RE: Weder frei noch gerecht? | 28.03.2021 | 20:18

@miauxx

Vielen Dank für das Feedback. Ich finde, das von Ihnen gewählte Beispiel ist ein sehr gutes. Ich beobachte mit einiger Freude, dass Formen geschlechtersensibler Sprache nach und nach den Weg in den Mainstream finden, in mehr und mehr Zeitungen Platz haben und nun dank Petra Gerster und anderen auch unsere Eltern und Großeltern am Fernseher erreichen. Auf diese Weise trägt eine Form von Identitätspolitik (wenn Sie so wollen) Früchte, indem sie dazu beiträgt, dass sich mehr und mehr junge Frauen mitgemeint fühlen, wenn in den Nachrichten von Wähler:innen, zukünftigen Minister:innen usw. die Rede ist. Ich würde nicht immer so sehr auf die unübersichtlichen Deutungskämpfe schauen (die es ja um den Marxismus auch immer gegeben hat, um bei diesem Vergleich zu bleiben), sondern auf Formen positiver Veränderung, die es zweifelsohne gibt.