Torben M. Nissen

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RE: „Wir sind Abhängige“ | 11.06.2014 | 02:04

@EBERHARDT und @RISE AGAINST

Bitte vertauschen Sie nicht die Begriffe "Evolution" und "Reform".

Ansonsten: Was auch immer das Ziel ist, der Weg geht auch nach meinem Dafürhalten über den Konsum(verzicht). Und das muss viel mehr hervorgehoben werden. Leider sind wir da sehr inkonsequent.
Für mich ist besonders Facebook ein Paradebeispiel dafür. Ich kenne niemanden, der vollends von diesem Dienstleister überzeugt ist, aber ich kenne nur wenige, die darauf verzichten.

Wir lassen uns einschränken und begeben uns in Abhängigkeiten, dabei ist das Instrument zur Befreiung der bloße Verzicht.

RE: German Rechthaberei? Gegen Georg Seeßlen. | 05.03.2014 | 22:02

Köstlich auch das:

Deutschlands Kulturbruch entsteht durch ausgewogene Speisepläne für 28€ / Woche.

Sie sind mir die Antwort noch schuldig ...

Aha? Ich dachte "das mit den Speiseplänen verstehe ich nicht - muss aber auch nicht sein"besitzt noch Gültigkeit.


RE: German Rechthaberei | 05.03.2014 | 19:08

So sehen also in der FC die Geschosse aus. Interessant.

Darf man sich hier über die Schreibfehler anderer mokieren? Ich kann Ihnen versichern, ich habe tausende Geschosse gesichtet und kann sie gleich laden!

RE: German Rechthaberei? Gegen Georg Seeßlen. | 05.03.2014 | 17:09

Ich kenne nur diesen einen Text von Seeßlen und habe auch übersehen, dass er gedruckt worde. Danke für die Aufklärung!

Zwar ist auch die gedruckte Form noch kein Vergleich zu den zahlreichen Sarrazin - Rezensionen, dennoch gehört Seeßlens Text für mich in's (Meinungs-) Forum und nicht in eine gedruckte Zeitung. Dafür ist er mir einfach zu lang und vor allem zu dünn.

RE: German Rechthaberei? Gegen Georg Seeßlen. | 05.03.2014 | 17:01

Wieso sollte ich Sie zitieren, wenn ich Ihnen antworte?

Ich wollte lediglich verdeutlichen, dass die Wendung "du Spast,eye" aus den Kommentaren des Artikels von Seeßlen stammt (nämlich von der Person, die ich zitiert habe). Frau Quindeau benutzt diese Wendung als Beispiel für einen misslungenen Beitrag zu einer Debatte. Mehr wollte ich damit auch nicht ausdrücken: Sarrazin ist meiner Meinung nach keiner Debatte wert.

Und was habe ich mit old - und newschool zu tun? Seeßlen schreibt in seinem Text :"Erst einmal etwas Oldschool-Psychologie: Eine Person will recht haben, weil sie sich nicht genug geliebt wähnt."

Daher bezeichne ich ihn als Blogger mit fragwürdigen oldschool - Methoden. Denn das Zitat "Eine Person will recht haben, weil sie sich nicht genug geliebt wähnt" scheint mir eher als eine stilistische Ohrfeige zu dienen, nicht jedoch als tatsächliches psychologisches Instrument. Ich setze den Begriff also mit "Küchenpsychologie" gleich - Will heißen: Seeßlen ist nicht fachkundig und verdeutlicht das dem Leser. Aber vielleicht habe ich das ja auch fehlinterpretiert!

"Sie sind im lehrenden Bereich?"

Nein bin ich nicht. Die Redewendung "mit den Worten eines Schülers" ist dem Kommentar von Frau Quindeau geschuldet.

RE: German Rechthaberei? Gegen Georg Seeßlen. | 05.03.2014 | 14:06

Christine Quindeau schrieb:

"Haben Sie (und der Autor, und alle, die den Artikel genehmigt haben) nicht schon auf dem Schulhof gelernt, dass "du Spast, eye!!" kein gelungener Beitrag zu einer Debatte ist?"

Wollen wir denn allen Ernstes eine Debatte über Sarrazin führen? Schon wieder? Und das unter dem Artikel von Seeßlen?

Ich jedenfalls möchte niemanden treffen. Auch nicht die Richtigen. Ich möchte auch nicht als Verteidiger von Seeßlens Artikel gehalten werden - ich halte ihn eben nicht für besonders problematisch. Er ist auch nicht hilfreich oder förderlich. Es ist nur eine angesäuerte Meinung, eben eine Hasstirade. Daraus den Untergang der Streitkultur abzuleiten, geht mir zu weit.

Eine Diskussion über Sarrazin ist ebenso unsinnig wie eine Diskussion über Seeßlen. Beide vertreten eine undifferenzierte Meinung. Mit folgendem Unterschied: Seeßlen schreibt einen Blog in einem Meinungsmedium, Sarrazin schreibt einen Bestseller, mit freundlicher Unterstützung von TV- Sendern, Zeitungen und Rundfunk.

Deutschlands Kulturbruch entsteht durch ausgewogene Speisepläne für 28€ / Woche. Nicht durch hohe oder niedrige Geburtenraten auf der einen oder anderen Seite und auch nicht durch angefressene Blogger mit zweifelhaften Oldschool - Methoden.

RE: German Rechthaberei? Gegen Georg Seeßlen. | 05.03.2014 | 00:32

"Seeßlen zieht hier mit einem Text gegen Sarrazin zu Felde, der offensichtlich so einige FC-Mitglieder anspricht, ja überzeugt. Verständlich, aber [...]"

Und wie steht es um Ihre Hybris? Viele FC- Mitglieder lassen sich täuschen, aber Sie nicht?

"In dünkelhaft anmaßerischer Weise gibt er sich quasi als psychiatrische Koryphäe aus: er „studiert“ die als Buch getarnte Krankenakte Sarrazins"

Wenn ich etwas lese, höre oder sehe, was ich verstehen möchte, womit ich mich also auseinandersetze und es nicht bloß wahrnehme, dann studiere ich etwas. Ich bemühe mich darum, Sinn und Zweck zu verstehen, Thesen zu entdecken, zu strukturieren und nachzuvollziehen. Das ist (oder sollte zumindest sein) die Haupttätigkeit eines Studenten. Dieser Student ist also oft ein Studierender, aber nicht immer! Wenn er schläft, dann ist er ein schlafenderStudent, aber niemals ein schlafender Studierender.

Niemand kann eine Koryphäe sein, nur weil er studiert. Und wer das Wort studieren automatisch im Kontext einer akademischen Tätigkeit versteht, sollte mit Kritik vorsichtig sein.

Ferner behauptet Seeßlen nicht, dass das Buch eine getarnte Krankenakte sei. Er liest sie bloß so als wäre sie eine. Auch das ist ein gewaltiger Unterschied.

German - Rechthaberei ist eine Hasstirade gegen Sarrazin. Nicht mehr und in diesem Fall brauche ich nicht mal "und nicht weniger" hinzuzufügen, denn ich glaube Sie erkennen darin zu viel und nicht zu wenig.

Jedenfalls bedroht Seeßlens Artikel nicht die abendländische Streitkultur, denn über Sarrazin gibt es nichts zu streiten. Der Mann ist, mit den Worten eines Schülers gesagt, "voll der Spast, ey!"

RE: German Rechthaberei | 04.03.2014 | 01:08

Als wenn es hier darum ginge ein psychologisches Gutachten zu erstellen. Ich bin noch nicht lange Leser vom Freitag , aber steht hier nicht irgendwo was von "Meinungsmedium"

Meinungen kann man nicht wissenschaftlich debattieren - man kann Thesen oder Aussagen und Methoden analyasieren, diskutieren und dann eventuell falsifizieren, aber Meinungen?

Nix da! Am Ende haben wieder alle, die sich von Sarrazin zurecht beleidigt fühlen, das Buch gekauft, weil sie ohne Zeilenangaben kein Recht auf Mitsprache haben.