„Die Inkommensurablen“ von Raphaela Edelbauer: Drei Schlafwandler:innen in Wien

Vorkriegszeit In Raphaela Edelbauers Roman „Die Inkommensurablen“ stolpern drei Österreicher:innen durch Albtraum und Fiktion. Man folgt ihnen gern, aber warum diese sperrige Sprache?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 04/2023
Der erste Weltkrieg. Österreich-Ungarn hat den Einmarsch in Serbien schon erklärt
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Foto: DeAgostini/Getty Images

Vor zehn Jahren erschien das Buch Die Schlafwandler, in dem der australische Historiker Christopher Clark darlegte, wie die Welt durch Überheblichkeit, Misstrauen und Nationalismus nachtwandelnd in den Ersten Weltkrieg taumelte. Dieses Motiv des Schlafwandelns greift die österreichische Schriftstellerin Raphaela Edelbauer nun in ihrem neuen Roman auf, um aus der Perspektive von drei jungen Österreicher:innen von den letzten Stunden vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu erzählen.

Einer von ihnen ist der 17-jährige Pferdeknecht Hans Ranftler, der aus einfachen Verhältnissen kommt und seit seinem zehnten Geburtstag auf einem Tiroler Bauernhof rackert. Eigentlich wollte Hans mal das Gymnasium besuchen, doch nach dem frühen Tod seines Vaters hieß es: A