Rassismus lässt sich nicht wegtherapieren

Critical Whiteness Trainings gegen unbewusste Voreingenommenheit werden an einer bewusst diskriminierenden Politik wenig ändern
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Reicht es, Rassismus bei sich selbst zu suchen?
Reicht es, Rassismus bei sich selbst zu suchen?

Foto: Roger Jackson/Central Press/Getty Images

Sind Sie Rassist*in? Und, wenn ja, wie sollte ich das wissen? Früher hielt ich es für einen guten Gradmesser, ob mich jemand „Paki“ nennt, mich wegen meiner Hautfarbe angreift oder mich nicht einstellt, nachdem er meinen Namen gelesen hat. Aber nein: In all dem kommt Rassismus nur oberflächlich zum Ausdruck. Selbst wenn Sie sich nicht feindselig zeigen und niemanden diskriminieren, sind Sie wahrscheinlich noch immer Rassist*in. Sie wissen es nur nicht. Insbesondere, wenn Sie weiß sind. Und wenn Sie dagegen protestieren, als Rassist*in abgestempelt zu werden, zeigen Sie damit nur, was die US-amerikanische Akademikerin und Diversity-Trainerin Robin DiAngelo im Titel ihres Bestsellers als „White Fragility“ oder die „Unsicherheit der Weiße