Gib dem Ausbeuter Zucker

Pandora Papers Auf der kleinen Insel Madeira entstand einst der Kapitalismus. In den Leaks über die Steuerparadiese taucht sie wieder auf. Kein Wunder
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 41/2021
| The Guardian | 5
„Boom, bust, quit“ in Aktion: Aufschwung, Rezession, Bloß-weg-hier, erst in Madeira, dann in São Tomé, dann in Brasilien
„Boom, bust, quit“ in Aktion: Aufschwung, Rezession, Bloß-weg-hier, erst in Madeira, dann in São Tomé, dann in Brasilien

Foto: Getty Images

Wann immer ein Datenleck Dokumente von fernen Inseln öffentlich macht, die den Reichen als Versteck ihres Geldes dienen, fragt man sich, wie so etwas möglich ist. Wie kann es sein, dass ein ungeheurer Reichtum offshore transferiert und unversteuert vor der Öffentlichkeit versteckt wird? Politiker verurteilen das als „inakzeptable Seite des Kapitalismus“. Doch das ist es nicht. Er zeigt einfach sein wahres Gesicht.

Wenn man so will, wurde der Kapitalismus ja auf einer ebensolchen fernen Insel geboren. Nachdem die Portugiesen 1420 Madeira kolonisiert hatten, entwickelten sie ein Wirtschaftssystem, das in einigen Punkten wirklich neu war. Indem sie die Wälder fällten, nach denen sie die Insel benannt hatten (madeira ist Portugiesisch für „Wald