RE: Links wählen, rechts regiert werden | 27.10.2015 | 23:48

Ich erinnere daran, dass ein ähnlicher Umstand auch gerade in Deutschland existiert: Linke Mehrheit, rechte Regierung. Der Unterschied: Die Sozialdemokraten hier lehnen sich dagegen nicht etwa auf, nein, die sind Planer und Umsetzer dieser perversen Situation, in der die SPD die Kanzlerschaft geradezu wegwirft und sich unterwürfig als Handlanger und Finger-schmutzig-Macher der Union gibt. In Portugal ist es ein dummer konservativer Präsident, hier in Deutschland ist eine ganze Partei irr geworden.

RE: Die spinnen, die Deutschen | 11.10.2015 | 22:31

Nicht nur der Spiegel, auch Jutta Dittfurth hat bereits den überbordenden Nationalismus unter TTIP-Gegnern kritisiert.

Ich möchte in einer offenen, freien, fortschrittlichen Welt mit sich zurückziehenden "Nationalstaaten" leben. Und dazu gehören Abkommen darüber wie wir enger zusammenwachsen wollen.

RE: Die spinnen, die Deutschen | 11.10.2015 | 22:28

Es bestehen durchaus unsinnige Handelsbeschränkungen. Die Hürden zwischen den Staaten abzubauen nennt man Internationalismus. Das Gegenteil davon, und von Links- und Rechtsnationalisten hat man auf den TTIP-Demos genug, hat in der Geschichte nicht so viel Ruhmreiches vollbracht.

Verhandlungspartner sind die Europäische Kommission, die US-Administration und die EU-Länder. Lobbyisten gibt es immer und überall.

Das Abkommen gibt uns die Möglichkeit, Konzernen nicht nur auf nationaler sondern auch auf transnationaler Ebene beizukommen. Es wird einfach werden, den Rechtsweg einer bespielsweise deutschen gegen eine US-Firma zu gehen. Damit werden nicht die Konzerne gestärkt, sondern die rechtsstaatliche Kontrolle über die Konzerne.

Mir sind Skandale lieber als Kriege. Als Europa von Nationen durchsetzt war, gab es Krieg. Seit es Freihandel, die EU und internationale Beziehungen gibt, gibt es Frieden in Europa. Gibt es einen Skandal, kann abgewählt werden. Demokratie nennt man das.

RE: Konsequenzen aus der Griechenland-Krise | 21.09.2015 | 20:17

Krasser Fall von Querfront. Würde man die Namen durch Beatrix von Strorch, Marine LePen, HC Strache, ... ersetzen, müsste man sonst kein Wort ändern. Der Nationalismus stinkt zum Himmel. Ekelhaft.

RE: Rrrrradikal | 07.06.2015 | 19:51

Ah, okay, stimmt, ich bin ein Antideutscher und Marktradikaler. Ich bin eine Marionette Israels und FIFA-Funktionär. Außerdem habe ich die Anschläge vom 11. September geplant und durchgeführt und bin mit Birgit Kelle verheiratet. Jetzt ist es raus. Gut, dass sich an der BRD-Diktatur, dem sog. bundesrepublikanischen Herrschaftssystem nichts ändert, der Mossad bezahlt mich gut für die Schützenhilfe.

RE: Rrrrradikal | 06.06.2015 | 20:10

In der Hinsicht muss man ihm dankbar sein. Er war es auch der sich um die Finanzkrise herum dann in die Talkshows setzen konnte um zu sagen, was er immer gesagt hat, nämlich dass er das schon immer gesagt hat. Dennoch kann ich seine Ablehnung gegenüber Rot-rot-grün nicht in Gänze nachvollziehen. Der Begriff 'liberal' wurde entführt und zu Marktradikalismus umgedeutet – deshalb ist er wohl heute unbrauchbar. Das ist auch der Grund, wieso ich hier den 'Radikalismus' wieder auf die Tagesordnung setzen möchte. Radikale wären emanzipatorische Linke und linke Liberale. Das ist doch nicht das Schlechteste.

RE: Rrrrradikal | 06.06.2015 | 13:27

Du kannst dir keinen dogmatischen Linken vorstellen?

RE: Rrrrradikal | 06.06.2015 | 03:25

Ich habe von Anfang an gemacht, dass keinen 'Lafontaine' geben werde. Linkspopulistische Rhetorik steht mir fern. Diese verhindert seit Jahren (natürlich neben vielen anderen Faktoren, wie eine SPD die am Status Quo unbarmherzig festhalten will) eine linke Regierungsbeteiligung und damit endlich einmal eine progressive und liberale Regierung *jenseits* der neoliberalen Agenda.

Schade, dass Sie jeden einzelnen Versuch irgend etwas wirklich zu bewegen, gleich abschmettern.

RE: Rrrrradikal | 05.06.2015 | 14:43

Die Grünen waren nie wirklich linksliberal und auch wenn sie es jetzt heraufbeschwören meinen sie damit eigentlich einen Rechtsruck.

Insgesamt ist der Linksliberalismus sicherlich auch ein Denkmodell der Mäßigung. Eben wie ich auch anbrachte ein „nicht auf eine Seite schlagen“ und ohne „Pro“ oder „Anti“. Sondern der Versuch, auch Konflikte nachhaltig und mit dem Ganzen im Blick zu lösen. http://www.nzz.ch/feuilleton/der-propagandistische-schein-vom-gegeneinander-1.18552592 Eine neue KSZE zum Beispiel könnte endlich etwas Fortschritt in den Israel-Palästina-Konflikt bringen, nach den Jahrzehnten von Drohgebärden, Staatsbesuchen, Auseinandersetzungen und Abschottungen.