PERUGIA I ANNAEHERUNG

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Ein kleiner, aelterer Mann laechelt mich schuechtern am Bahnhofseingang an. Er haelt einen Faecher bunter Hefte vor seine Brust. Er tritt mir entgegen, um mir ein Heft anzubieten. Ich schuettle stumm den Kopf und schluepfe an ihm vorbei, um meine Reise nach Perugia anzutreten.
Ich habe nichts ueber Perugia nachgelesen, ich will der Stadt unbefangen begegnen. Ich weiss nur, dass es dort eine Auslaenderuniversitaet gibt, dass mein Italienischlehrbuch dort verlegt wurde und die baci perugini (Ferrero-Kuesschen auf umbrisch) von dort kommen. Und bis vor kurzem glaubte ich, sie laege in der Toskana.
Ich bin altmodisch: ich fahre Zug.

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Genua: Hafenstadt, Seerepublik, eingezwaengt zwischen Bergen. Die Sonne scheint und der Himmel ist makellos blau. Tunnel auf Tunnel. Zwischen den Haeusern ein Stueck Meer. Weit draussen ein Containerschiff. Glyzinien und schiefergedeckte Villen, wir passieren die gepflegte Peripherie von Genua. Dann die Halbinsel von Portofino.
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Tunnel, ein Stueck Meer, Tunnel...Von den Cinque Terre sehe ich wenig.
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In In La Spezia eine grosse Baugrube vor dem Bahnhof. Der McDonalds teilt sich das Lokal mit einer Sandwichkette. Es riecht ranzig.
Steinbrueche in der Farbe angegrauten Altschnees: Carrara. In dieser Gegend ist der Anarchismus noch virulent.


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Den schiefen Turm von Pisa sehe ich vom Zug nicht. Aber den Arno. Zwischen Pisa und Florenz ist der Zug voll mit Studenten und Touristen.


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Bis Bis Florenz folgen wir dem Fluss. Dort nehme ich den Zug nach Perugia. Ich mag Florenz nicht. Bei meinem letzten Besuch, es war im Juli, durstig nach der Bahnfahrt, verkaufte man mir ein saures Bier. Auch sonst kann ich der Florentiner Renaissance wenig abgewinnen.
Im toskanischen Appennin ist der Fruehling gerade angekommen. An der Kueste ist alles in Bluete, hier auf der Hochebene fangen die Baeume gerade an Blaetter zu treiben. Ganz oben auf den Gipfeln sind noch Schneereste. An der Grenze zwischen der Toskana und Umbrien wird die huegelige Hochebene tellerflach.


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Alte Doerfer auf Huegelkuppen:


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Dann ein grosser See mit Inseln: Trasimeno. Das Klima ist mild - es wachsen Olivenbaeume.


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Ich bin muede und durstig. Endlich in Perugia. Das Gio Jazz Hotel:


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Blick aus dem Fenster
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00:36 16.04.2010
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Geschrieben von

thinktankgirl

Ich lese keine Philosophen, ich lese Krimis! thinktankgirl@die-genossen.de
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