thomas franz

niedergelassener Arzt
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RE: Mit freundlichen Grüßen | 01.07.2012 | 10:05

Der Artikel ist überzogen. Keiner behauptet, dass es nicht auch schwarze Schafe unter Ärzten gibt. Das Wesentliche des BGH-Urteils ist, daa Ärzte halt nicht Beauftragte oder Büttel der Krankenkassen sind, sondern als Freiberufler unabhängig die Interessen ihrer Patienten vertreten können. Vorteilsnahme oder Korruption ist vom Berufsrecht her untersagt, strafbewehrt und kann bis hin zum Entzug der Approbation führen (s.a. http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/vertragsarztrecht/?sid=816637 )

Die zitierten angeblichen 18 Milliarden Euro Schäden durch Korruption oder Falschabrechnung beruhen auf einer Meinungsumfrage im Kassenauftrag, geben keinen Sachverhalt wieder. Das ist reine Spekulation. Wollte man hier ernsthaft Transparenz herstellen, sollte überall im Gesundheitswesen Geld nur nach regulärer Rechnungsstellung fließen. Das wird aber nicht gewünscht, auch nicht von Patientenverbänden.