GPT-4o: Dystopien im Monatsabo

Künstliche Intelligenz Das KI-Unternehmen OpenAI hat eine neue KI-Assistentin vorgestellt. Das Ganze erinnert an Science-Fiction, jedoch nicht auf die gute Weise
Exklusiv für Abonnent:innen
Der einsame Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) in Film „Her“
Der einsame Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) in Film „Her“

Foto: Mary Evans/Imago

Für das Silicon Valley ist Science-Fiction eine Art Fetisch. Das von Computernerds geliebte Genre erspart es den Ingenieuren und Managern, selbst zu sehr über die Zukunft nachzudenken und sie stattdessen einfach zu bauen und zu verkaufen. Literarische Visionen werden entpolitisiert und als geschliffene Produkte neugeboren, jeglicher Gesellschaftskommentar der Autor:innen wird ignoriert. So kann Mark Zuckerberg stolz verkünden, sein Unternehmen würde nun das Metaversum bauen und Elon Musk kommentiert, sein Cybertruck ist, „was Bladerunner [sic] gefahren hätte“ – beides Bezüge zu den neoliberalen Cyberpunk-Dystopien der Achtziger, in denen der Kapitalismus Planet und Gesellschaft gleichermaßen zerrüttet hat. Die Werke sind als Warnung