Wohnen & Leben wird immer teurer

Lebenserhaltungskosten Die Coronakrise wird auch langfristig Einfluss auf Kosten haben, von Lebensmitteln über Mobilität bis zur Miete.
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Der Immobilienbranche konnte allerdings selbst diese globale Gesundheitskrise nichts anhaben. Die Preise für Eigenheime klettern weiter nach oben, in den nächsten 10 Jahren scheint sich dieser Trend weiter fortzusetzen, so der Tenor der Experten. Aber auch für andere Lebensbereiche wie der Gesundheitsversorgung werden Kostensteigerungen prognostiziert. Die deutsche Autobranche gehört laut den letzten Zahlen zu den Verlierern. Auch im Versicherungsbereich außerhalb Gesundheit rechnen Insider mit Steigerungen. Wer noch eine Versicherung abschließen möchte, bietet sich jetzt bis Ende des Jahres eine gute Gelegenheit, egal ob Hausrat, Leben oder auf einen Scooter, darin sind sich die Experten einig. Doch woran liegt es, dass der Traum von einem eigenen Zuhause für immer mehr Menschen schlicht und einfach nicht leistbar ist? Die Antwort auf diese Frage lässt sich schnell finden.

Dabei scheinen es vor allem bestimmte Regionen zu sein, in denen es immer schwieriger wird, sich den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Als besondere Hotspots gelten hierbei München, sowie der sogenannte Speckgürtel um die Stadt herum, denn es wird eine Preissteigerung von bis zu 1,7 Prozent im Jahr erwartet. Die anderen großen deutschen Städte haben ebenfalls zunehmend mit einem steigenden Preisniveau zu kämpfen und in den nächsten Jahren wird sich Prognosen zufolge nichts daran ändern. Das liegt in erster Linie daran, dass sehr viele Menschen gerne in diesen Gegenden leben möchten, das Angebot allerdings begrenzt ist. Auf diese Weise werden die Preise für die zur Verfügung stehenden Wohnmöglichkeiten immer weiter nach oben getrieben, ohne dass wirklich etwas dagegen getan werden kann. Es gibt jedoch Regionen, in denen es durchaus noch leistbar ist, sich eine Immobilie zu kaufen und diese sind vor allem im Osten Deutschlands zu finden. Wer aber in Hamburg, Berlin, München etc. wohnen möchte, wird in den nächsten Jahren immer mehr dafür bezahlen müssen.

Prognosen für 2021 eindeutig

Einer aktuellen Analyse zufolge, die vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, kurz HWWI durchgeführt wurde und somit für vertrauenswürdige Ergebnisse steht, werden Eigenheime in den nächsten Jahren immer teurer werden. Tatsächlich sei dies in über 50 Prozent aller deutschen Landkreise sowie Städte der Fall und das bereits bis zum Jahr 2030. Für all diejenigen, die bereits ein Eigenheim besitzen, sind das selbstverständlich sehr gute Nachrichten, denn dieses gewinnt zunehmend an Wert. Doch was ist mit allen anderen? Vor allem in großen Metropolen wie Düsseldorf, Köln oder Berlin wird das Wohnen im eigenen Zuhause aufgrund eines erwarteten Preiswachstums in der Immobilienbranche von bis zu 1,2 Prozent für immer Menschen nicht mehr leistbar sein. Eine Alternative kann es jedoch sein, sich in Gegenden niederzulassen, in denen Häuser und Wohnungen noch zu vergleichsweise günstigen Preis zu kaufen sind.

Preissteigerungen in fast allen Bereich erwartet

Während die Nachfrage nach Immobilien vor allem in großen Städten und den Bereichen um diese herum immer weiter wächst, reicht das Angebot nicht aus. Das führt dazu, dass die Kosten für ein Eigenheim immer höher steigen und es ist laut aktuellen Untersuchungen auch kein Ende dieser Entwicklung abzusehen. Wer also gerne in den eigenen vier Wänden wohnen will, sollte möglichst schnell zuschlagen oder sich dessen bewusst sein, dass er später noch tiefer in die Tasche dafür greifen muss. Eine ähnliche Preissteigerung ist bei den Dingen des alltäglichen Lebens zu beobachten. Angefangen von Versicherungsbeiträgen, über Lebensmittel bis hin zur Elektronik. Der Trend ist eindeutig, wir werden in fast allen Lebensbereichen eine Teuerung erleben. Wer also einen Fernseher oder Waschtische online kaufen möchte, sollte besser nicht zu lange warten. Auch wenn die Inflationsrate im Jahr noch relativ klein ist, auf Sicht von 2-3 Jahren können sich dann doch Steigerungen von 15-25% ergeben.

13:04 28.09.2020
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Geschrieben von

Thilo S. Pape

Ich grüße euch aus dem beschaulichen Brunnthal (bei München), schreibe enthusiastisch seit 6 Jahren auf meinem Blog über Politik, Kultur und Reisen..
Thilo S. Pape

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