RE: Kritik und nochmals Kritik | 29.09.2013 | 10:52

Hallo, Sie haben völlig recht mit Ihrem Einwand: Natürlich war auch Adorno ein großer Kritiker und sollte auch als ein solcher gewürdigt werden. Aber mir fiel zunächst halt zuerst Kerr ein und nicht Adorno, daher das Essay als Vergleich zwischen R.R und Kerr. Auch ist es richtig darauf hinzuweisen, dass Kritik nicht nur negativ konnotiert ist (so habe ich das eigentlich auch nicht gemeint), sondern dazu dienen kann, den Künstler weiterzubringen, dass ist eine äußerst wichtige Sache. Von Literatursendungen im Fernsehen nehme ich sowieso Abstand, da ich nicht viel davon halte; Streitgespräche sind eher live vor Publikum oder im ordentlichen Feuilleton zu führen, dann ist das besser. Mein Einlass, ein Duell zwischen Kerr und R.R. anzusprechen, war natürlich nur symbolisch gemeint, um damit zu sagen, wenn es schon im TV stattfindet, dann nur mit diesen beiden (und vielleicht noch Adorno), weil die Ahnung davon hatten und es dann auch eher ein Event als eine Kulturveranstaltung wäre.

RE: Venezuela triste – zum Tode von Hugo Chávez | 09.03.2013 | 19:09

Ergänzung: Angola ist ja auch eine Diktatur, aber es gibt auch Demokratien in Afrika, denen er sich hätte anschließen können.

RE: Venezuela triste – zum Tode von Hugo Chávez | 09.03.2013 | 19:07

@Lukasz Szopa: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Nun, wie bei allem kann man das immer so oder so sehen. Ihren Einwand wg. dem Öl und der Schließung des Senders kann ich so nicht nachvollziehen und stimme dem nicht zu. Was allerdings die Freunde angeht, muss ich Ihnen recht geben, dass er sich auch andere Partner innerhalb Lateinamerikas oder zum Beispiel in Afrika hätte suchen können (z.B. das aufstrebende Angola). Das wird ihm und seinem Land immer anhängen. Lg

RE: Schwarzbuch Kolumbus- Held o. Betrüger? | 09.03.2013 | 18:59

Guten Abend meine Herren,

also, zum ersten @Gebe: Mit Medien im 15. Jahrhundert meinte ich Bücher, die ja damals ihre Geburtsstunde hatten. Das mit der dem Aufbau von Kolumbus als Massenfigur ordne ich in die Mitte des 19. Jahrhunderts ein, wo unzählige Bücher zu dem Thema entstanden, erstmals auch mit Zeichnungen oder Kopien von Gemälden, die Kolumbus zeigen.

@Delloc: Ja, ja ich weiß. Aber diese Geschichte ist- und das wissen Sie selbst- keine Fiktion und ich behaupte auch nicht, durch Astralreisen in die Vergangenheit zu reisen. Es sind Gedanken, vielleicht liege ich auch völlig falsch? Wer weiß das schon.

@Gelse: Vielen Dank für diese Gedanken. :)

RE: Venezuela triste – zum Tode von Hugo Chávez | 09.03.2013 | 09:30

Hallo Costa Esmeralda,

nun, im Grunde hast Du recht mit der Vermutung, dass jemand, der nicht in dem Land gelebt hat, nur schwerlich neutral darüber schreiben kann. Aber, wenn wir mal ganz ehrlich sind, können wir auch ehrlich über die USA schreiben, wenn wir niemals dort gelebt haben und die Mentalität, die ja von Staat zu Staat unterschiedlich ist, kennen? Das sich Chavez mit Lukaschenko oder Ahmanedischad getroffen hat, ist schade, weil man diese nicht unbedingt als Freunde braucht, aber ist nicht die Frage, dass es heute heißt, "steinigt sie" und morgen "küsst sie"? Wie oft sind europäische Delegationen zu Herrn Mobutu gefahren, haben ihm Fernseher und allerlei Kriegsmaterial gebracht wegen seiner Diamanten und haben sich nicht um die Menschenrechte gekümmert? Natürlich, auch Chavez war nur ein Mensch und Menschen sind nunmal nicht fehlerfrei. Dass er Militär war und nicht etwa Bauernführer wie der richtigerweise von Dir genannte Morales, spricht auch nicht gerade für ihn. Aber ein armer Mensch in den Slums von Caracas oder Maracaibo, der vor Chavez für den Staat und die Gesellschaft gar nicht existiert hat, hat hier erstmals eine Stimme erhalten, wurde erstmals gehört und vielleicht sogar verstanden. Diese Leute wollen keine vergoldeten Wasserhähne oder eine Yachten vor der Tür, sie wollen einfach an der Gesellschaft partizipieren und genug zum Leben haben. Das war vor Chavez längst nicht immer gesichert. Und warum soll nicht auch mal ein anderes, alternatives Modell möglich sein? Chavez hat ja nicht wie die Stalinisten Gulags betrieben oder Andersdenke in den Knast geworfen, sondern war halt messianisch überall präsent, dass kann einem auf die Nerven gehen, ja, aber solange niemand wirklich verfolgt wird, weil er anders denkt oder anders ist, kann man auch nicht von autokraten Zügen sprechen.

Wünsche Dir alles Gute und nette Grüße.

RE: Florian Silbereisen lässt grüßen | 17.10.2012 | 10:28

Echte klassische Künstler aller Sparten sind im Mainstream kaum bekannt. Wer kennt denn schon die Sopranistin Susan Bullock oder den venezolanischen Stardirigenten Gustavo Dudamel, der übrigens auch mal den Echo erhalten hatte? Solche "Stars" muss man am besten live erleben, nur dann kann man sie wirklich erfassen. Der Versuch, Klassik zu verpopen, war ja schon mal in den 1980er Jahren mit der Gruppe "Rondo Veneziano" oder dem deutschen, leider zu jung verstorbenen Countertenor Klaus Nomi versucht worden Doch damals gerieten beide Formate nach Ende der Karriere (Aus bei Rondo Veneziano und Tod von Nomi) in Vergessenheit. Heute aber sind die zeitgenössischen Stars in jeder Spiel- und Talkshow zu finden, füllen ganz Stadien und haben Musikumsätze, die sich echte Klassikkünstler oftmals wünschen würden. Da wird dann ein bißchen echte Klassik eingebaut, mal hier ein bißchen Mozart, dort ein bißchen Beethoven und am Ende die Beatles. Und auch der niederländische Schmachtonkel Andre Rieu, der mit seinen Klassik- und Straußkonzerten alle paar Monate das ZDF beglückt, ist in Wahrheit eigentlich kein echter klassicher Musiker. Denn seine Werke sind fast ausschließlich tanzbar, aber ein Künstler muss auch mal was spielen können, was seinem Klischee nicht entspricht. Als Fazit lässt sich also sagen: Garrett und Co. sind sicher gute Musiker, aber echte Klassische Musik machen sie nicht, sondern nur "verpopten" Mozart oder Beethoven.

RE: Gabriele del Grande- Held der Namenlosen | 03.08.2012 | 18:32

Hallo Delloc,

was ich noch für Grande tun kann, muss ich sehen, da fällt mir bestimmt noch etwas ein. Zu Deinem Einwand bezüglich der Nicknames: zunächst bin ich der Ansicht, dass diese Diskussion auf dieser Seite nix verloren hat, da sich der Kommentar nicht auf den Artikel bezieht. Ich habe nix dagegen, wenn jemand einen Nicknamen benutzt, dass ist jedermanns Sache, aber für mich habe ich es halt ungekehrt entschieden, zumindest beim Freitag mit meinem Klarnamen zu schreiben. Das ist meine Entscheidung, so wie es Deine ist, einen Nickname zu benutzen. Keineswegs möchte ich das als Kritik an den Nutzern von Nicknames verstanden wissen.

Was Deinen Einwand wg. des Fotos angeht: es gibt viele Nutzer, die keine Fotos haben, ich habe halt von mir keines eingestellt, hätte auch eines mit Blumen oder Pferden oder was weiß ich was nehmen können. Hatte halt keinen Bock. Mit einer elitären Haltung, die Du mir da indirekt unterstellst, so nach dem Motto, kein Foto= Gottgleich, dass finde ich salopp gesagt etwas einfach gestrickt. Aber ich werde trotzdem kein Foto von mir einstellen. Ist meine Entscheidung. Du hast ja auch kein Foto von Dir eingestellt, sondern eines von einem Löwen Also, erstmal selbst gucken, bevor man bei anderen an der Tür klopft.

Grüße

RE: Unter dem Eis liegt das Geld | 02.08.2012 | 10:55

Es wäre gut, wenn Grönland zunächst die volle Unabhängigkeit hätte, dann gingen die Einnahmen ausnahmslos an den grönländischen Staat und nicht an die "Kolonialmacht" Dänemark. Warum muss der Kapitalismus dort wieder fröhlich Einstand feiern? Langt es nicht, erstmal die existierenden Quellen auszubeuten, wenn das überhaupt sein muss, bevor man sich neuen Quellen zuwendet? Und was wird mit der einzigartigen Flora und Fauna der Insel, was mit den Inuit, werden diese wieder vertrieben, wie 1968, als dort ein Wasserstoffbombenflugzeug abstürzte und ganze Regionen vergiftete? Kann man nicht dieses Paradies einfach in Ruhe lassen, so wie es ist? Offensichtlich nicht, ist doch die Gier nach neuen Rohstoffen unermäßlich. Europa weiß kaum etwas über die grönländische Kultur, die Sprache wird hier nicht gelehrt, grönländische Dichter sind kaum übersetzt. Aber wenn es um die Rohstoffe geht, dann ist man gleich zur Stelle. Ich finde: das ist schäbig, sorry.

RE: Unter dem Eis liegt das Geld | 02.08.2012 | 10:53

Es wäre gut, wenn Grönland zunächst die volle Unabhängigkeit hätte, dann gingen die Einnahmen ausnahmslos an den grönländischen Staat und nicht an die "Kolonialmacht" Dänemark. Warum muss der Kapitalismus dort wieder fröhlich Einstand feiern? Langt es nicht, erstmal die existierenden Quellen auszubeuten, wenn das überhaupt sein muss, bevor man sich neuen Quellen zuwendet? Und was wird mit der einzigartigen Flora und Fauna der Insel, was mit den Inuit, werden diese wieder vertrieben, wie 1968, als dort ein Wasserstoffbombenflugzeug abstürzte und ganze Regionen vergiftete? Kann man nicht dieses Paradies einfach in Ruhe lassen, so wie es ist? Offensichtlich nicht, ist doch die Gier nach neuen Rohstoffen unermäßlich. Europa weiß kaum etwas über die grönländische Kultur, die Sprache wird hier nicht gelehrt, grönländische Dichter sind kaum übersetzt. Aber wenn es um die Rohstoffe geht, dann ist man gleich zur Stelle. Ich finde: das ist schäbig, sorry.