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BEWERBUNGSSCHREIBEN FÜR DIE MAFIA Ulrich Schmids Debüt-Roman "Der Zar von Brooklyn"ist ein Polit-Thriller, der als Roman funktioniert
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An die Stelle der Cosa-Nostra-Folklore in Buch, Film und Fernsehen ist schon längst die Russen-Mafia-Folklore getreten. Russen-Mafia - das ist der blutgewordene Komparativ: Noch gewalttätiger, noch ruchloser, noch atavistischer, noch übler. Umso bemerkenswerter ist der Roman eines Schweizer Autors: Der Zar von Brooklyn von Ulrich Schmid.

Schmid war Korrespondent der NZZ in Moskau, dann in Washington. Zur Zeit ist er für das Blatt in Peking. Korrespondenten neigen oft dazu, ihre journalistisch unverarbeiteten Materialreste in "Polit-Thriller" umzufüllen, die dann meist Reportagen, ausstaffiert mit Dialogen und schicken Frauen, ergeben. Oder im besten Fall die fiktive Fassung von Vorkommnissen, deren Faktenfassung juristisch nicht haltbar wäre oder gewissen Leute