Denn sie wissen nicht was sie tun

Große Koalition 10 Jahre zu spät realisiert die SPD: Ohne die Linkspartei wird es so schnell keinen SPD-Bundeskanzler mehr geben.
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Das muss man sich einmal vor Augen führen: Der SPD-Parteivorstand hält die CSU für einen fähigeren Koalitionspartner als die Linkspartei. Das heißt, Alexander Dobrinth wird für voller genommen als Gregor Gysi. Ist das noch nachvollziebar? Und vor allem: Kann man dieser 'geheimen Agenda' wirklich Glauben schenken, nach der die Große Koalition nur der Puffer ist, der die auf ewig verlorere rot-grüne Koalition abfangen und nach einer gewissen Karenzzeit den Weg in die rot-rot-grüne Koalition ebnen soll? Ein ziemlich Theater wäre das, dessen Ausgang ungewiss wäre. Und am Ende hängt es schlicht an zwei Punkten: Die 2014 fallende Gleichberechtigung von Ost- und West-Linken, die die Reformer stärken wird und das Fehlen von Oskar Lafontaine. Wagenknecht und Buchholz - Gegenstand eines SPD-gemachten Skandals - werden nämlich nicht plötzlich verschwunden und die Linkspartei in weder zwei noch vier Jahren irgendwie weniger SED-Nachfolger sein als es sie jetzt ist. Nur: Ohne diese Partei wird es vielleicht nie wieder eine SPD-geführte Bundesregierung geben, und das wurde nun auch Sigmar Gabriel klar. 10 Jahre zu spät. Bündnisse gibt es auf links-sozialdemokratischer Seite auf der ganzen Welt und das soll alleine Oskar Lafontaine in Deutschland verhindert haben.

www.wider-die-grosse-koalition.de

17:38 17.11.2013
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