Trügerische Morgenröte

Griechenland Das bisherige Machtsystem steht mit den Wahlen am 6. Mai am Rande des Nervenzusammenbruchs. Die von der extremen Rechten ausgehenden Gefahren sind nur allzu evident
Exklusiv für Abonnent:innen

Der erste Akt der andauernden griechischen Tragödie endete im November mit dem Rücktritt der Regierung Papandreou. Zu Fall gebracht wurde sie durch die Ablehnung der Sparmaßnahmen in der Bevölkerung sowie die Angst Angela Merkels und Nicolas Sarkozys vor einem griechischen Referendum über die Euromitgliedschaft. Mit den Wahlen nun wird der zweite Akt zum Abschluss kommen und eine Riege bislang vorherrschender Parteien und Politiker die Bühne über die rechte Seite verlassen.

Die von Lucas Papademos geführte Übergangsregierung ist eine Koalition aus den Parteien Pasok und Nea Dimokratia (ND), die Griechenland in den zurückliegenden 40 Jahren dynastisch regiert und in die gegenwärtige Misere geführt haben. Ihre Kampagnen verliehen dem