Tobi-Eiki

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RE: Ein Strich im Sand | 30.01.2012 | 18:42

So sehe ich das auch! Eine Finanztransaktionssteuer wird nicht ausreichen und schon gar nicht, wenn Deutschland und Frankreich die einzigen Staaten in der Euro-Zone sind, die diese Steuer einfügen. Der Großteil des zur Verfügung stehenden Kapitals ist nun mal im Besitz der wirklich Reichen in diesem Lande. Vielleicht sind es 5% oder sogar weniger. Hier sollte unter anderem angesetzt werden, um das geltende Steuersystem grundlegend zu reformieren.

Allerdings bin ich schon froh, dass wir keine amerikanischen Verhältnisse haben. Mitt Romney zahlte in den letzten Jahren beispielsweise lediglich knapp 15% Steuern, obwohl er ein Jahreseinkommen von 20.000.000 Dollar hatte. Leider besteht eben immer die Möglichkeit, dass die wirklich Wohlhabenden bei einer Steuererhöhung ihre "Exit-Option" nutzen und ihr Kapital außer Landes schaffen. Dennoch kommen wir um eine Einführung einer solchen Steuer nicht herum!

RE: Europa ohne Grenzen | 30.01.2012 | 17:43

Ach mensch nun muss ich mich doch wirklich ärgern, weil ich den gestrigen Tatort leider verpasst habe!! Die hier beschriebenen Parallelen zu Wulff sind doch wirklich amüsant. Hm hätte ich doch bloß nicht Ihren Artikel gelesen Herr Dell! :D

RE: Die Hunde, die ich rief | 30.01.2012 | 15:23

Zunächst möchte ich dem Autor dieses Artikels ein großes Lob aussprechen! Stilistisch ein schön geschriebener und anschaulicher Bericht über den Aufenthalt in Afghanistan, obwohl der Artikel doch etwas kurz ausgefallen ist. Da wäre mit Sicherheit noch mehr content möglich gewesen.

Kritisieren möchte ich jedoch, dass der eigentlichen Fragestellung, die der Tradition der Bundeswehr, nicht nachgegangen wird. Nur kurz wird zu Beginn erwähnt, dass die Bundeswehr aufgrund der Geschichte keine Tradition mehr hat oder haben darf. Sicherlich ist die Tradition der Bundeswehr auf 57 Jahre beschränkt. Hinzu kam die Teilung Deutschlands in Bundesrepublik und DDR, wobei jeder Staat eine eigene Armee unterhielt. Nach der Wiedervereinigung wurden traditionsbehaftete Kasernen, Einheiten usw. mit neutralen Namensgebungen versehen. Generell ist es schwierig in Deutschland, sich auf "deutsche" oder "preußische" Traditionen zu berufen, da man sofort als Rechtsradikaler oder Militarist abgestempelt wird. Betrachten wir jedoch die französische oder britische Armee, werden wir feststellen, dass diese viel mehr Tradition haben als wir. Gut, sie waren auch nicht der Aggressor in zwei Weltkriegen.

RE: Die Hunde, die ich rief | 30.01.2012 | 15:15

Sehr schön, dass Sie erwähnen, dass "Der Große Vaterländische Krieg" aus dem Russischen stammt. Ich wollte ebenfalls darauf hinweisen, was sich ja nun erübrigt hat.

Allerdings finde ich es erschreckend, dass ein deutscher Major solche Äußerungen von sich gibt und das gegenüber einem Journalisten! Leider gibt es in der Bundeswehr bis heute rechtsradikales Gedankengut sowie vereinzelte Verherrlichungen der Wehrmacht.

Dennoch sind rechtsmotivierte Taten in den vergangenen Jahren glücklicherweise zurückgegangen. Bei der Polizei gibt es übrigens ebenfalls genügend rechte Meinungen und Auffassungen, weshalb es unangebracht wäre, nur über die Bundeswehr zu schimpfen.

RE: Weder freiheitlich noch demokratisch | 30.01.2012 | 14:54

Werter FKritik,

in vielen politischen Talkshows und Debatten wird derzeit diskutiert, ob das Bundesamt für Verfassungsschutz sowie die Landesämter nicht überflüssige Nachrichtendienste sind, welche eigentlich abgeschafft werden sollten. Die Aufgabe des Verfassungsschutzes würde bei einer Auflösung zu den Abteilungen des Staatsschutzes der Polizei übergehen.

Wie viele Geheimdienste haben wir denn laut GG? Verfassungsschutz (Bund/Länder), MAD (der nur für die Bundeswehr zuständig ist) und der BND. Die Staatsschutzabteilungen der Polizei zählen somit nicht zu den Nachrichtendiensten. Der grundsätzliche Unterschied zwischen einem Nachrichtendienst und der Polizei ist, dass die Nachrichtendienste laut Gesetz über keine Exekutivkompetenzen verfügen. Das bedeutet, dass ein Nachrichtendienst zwar ermitteln darf, jedoch keine Personen in Gewahrsam nehmen kann. Das ist Aufgabe der Polizei und mitunter auch des Staatsschutzes. Nehmen wir nun an, der Verfassungsschutz wird aufgelöst und der Staatsschutz wird mit den Aufgaben der Ämter für Verfassungsschutz aufgebläht. Erhalten wir dann einen Nachrichtendienst, der mehr Kompetenzen besitzt als die bisherigen Dienste? Möchten wir einen solchen Super-Nachrichtendienst?

Übrigens leisten sich die Amerikaner offiziell 16 Geheimdienste. Da erscheinen unsere drei doch vernachlässigbar oder?

RE: Weder freiheitlich noch demokratisch | 23.01.2012 | 17:41

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass in der Bundesrepublik aufgrund der Erfahrungen des Dritten Reichs ungern von Geheimdiensten gesprochen wird. Angebrachter ist die Bezeichnung Nachrichtendienst, wobei der Bundesverfassungsschutz den Part des Inlandsnachrichtendienstes übernimmt.

Nun aber zur Thematik. Dass noch immer Abgeordnete der Bundestagsfraktion umfangreich vom Verfassungsschutz untersucht und beobachtet werden ist ein Skandal. Genießen Abgeordnete laut Grundgesetz nicht Immunität? Gilt dieses Recht nicht für jeden Abgeordneten? Natürlich können beide Fragen mit Ja beantwortet werden. Somit sollten für jeden Abgeordneten auch die gleichen Rechte und Pflichten bestehen. Wird also die Links-Fraktion überwacht, müssten konsequenterweise auch die anderen Fraktionen überwacht werden. Wer weiß vielleicht gibt es in der CDU ja weiterhin Rechtsradikale Abgeordnete? Wäre ja nichts neues.

Dennoch kann nicht abgestritten werden, dass es innerhalb der Linken demokratiefeindliche Strömungen und Gedanken gibt. Aufgabe des Verfassungsschutzes ist es, die bundesdeutsche Demokratie vor Feinden, welche die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden und beseitigen wollen, zu schützen. Deshalb sollten sowohl links- als auch rechtsradikale bzw. extreme Strömungen gleichermaßen überwacht werden. Dass es hier Defizite gibt, hat die Zwickauer Terrorzelle gezeigt.

RE: Red-Bull-Kapitalismus | 23.01.2012 | 14:39

Um die vielen Lobeshymnen hier etwas zu relativieren, möchte ich nun ein wenig Kritik üben. Mir hat dieser Artikel überhaupt nicht gefallen. Ok, er war stilistisch gut geschrieben, inhaltlich fand ich ihn jedoch zu einseitig betrachtet. Schwarz-weiß Malerei viel mehr konnte ich hier nicht herauslesen. Red Bull ist das böse kapitalistische Unternehmen, das Millionen von Kunden mit dem Volkskokain Taurin abhängig machen möchte. Club Mate ist dann wohl das gute Szene-Getränk, das tausende junge Menschen und Studenten dazu bewegt, es jeden Tag in der Uni und daheim zu konsumieren. Ein solch einseitiger Bericht wirkt für mich eher wie eine populistische Kampfschrift, die gegen den bösen Kapitalismus mobil machen möchte.

RE: Die Kittel sind selbstgenäht | 23.01.2012 | 13:14

Hallo Free World

gerade die persönlichen Marotten der Ermittler machen viele Tatort-Serien so charmant und sympathisch. Natürlich ist es beispielsweise unrealistisch, dass der Gerichtsmediziner Boerne zusammen mit Thiel ermittelt. Der Charakter des Boerne macht diese Tatort-Serie jedoch für mich so interessant und auch unterhaltsam, weshalb ich mich auf jede neue Folge freue und sogar Wiederholungen auf den dritten Programmen schaue. Das sind allerdings persönliche Geschmäcker, welche natürlich höchst unterschiedlich sind. Deshalb kann ich verstehen, dass Ihnen der Kölner Tatort beispielsweise weniger gefällt.

RE: Die Kittel sind selbstgenäht | 23.01.2012 | 13:09

Da stimme ich Ihnen zu Herr Dell! Das Buch war in der Tat schlampig, was sich in letzter Instanz auch auf die Qualität des Films auswirkt. Ich war trotz der "modernen" Thriller-Atmosphäre sehr enttäuscht.

RE: "Man kann ja mal ins Straucheln kommen" | 23.01.2012 | 12:42

Es ist erstaunlich, wie lange bereits über die Causa Wulff berichtet wird. Täglich gibt es neue Beiträge, Kommentare, Artikel und Storys, die die Glaubwürdigkeit des Bundespräsidenten weiter in Frage stellen. Genauso erstaunlich ist jedoch, dass der "blasse" Präsident es so lange im Amt aushält. Was treibt ihn an? Was motiviert er? Ist er vielleicht so sehr von sich selbst überzeugt, dass er erhaben über all seinen Kritikern steht? Wäre es für ihn, das Amt und seine Familie nicht besser, wenn er endlich das Handtuch wirft und zurücktritt? Für mich ist ein Politiker wie Wulff nicht länger tragbar. Michael Spreng, Politikberater und Journalist, hatte in einer Talkshow vor einer Woche gesagt, dass ein Bundespräsident grundsätzlich zwei Aufgaben hat. Zunächst ist er der oberste Notar der Bundesrepublik. Er setzt somit seine Unterschrift unter jedes Gesetz, damit es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden kann. Zweitens dient er als Repräsentant der Bundesrepublik. Er repräsentiert das Volk und trägt somit auch zur Integration bei. Er ist eine moralische Instanz, die Vorbild sein soll. Genau diese zweite Funktion kann laut Spreng Wulff jedoch nicht mehr wahrnehmen! Deshalb, so Spreng, solle Wulff zurücktreten, um auch dem Amt keinen weiteren Schaden zuzufügen.