Jutebeutel und Papp-Strohhalm retten uns nicht

Klimakrise Unser System vernichtet den Planeten, und wir reden über Plastiktüten? Schluss damit! Wir müssen unser Streben nach Reichtum infrage stellen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 45/2021
| The Guardian | 220
Jutebeutel und Papp-Strohhalm retten uns nicht

Grafik: der Freitag, Material: Freepik

Ein Mythos über Menschen hält sich hartnäckig, gegen alle gegenteiligen Beweise. Er besagt, dass wir unser Überleben immer an die erste Stelle setzen. Für andere Arten trifft das ja auch zu. Wenn sie mit einer drohenden Gefahr konfrontiert werden, tun sie alles, um sie zu umgehen: Naht etwa der Winter, ziehen sie in den Süden oder halten Winterschlaf. Beim Menschen ist das offenbar anders.

Wenn wir mit einer großen Bedrohung konfrontiert werden, wie der Klimakrise oder dem ökologischen Kollaps, scheinen wir uns weiterhin viel Mühe zu geben, unser Überleben zu gefährden. Wir reden uns ein, das Ganze sei nicht so schlimm oder passiere gar nicht. Wir verdoppeln unsere Zerstörungswut, tauschen normale Autos gegen SUVs, jetten mit einem