Thomas.W70

Was vom Leben übrig bleibt
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RE: Denken wir endlich lokal | 31.03.2021 | 15:57

Das sind zwei verschiedene Dinge. Gegen eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs durch individuellen Verzicht habe ich im Grunde nichts einzuwenden. Doch zu glauben, dass der Gesamtresourcesverbrauch abnimmt, wenn wir alle wieder Selbstversorger wie vor ein paar hundert Jahren werden, ist eine Illusion.

Ich sage ja gar nicht, dass die globale Massenproduktion wundervoll ist. Es bleibt in gewisser Weise eine Entartung mit einer Reihe von hochproblematischen Seiten wie Ausbeutung und Monopolisierung.

Doch muss man die verschiedenen Aspekte sachlich differenzieren, wenn man zu einer vernünftigen Lösung kommen will. Und, ich sage ausdrücklich leider, ist "Deglobalisierung" kein geeignetes Mittel zur CO2 Reduzierung.

RE: Denken wir endlich lokal | 31.03.2021 | 13:05

Tatsächlich sind es immer öfter Umweltaktivisten, die auch ein wenig rechnen können, die erkennen, dass manche Feindbilder wie Atomkraft und Globalisierung unter der zentralen Prämisse einer CO2 Reduzierung differenzierter betrachtet werden müssen.

RE: Denken wir endlich lokal | 31.03.2021 | 11:50

Leider stimmt dieses Argument nicht. Doch Recherche ist scheinbar aus der Mode und es werden nur noch gefühlte Wahrheiten verbreitet.

Die Produktion zu "entglobalisieren" und wieder verstärkt lokal zu produzieren, würde die Emissionen nicht reduzieren sondern drastisch in die Höhe treiben. Denn das ist die Erkenntnis von zahlreichen Studien zu diesem Thema. Die Transport Emissionen sind in Wahrheit marginal und fallen gegenüber den durch globalisierte Massenproduktion erreichten Rationalisierungen von Emissionen praktisch nicht ins Gewicht.

RE: Wasserstoff soll vorangebracht werden | 31.03.2021 | 11:16

Sorry, aber dieser Artikel geht leider kaum über Lobbyisten-Prosa hinaus. Alle diese Pilotprojekte sind schön und gut, doch natürlich nahezu gänzlich aus Steuergeldern finanziert. Was auch in Ordnung ist, um verschiedene Ideen auch mal in der Praxis zu testen.

Doch schaut man sich die Wasserstoff-Thematik näher an, wird einem schnell klar, dass sinnvolle Konzepte eigentlich noch nicht sichtbar sind und der Wasserstoff Boom auf vagen und oft zweifelhaften Hypothesen fußt.

Einen Ausbau der Wasserstoff Tankinfrastruktur halte ich für überflüssig. Man braucht nur einen Blick auf die aktuellen Pläne der Autoindustrie zu werfen, damit einem klar wird, dass alle auf Batterien-betriebene Elektroautos setzen und das Wasserstoffauto aus dem Rennen ist.

Selbst bei Lastwagen und Bussen zeichnen sich Batterielösungen ab, mit denen Wasserstoff kostenmäßig nicht konkurrieren kann.

Die Kostenproblematik ist auch das größte Handicap um Wasserstoff als saisonalen Speicher für Wind und Sonne zu nutzen. Nicht nur wären dazu enorme Kapazitäten notwendig, durch die sehr hohen Reibungsverluste ist selbst der Betrieb alleine unter Kostengesichtspunkten höchst fragwürdig.

Auch beim Solarboom Anfang der Nullerjahre wurde von vielen schönen neuen Arbeitsplätzen geträumt, was sich dann als Schimäre erwies. Die PV Anlagen Produktion ist inzwischen fest in asiatischer Hand und die Milliarden Subventionen haben vor allem einige clevere Investoren reich gemacht.

RE: Das Aus der Blockbuster | 29.03.2021 | 17:27

Die derzeitige Praxis, Blockbuster auf den Streamingservices rauszubringen, ist lediglich Schadensbegrenzung. Wenn die Kinos wieder öffnen wird man wieder davon Abstand nehmen. Denn es ist vollkommen richtig, dass Blockbuster sich auf Streaming Platformen nicht rechnen.

Doch dass die Blockbuster aussterben glaube ich nicht. Ganz im Gegenteil wird dieses Genre durch wachsende Absatzmärkte in China und Indien im Moment eher attraktiver. Und mit der Fortsetzung von Avatar steht auch der nächste Blockbuster Hype bereits vor der Türe.

Eine gänzlich andere Frage ist, ob die derzeitig auf den Markt drängenden Streaminganbieter sich alle halten können. Es wird oft vergessen, dass selbst der Platzhirsch Netflix zwar operativ profitabel ist, doch einen gigantischen Schuldenberg mit sich schleppt, der, wenn das Wachstum an seine Grenzen stößt noch verhängnisvoll werden könnte.

Die großen Player mit viel eigenem Content wie Disney oder Warner/HBO dürften über genügend Atem verfügen um sich durchzusetzen, doch einige Anbieter werden wohl wieder aussteigen. Apple TV plus etwa blieb mit seinen Produktionen bisher hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück und ich vermute, dass man sich wieder aus diesem Geschäft zurückziehen wird.

RE: Der Schurke aus dem Schurkenstaat | 20.03.2021 | 02:44

Mit den Cyberangriffen ist es ein wenig wie mit Corona. Experten warnen schon lange davor, dass es zu einem größeren kritischen Vorfall kommen könnte. Doch solange es nicht passiert ist, hält man es für unwahrscheinlich.

Natürlich sind die Russen nicht die einzigen, die hier unterwegs sind. Doch wie ich schon in einem anderen Kommentar sagte, deuten viele Berichte, auch von Stellen, die man für einigermaßen objektiv halten kann, darauf hin, dass Russland hier sehr aggressiv unterwegs ist.

RE: Bidens Putin-Angriff erzürnt Moskaus Experten | 19.03.2021 | 17:10

Dass das amerikanische Zeitalter zuende geht, ist selbst unter amerikanischen Intellektuellen common sense.

Doch muss das auch für Amerika gar nicht so furchtbar sein. Mit 1945 war auch das europäische Zeitalter zuende gegangen. Und so schlecht ging es uns seitdem eigentlich nicht.

RE: Der Schurke aus dem Schurkenstaat | 19.03.2021 | 12:13

Ja, ganz gewiss sind auch andere Länder da keine Waisenknaben. Doch was Russland macht hat doch eine eigene Dimension, dessen Gefährlichkeit nicht zu unterschätzen ist.

Ich will mich eigentlich gar nicht auf eine Seite schlagen. Ich halte weder etwas davon Putin zu verteufeln noch Biden zu idealisieren. Mit beiden muss sich Deutschland nüchtern auseinandersetzen.

RE: Der Schurke aus dem Schurkenstaat | 19.03.2021 | 11:51

Nicht nur der US Geheimdienst sondern auch diverse europäische Dienste und unabhängige transparency Institutionen haben bereits dazu Berichte vorgelegt. Mir fällt es schwer dabei an eine antirussische Verschwörung zu glauben.

RE: Der Schurke aus dem Schurkenstaat | 19.03.2021 | 10:22

Sonst macht er, was er will. Er wird nicht mit den Cyberangriffen aufhören, wenn wir ihn das zum x-ten Mal vorhalten, trotz aller Beweise, die man inzwischen dafür hat. Wir müssen das mit eigenen technischen Mitteln unterbinden.