Tilmann

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RE: Hinter dem Abholzettel | 19.12.2009 | 08:15

…das sind die Texte, weswegen es lohnt zu lesen. Danke auch für diese Perle…

RE: No we can’t | 25.09.2009 | 23:17

Kann Deutschland Politik2.0 ? Die, zugegeben, auch irgendwie sympathisch frustrierte Autorin des langen Beitrags (kein Wunder,dass das twittern ihr nicht so liegt) hat schon eine interessante Perspektive.

Und doch geht die Beschreibung komplett an einer Analyse vorbei. Warum schließlich tun sich alle so schwer in den etablierten Organisationen mit der spontanen Web2.0. Weil, ich sage mal wir, weil wir alle so gebannt auf den Fehler starren. Die eigenen und die der anderen. Schließlich kann es sich ja kaum ein Politiker leisten, sich neben die ausgelaschten Laberpfade des Politsprechs zu begeben, und spontan, vielleicht essayistisch eine Formulierung zu versuchen und eine Gedanken zu skizzieren. Da muß immer das druckreife Zitat auf die Federn der Journalisten fallen, dass möglichst unangreifbar ist. Und dann auch nichts sagt.

Was ich am Freitag so mag, dass er sich Autorinnen und Autoren leistet, die so quer gehen und vielleicht auch verquer sehen. Doch etwas mehr professionellen Journalismus rund um solche Text-Blümchen wäre auch nicht schlecht. Denn eine weitere Beurteilung der SPD online Aktivitäten fehlt mir da.

2009 war ja auch erst der Anfang. Vielleicht braucht es noch einige Jahre unter der Merkelschmincke bis Politik im Web2.0 ankommt. Und vielleicht braucht es mehr Mut zu Fehlern. Und dann könnte die Autorin auch unter ihrem Namen schreiben ohne Furcht, dass es ihr das zum Nachteil gereiche.

Politische Kommunikation in Deutschland ist dort, wo Parteien diese führen, noch weit weg von dem was Web2.0 ist. Aber da wächst etwas von den Rändern. Das ist gut.