Rufmord an einem „Anti-Terroristen“

USA Der Fall des Imams von Manhattan und seines Moschee-Projektes zeigt, wie salon­fähig Islamophobie in Amerika inzwischen ist. Zum Jahrestag von 9/11 allemal
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Feisal Rauf kann seinen geplanten Moschee-Bau Park51, wie das Projekt nach der Adresse in Manhattan offiziell heißt, zur Disposition stellen oder als eine niemandem schadende Einrichtung erklären – es hilft nichts, der muslimische Geistliche bleibt der Blitzableiter einer antimuslimischen Hysterie. Die rechte Bloggerin Pamela Geller tituliert den Imam als „heimlichen Radikalen“, der von Toleranz spreche und gleichzeitig zum „Völkermord“ anstachele. Andere nennen ihn einen anti-amerikanischen Terroristenfreund, der die Auffassung vertritt, Amerika sei für die Tragödie des 11. September 2001 selbst verantwortlich.

Für diese Klientel ist Park51 nichts als ein anti-amerikanischer Affront und ein Beweis für die schleichende Islamis