Wenn Nestlé zwitschern lässt

Blogfreiheit Die US-Behörden wollen Strafen verhängen, wenn die Beziehung von Unternehmen und Bloggern nicht aufgedeckt sind. Das ist gut gemeint, aber der falsche Ansatz

Das Unternehmen Nestlé, das wegen seiner Vermarktung von Muttermilchersatznahrung in Entwicklungsländern als Ersatz für das Stillen mit einem andauernden Boykott zu kämpfen hat, hat nun etwas unternommen, das am besten als E-Schadenseindämmung beschrieben werden kann – es lud 20 einflussreiche „Eltern“-Blogger zu einem Ausflug in den kalifornischen Hauptsitz der Firma in Kalifornien ein. Alle Spesen trug dabei das Unternehmen. Die dahinter stehende Hoffnung war wohl, dass die Blogger positiv über die Reise und die Firma berichten würden. //www.socialmedia.com/megapulse/two_columns/?advertiserId==481=1131=0=0.43488848418928683" target="_blank">Nestlé richtete sogar einen Twitter-Tag (#nestlefamily) ein

, um dem Ganzen ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

Jessica Valenti ist Gründerin des feministischen Blogs feministing.com

Übersetzung: Zilla Hofman

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14:00 11.10.2009
Geschrieben von

Jessica Valenti, The Guardian | The Guardian

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The Guardian

Ausgabe 39/2020

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