Tansanias boomender Holzkohlehandel treibt unkontrollierte Entwaldung voran

Reportage In Tansania wird in 90 Prozent der Haushalte Holzkohle oder Feuerholz zum Kochen verwendet. Viele illegale Holzfäller lassen Wälder buchstäblich verschwinden. Ein besonders krasser Fall ist das Waldschutzgebiet Ruhoi
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 02/2023
„Ich habe keine Wahl“: Holzfäller Muharram Bakari bei der Arbeit im Waldschutzgebiet Ruhoi
„Ich habe keine Wahl“: Holzfäller Muharram Bakari bei der Arbeit im Waldschutzgebiet Ruhoi

Foto: Imani Nsamila/Guardian/Eyevin

Während hohe Gaspreise weltweit die Nachfrage nach dem wenig umweltschonenden Brennstoff antreiben, sind in Afrika viele illegale Holzfäller unterwegs, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, indem sie Wälder buchstäblich verschwinden lassen. Auf einen besonders krassen Fall dieses Raubbaus trifft man im Waldschutzgebiet Ruhoi im Osten Tansanias. Das Areal ist inzwischen so kahl, dass man glauben könnte, in dieser Gegend habe es nie eine nennenswerte Vegetation gegeben. Der Boden wirkt ausgetrocknet, stellenweise ist er schwarz, weil verbrannt. Oft verstellen verkohlte Baumstümpfe den Weg durch diese Erinnerung an eine Landschaft. Was an Bäumen übrig blieb, ist in der Regel morsch und verfault. Hier wurde mit solch atemberaubender wie alarmierender Ge