Simon Jenkins
22.03.2016 | 13:22 34

Ruhe bewahren

Brüssel Wenn man den Terror wirklich bekämpfen will, darf man nicht in alte Muster verfallen. Gerade jetzt gilt es mehr denn je, besonnen zu reagieren

Ruhe bewahren

Man sollte sich in Zurückhaltung üben

Bild: Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images

Sinn und Zweck des Terrorismus ist es nicht, etwas zu zerstören oder zu töten. Vielmehr strebt er danach, seine politischen Ziele durch die massive Medienpräsenz zu erreichen, die mit den Attacken einhergeht. Die heutigen Anschläge von Brüssel, die vermutlich mit den Anschlägen von Paris und der Festnahme von Salah Abdeslam zusammenhängen, zielen wieder exakt darauf ab. Das Töten von Passanten an sich dient noch nicht dazu, ein kriegerisches Ziel zu erreichen. Seine explosive Wirkung zieht der Anschlag erst aus unseren Reaktionen – und aus den Reaktionen der Politik. Publicity und Gegenschlag bleiben des Terroristen „nützliche Idioten“.

Es gibt nach wie vor keine Möglichkeit für eine Gesellschaft, sich wirksam gegen Terror zu schützen – geschweige denn, immun gegen ihn zu sein. Gerade weil er so willkürlich ist, ist kein Kraut gegen ihn gewachsen. Weder ein Mehr an Polizei, Überwachung oder Militär – ganz zu schweigen von Raketen oder Atombomben – wird uns je vor ihm schützen können. Wie sehr auch immer Geheimdienste sich strecken, die Attentäter werden immer einen Weg finden, ihnen durchs Netz zu gehen.

Politischer Terror ist so alt wie der Krieg selbst. Von marodierenden römischen Legionen bis hin zur RAF gehörte es immer zum Standardreportoire, die Zivilbevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Die viel zitierte Redewendung vom "Kampf gegen den Terror" ergibt am langen Ende in etwa so viel Sinn wie ein "Kampf gegen Waffen".

Was allerdings durchaus Sinn ergibt, ist der Versuch, die Wut, die hinter den Terrorakten steckt, zu lindern, statt sie weiter anzufachen. Und die Wirkung des Anschlags an sich zu dämpfen. Ersteres erfordert eine wesentlich weisere Außenpolitik des Westens gegenüber der muslimischen Welt, weiser als wir sie in den vergangenen Jahrzehnten erfahren durften. Zweiteres dürfte gar noch schwieriger zu bewerkstelligen sein: Wir müssen Ruhe bewahren und uns in Zurückhaltung üben, wenn es darum geht, über Anschläge zu berichten und auf sie zu reagieren.

Der größte Teil der Medienberichterstattung über Terror nimmt darauf aber keine Rücksicht. Schließlich „müssen“ die Medien berichten. Aber ebenso müssen sie gerade eben nicht völlig durchdrehen und sich in den Bildern der Gewalt suhlen, wie es vor allem im Falle der Schilderungen der Brutalität des IS geschah. Das wäre zumindest ein Anfang.

Das Ziel der Terroristen ist es, unsere Gesellschaft zu destabilisieren, Demokratie als Heuchelei zu entlarven und Treibjagden auf Muslime heraufzubeschwören. Und genau das ist bis dato die immer gleichbleibende Reaktion der Sicherheitsapologeten auf Vorfälle dieser Art. Von der eigenen Unfehlbarkeit überzeugt, fällt es ihnen sichtlich schwer, sich auch nur ansatzweise einzugestehen, dass es Dinge gibt, vor denen sie uns schlicht nicht beschützen können. In Situationen wie der heutigen fordern sie daher reflexartig mehr Geld und Macht. Wenn man die Ursachen des Terrors wirklich bekämpfen will, darf ihnen beides nicht gegeben werden.

Sir Simon Jenkins ist ein englischer Journalist und Kolumnist, der zurzeit für den Guardian arbeitet. Neben vielen anderen Auszeichnungen wurde Jenkins 2004 in Anerkennung seiner Verdienste für den Journalismus als ehemaliger Times-Herausgeber von der britischen Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen

Übersetzung: Jan Jasper Kosok

Kommentare (34)

iDog 22.03.2016 | 14:26

"Wenn man die Ursachen des Terrors wirklich bekämpfen will", muss man selber den eigenen Terrorismus beenden, will heißen den Krieg allerorten beenden, nach Hause gehen, zu hause bleiben, das Millitär zurück in Ausgangsposition befehlen und gesundschrumpfen, unnötig machen.

Nein, damit lässt sich freilich keine Weltherrschaft errichten. Aber wer will die auch schon?

Wer diese will und / oder mit Gewalt erhält ist Terrorist - zwangsläufig.

Was sehenn wir : "Terrorismus" oder Rebellion gegen imperialen Terrorismus ? Ein zunehmend leichter zu beantwortende Frage.

Unglücklicherweise ist die Eskalation dieser Rebellion eine kalkulierte Reakation der Herrschaft und im Sinne der Herrschaft. Wir wissen , auch wenn wir es nicht zu wissen meinen, dass mit Gewalt alleine gegen Gewalt kaum anzukommen ist.

Unsere eigene strukturelle Gewalt aber, denn es sind unsere Kriege , die da geführt werden in unseren Namen, können wir verurteilen, uns distanzieren, eine klare Position dagegen beziehen. Damit werden wir zu Feinden der Gewalt und Feinde derer , die sie einsetzen. "Sie" werden sie alsdann gegen uns einsetzen bis uns klar wird , das wir "sie" sind.

Wir nähern uns dieser Einsicht?

Reinhold Schramm 22.03.2016 | 15:00

Wer den Terrorismus -ernsthaft- beenden will, der muss den kapitalistischen Imperialismus beseitigen!

Eine Grundeigenschaft des Imperialismus ist seine Aggressivität. Ihre allgemeine ökonomische Ursache ist das Streben der Finanz- und Wirtschaftsmonopole nachExpansion, nach neuen Rohstoffquellen, Absatzmärkten, Kapitalanlagemöglichkeiten und Einflußsphären. Imperialismus und Militarismus sind untrennbar miteinander verbunden. Infolge des Wirkens der ungleichmäßigen ökonomischen und politischen Entwicklung des Kapitalismus entbrennt zwischen den imperialistischen Großmächten der Kampf um die Neuaufteilung der Welt. In politischer Hinsicht bedeutet der Imperialismus Reaktion auf der ganzen Linie. Er ist bestrebt, die bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten zu beseitigen, alle demokratischen Bewegungen, insbesondere die Reste der Arbeiterbewegung, zu unterdrücken und offen diktatorische Herrschaftsformen zu errichten [Kapitalfaschismus].

Das Übel des internationalen Terrorismus an der ökonomischen und politischen Wurzel des Finanz- und Monopolkapitalismus -und Imperialismus- packen!

rioja 22.03.2016 | 15:18

Er ist vor allem kein Schicksal, der islamistische Terrorismus. Er ist die direkte Folge einer verheerenden westlichen Politik, US-geführt. Europa bekommt viel Terror ab, stellvertretend für die USA. Überdies ist es eine weitere, direkte Folge einer Politik, die eben diese jungen "sans papiers" in den banlieus mit dem "Kärcher" behandeln will. Sie werden also zu "Ungeziefer" entmenschlicht, entwürdigt. Diese jungen, wilden, frustrierten "Tiere" schlagen jetzt zurück, sie haben nichts zu verlieren. Kein geringerer als der franz. Philosoph Alain Badiou sagt zu recht:"Das Wertesystem der westlichen Mittelklasse sieht sich selbst als glorioses Ergebnis der Menschheitsgeschichte". Welch ein Irrtum! by the way...es ist ein bißchen wie einst in Rom: Innen völlig dekadent und von Außen stürmen wilde Kohorten. alia iacta est

THX1138 22.03.2016 | 16:15

Alles richtig, was im Artikel steht, v. a. muss die verheerende Nahostpolitik des Westens mitsamt ihren Angriffskriegen endlich beendet werden, aber:

Die gesamte Salafisten- und Islamistenszene muss jetzt ausgetrocknet werden, indem z. B. alle bekannten 'Gefährder' usw. umgehend mit elektronischen Fussfesseln ausgestattet werden, wie das die Polizei bereits gefordert hat. Nötigenfalls müssen rechtsstaatliche Prinzipien dafür temporär ausser Kraft gesetzt- und Persönlichkeitsrechte der erw. Betroffenen stark eingeschränkt werden.

schna´sel 22.03.2016 | 16:22

»Schließlich „müssen“ die Medien berichten. Aber ebenso müssen sie gerade eben nicht völlig durchdrehen und sich in den Bildern der Gewalt suhlen, wie es vor allem im Falle der Schilderungen der Brutalität des IS geschah. Das wäre zumindest ein Anfang.«

Leider ist das nur eine halbe Wahrheit, dass die Medien berichten müssen. Die ganze Wahrheit ist, dass die Medien, die berichten müssen Gewinne machen müssen. Sie verkaufen eine Ware, die sie in Konkurrenz zu anderen Anbietern produzieren und möglichst effektiv auf dem Markt präsentieren um sie dort zu Geld machen. Man muss sich ja nicht großartig strecken um diese Wahrheit zu erkennen oder von sich zu geben. Aber immer wenn es darum geht, dass die Medien nicht so effektheischerisch mit so sensiblen Nachrichten umgehen sollten wird diese Wahrheit überhaupt nicht mehr beachtet. So als ob man, wenn es um Terror geht in einen anderen Modus umschalten könnte. Was würde denn passieren, wenn alle Anbieter ganz nüchtern, auf Schreckensbilder verzichtend, jede rhetorische Zuspitzung meidend berichten würden? Es würde mit Sicherheit irgendeinen Anbieter geben, der genau das als seine Chance begreift und wahrnimmt um sich gegenüber der lauwarmen Konkurrenz zu profilieren. Will man das unter Strafe stellen? Dann greift man ein in die ehernen Prinzipien der Pressefreiheit. Das Problem mit den Medien, die von den Terroristen für ihre Zwecke benutzt werden basiert auf einer der Grundvoraussetzungen unserer Märkte: Dem freien Spiel von von Angebot und Nachfrage, die Konkurrenz erzeugen und deswegen das Angebot optimieren müssen, um es abzusetzen.

Heinz Lambarth 22.03.2016 | 16:36

Ja genau! Alle, die von wem auch immer als "gefährder" definiert werden, müssen mit elektronischen fussfesseln ausgestattet werden - besser noch mit chips, die sofort nach der geburt an einem geheimen ort im körper implantiert werden.

Ich schlage vor, THX 1138, Sie machen den anfang - Sie scheinen mir ein extremer "gefährder" (von selbstbestimmung und privatsphäre) zu sein!

ed2murrow 22.03.2016 | 16:52

Meines Wissens hat Jenkins im Original http://www.theguardian.com/commentisfree/2016/mar/22/response-brussels-bombings-patience-restraint den Satz "Wenn man die Ursachen des Terrors wirklich bekämpfen will" weder hingeschrieben noch sinngewmäß formuliert. Der Artikel will auch gar nicht an dieses Thema heran (das hat mittlerweile Deborah Orr erledigt, http://www.theguardian.com/commentisfree/2016/mar/22/brussels-terror-attacks-common-humanity), sondern auf den Werbeeffekt durch medialen Overkill, von dem sowohl IS als auch die, so Jenkins wörtlich: Sicherheitsindustrie profitieren.

Meiner bescheidenen Meinung nach sollten Übersetzungen, vorsichtig ausgedrückt: getreulich sein.

Hagen 22.03.2016 | 17:04

Außereuropäischer Imperialismus des Mittelalters Islamische Expansion Da durch den im 7. Jahrhundert entstanden Islam die Ausdehnung der Religion von zentraler Bedeutung war, kam es auch hier zu einem religiös motivierten Imperialismus. Nach dem Tode des Propheten Mohammeds wurde unter den Kalifen-Dynastien der Umayyaden und Abbasiden weite Teile Nordafrikas, sowie Vorderasien erobert und damit ein islamisch-arabisches Weltreich geschaffen, das in Teilen bis ins 13. Jahrhundert hinein Bestand hatte. Das Osmanische Reich stieg mit der Einnahme Konstantinopels 1453 zu einer der führenden Großmächte in Vorderasien und dem Mittelmeerraum auf. https://de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus

kürsche 22.03.2016 | 17:25

Sehr gut, Herr Jenkins. Allerdings kann Sinn u Zweck des Terrorismus sehr wohl töten und Zerstörung sein.

Man weiss ,wenn man keine Panzer oder Drohnen hat, sich nicht anders zu wehren, als aus dem Hinterhalt Kleinkrieg zu führen. Dabei muss das Echo eines Anschlages nicht primär Zweck sein,sondern kann als Kollateralergebnis mitgenommen werden, sogar der Eitelkeit dienen.

Vermutlich müssen doch die von der Gesellschaft Ausgeschlossenen und als Terroristen Wahrgenommenen sich möglichst effektiv und effektvoll rächen. Dabei werden durch das physische Töten Feinde endgültig eliminiert. Die aufgeregten Brüsseler geraten in Angst und Schrecken, bleiben aber leben.

Haben die Belgier nichts gelernt, können sie wieder mit Bomben

irgendwo in Nahost antworten. Ich kenne noch die Gefühle der Ausgebombten. Aus der Einsicht unterlegen zu sein, entsteht Hass auf die Bombenwerfer.

THX1138 22.03.2016 | 17:27

Klar, so eine Reaktion war ja zu erwarten! Ich fühle mich nicht unbedingt bemüssigt, ausführlich darauf zu antworten, da Sie ja hinter jeder (präventiven) Sicherheitsmassnahme sofort 1984 samt totalitärem Überwachungsstaat wittern! Man kann in Ihrer Haltung auch Paranoia in absoluter Verkennung der gegenwärtigen Bedrohungs- und Sicherheitslage sehen- aber das wäre wahrscheinlich zu profan, um wahr zu sein...

Flegel 22.03.2016 | 20:12

Krieg und Terror müssen weltweit geächtet werden

„Sinn und Zweck des Terrorismus ist es nicht, etwas zu zerstören oder zu töten. Vielmehr strebt er danach, seine politischen Ziele durch die massive Medienpräsenz zu erreichen, die mit den Attacken einhergeht.“

Anders, als der Autor, gehe ich davon aus, dass beides gemeinsam beabsichtigt ist.

Doch mich treibt eine ganz andere Frage um:

Worin unterscheiden sich eigentlich die Gewalt- und Tötungshandlungen des IS von denen des Westens? Doch allenfalls in ihren Dimensionen – jedenfalls nicht in ihrer Brutalität. Menschen verbrannten und verbrennen auch nach Bombenattacken des Westens bei lebendigem Leibe.

Die Politiker der „westlichen Wertegemeinschaft“ und mit ihnen viele Medien haben sich angewöhnt, zwischen der eigenen, und damit guten und der fremden, und damit verbrecherischen Gewalt feinsinnig zu unterscheiden.

Ihre einzige und immerwährende Strategie heißt Eskalation der Gewaltspirale. Sie verfügen ja über die legitime verbrecherische Gewalt.

Was diese Politiker in ihrer blinden Arroganz nicht wahrhaben wollen: Die Eigendynamik der Gewaltspirale hat ihnen längst alle Gestaltungsspielräume geraubt. Sie sind Gefangene ihrer eigenen Politik, in der sie Krieg zur legitimen Ultima Ratio von Staaten hochstilisiert haben.

Krieg und Terror sind in höchstem Maße unmoralisch. Ausnahmslos alle Menschen weltweit sind aufgerufen, sie zu ächten, mit Tabu zu belegen, zu dämonisieren und nicht hoffähig zu machen. Ausnahmslos jeder, der für Krieg und Terror wirbt, müsste lebenslang weggesperrt werden. Er hat mit seiner Propagandierung der Tötung Anderer seine eigenen sozialen Rechte verwirkt.

Gugel 22.03.2016 | 20:30

ach so ja, ein weisere Politik gegenüer den muslimischen Staaten. Kurze Frage nur, welche Weisheli herrscht da vor?

Wer den unversalen Mesnchenrechten nach der Formulierung der UN eine Kairoer Erklärung entgegensetzen muss, um sich abzugrenzen...abzugrenzen mit den Mitteln einer über 500 Jahren versagenden Anpassung an die Erkenntnisse, die innerhalb dieser 500 jahre gewonnen wurden, demgegeüber muss an weise sein?

Ich denke, Abwinken und bomben lassen, wäre die einfachtse Reaktion gegenüber diesem Rückstand.

...wenn wir uns nicht schon aufraffen können, einen Ordnunsgfaktor dagegen zusetzen, wie wir ihn gegen Hitler gesetzt bekommen haben.

miauxx 22.03.2016 | 22:33

Übersetzungen erfordern freilich immer Anpassungen an die Zielsprache. Aber Sie haben Recht, dass die hier vorliegende zu weit darüber hinausschießt. Die Einleitung nach der Überschrift ist komplett vom Freitag hinzugefügt. Aber es sind auch einige Passagen, v.a. die schließende, allzu arg Interpretationen bzw. Lesarten und zu weit weg von einer sinngemäßen Übersetzung. Ich bin einigermaßen enttäuscht. Und es ist auch das erste Mal, dass ich, dank Ihres Hinweises, eine Übersetzung eines Guardian-Artikels mit dem Original abgeglichen habe.

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Ehemaliger Nutzer 23.03.2016 | 02:32

Ich finde das ehrlich gesagt zum speien wenn jedesmal wenn der Islamische Terror Menschenleben kostet wird zur Ruhe und Besonnenheit gemahnt und auf Lichterketten sind die Antwort.

Vielleicht faengt man endlich mal an diese boese Pflanze Islam mit der Wurzel auszureissen wo sie in Terror blueht.

Man wusste von diesen Terroristen in Belgien - einen der Taeter hat man sogar ueberwacht. So lange bis man ihn hat mit seiner Bombe gewaehren lassen.

Wir sind wie die Laemmer diesen muslimischen Terror Woelfen gegenueber. Es wird hoechste Zeit das die gesamte musilimische Community in den wwetslichen Laendern unter schaerfste Ueberwachung gestellt wird.

Und wer sich nicht ausweisen kann, wer nicht arbeitet, wer keinen Grund hat im Westen zu leben - weg damit. Heimwaerts. Da koennen sie dann weiterbomben.

Und steinigen und foltern - ihre eigenen Leute - und dabei obendrauf beten ...

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Ehemaliger Nutzer 23.03.2016 | 12:18

Man sollte auch heute nicht unterschlagen, welche Folgen Kolonialismus seit inzwsichen mehr seit 100 Jahren gezeitigt haben könnte.

Wer sich da heute hinstellt und geschichtsvergessen von Kampf gegen den internationalen Terrorismus kräht, sollte sich einmal genauer ansehen, wie unsere Vorfahren sich das so vorgestellt haben könnten mit den "Naturvölkern".

Auf wen die damals getroffen waren, das dürfen wir heute erfahren - vllt weil wir uns nicht vorstellen können wie wollen, dass es tatsächlich Menschen geben könnte, die anders ticken als wir selbst.

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Ehemaliger Nutzer 23.03.2016 | 12:41

disrespect others as u disrespect urselve

logischer geht brüssel eigentlich garnicht

welcome back to future:

und sie wollen nicht aufhören damit weil sie nicht anders können - wie sie glauben

kalkuliertes risiko kann man sowas bereits seit langem nicht mehr nennen: da wird auf Sicht gefahren - as u like it

Hagen 23.03.2016 | 13:24

Folgen des Kolonialismus.

Meinen Sie den Kampf für die Abschaffung der Sklaverei gegen den Widerstand in den Kolonien ?

https://en.wikipedia.org/wiki/Abolitionism

Diese unselige Praxis, die der IS gerade wieder einführt?

„Der Artikel mit dem Titel Die vorzeitige Wiedergeburt der Sklaverei führt weiter aus, dass man Frauen und Kinder unter den Kämpfern des islamischen Staates aufgeteilt habe, „nachdem ein Fünftel von ihnen der Regierung des Islamischen Staates als Steuer übergeben wurde.“[108] Nach Berichten geflohener Mädchen gehört es zur Praxis in allen vom IS besetzten Territorien, junge Frauen und Mädchen ab neun Jahren als Konkubinen

https://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Staat_%28Organisation%29

War doch ein IS – Attentat, nicht? Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie sagen, dass es Menschen gibt, die anders ticken als wir. Aber ticken die auch richtig?

Hagen 23.03.2016 | 14:13

Wenn ich mir den IS (und Bsp. Boko Haram) und den muslimischen Imperialismus in Nordafrika ansehe, dann kommt mir in der Tat der Gedanke, dass man die Uhr zurückdrehen möchte in die Zeit

v o r der Kolonialisierung. Man will ein Kalifat errichten.

Die universalen Menschenrechte hat man in grossen Gebieten dort bereits abgeschafft, Sklaverei gibt es. Die Christenverfolgung ist fast abgeschlossen, weil die Meisten entweder tot oder geflüchtet oder versklavt sind. Das Bildungsniveau ist sicher schon in der Zeit vor der französischen Revolution angelangt.

Ich denke, vielleicht sollte man mal ein bisschen länger zurück schauen in der Geschichte und die Bruchlinien analysieren, die seit Jahrhunderten für Konflikte sorgen. Mal ganz ohne grundsätzlich zu sagen, der Westen sei schuld.

tinas 23.03.2016 | 14:32

Und wieder zeigt sich, wie schrechlich die Welt sein kann!
Ich finde, dass der Islam (in diesem Fall er Islam selbst gemeint - abgesehen von Terror) die Meinungsfreiheit beschränkt und das ist mit unseren Werten in Deutschland nicht vereinbar. Es ist mittlerweile kaum erlaubt, dass jemand etwas über den Islam sagt. Schon wenn jemand etwas neutrales sagt, werden sehr viele Moslems laut protestieren. Das finde ich inakzeptabel. Ich finde, dass man jede Meinung erlauben darf, ob für oder gegen den Islam. (Beleidigungen, Beschimpfungen und Hassbotschaften sind damit nicht gemeint.) Auch am Beispiel der geschlossenen "Ruhe Räume" an den Unis gibt es zurzeit Beschwerden. Angeblich sei diese Aktion nur gegen den Islam gerichtet.
Und solange die normalen Moslems sich in dieser Hinsicht nicht ändern und die Meinungsfreiheit in Deutschland voll und ganz akzeptieren, wird es schwer auch den Terror zu bekämpfen.
Zu dem kommt noch, dass an mehreren Moscheen Länderflaggen hängen. Dies teilt den Islam in Länder auf und so kann z.B. ein Kurde nicht in eine türkische Moschee. Was machen sie dann? Auf der Straße hängen!

JFS 24.03.2016 | 22:05

@Tinas Ich denke, dass der Terror nichts mit dem Islam zu tun hat. Die Leute kommen halt aus der selben "Gegend" mehr nicht. Versetzen Sie sich in die Lage der irakischen, afghanischen (etc.) Familien, die Nachts von US Söldner zum Öffnen Ihrer Häuser gezwungen werden und "kontrolliert" werden. Versetzen Sie sich in die Lage der Hinterbliebenen von Dronenattacken der USA usw. In den Augen dieser Leute sind wir die Terroristen.

Und bei unseren Werten in Deutschland sollte man nicht vergessen, dass gerade die christlichen Parteien aktuell enorme Schwierigkeiten mit den Flüchtlichen haben und die Ängste in der Bevölkerung schüren. Gleichzeitig aber wieder erneut Waffenlieferungen an zweifelhafte Regime billigen und forcieren. Natürlich nur zur Erhaltung heimischer Arbeitsplätze. Das ist subtiler Terror westlicher Art.

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Ehemaliger Nutzer 25.03.2016 | 02:53

Ich weurde dieses Traktat der naechsten bomberstaffel der IS vorlesen. Die gehen dann sicher sofort in sich und lassen die Boembchen fallen und gehen nach Hause und schaemen sich.

Der Autor sollte mal 'Biedermann und die Brandstifter' lesen.

Unsere daemliche Augen-Zu-Politik der sogenannten 'offenen Gesellschaft' die nichts anderes ist eine egomanische Veranstaltung - ist doch egal solange mir nichts passiert - aber ich fuehle mit - Traenchen im Comic Auge - es ist zum Kotzen.

Waherenddessen zuenden die Herren im Dachstuhl die Huette an. Die der anderen natuerlich ...