtet telefonisch aus New Orleans von seiner Reise durch die USA. Kennt man bisherige Arbeiten des Turnerpreis-Gewinners, liegt die Annahme nahe, seine Reise, die ihn auch an Orte wie Memphis oder Nashville führt, habe etwas mit Musik zu tun. Immerhin hat er in der Vergangenheit bereits eine Blaskapelle dazu gebracht, Acid-House-Hymnen aufzunehmen und der walisischen Rockband Manic Streat Preachers eine Ausstellung gewidmet. Doch Deller erwähnt Elvis nicht einmal. Bei dieser Tour scheint es sich um eine düstere Neuinterpretation eines bekannten Themas zu handeln: dem amerikanischen Roadtrip.

Stellen Sie sich ein riesiges Wohnmobil vor, welches Sie auf dem Interstate Richtung Süden überholt. Drinnen sitzen ein paar Kerle, die jede